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Beschreibung
Die Type 26M besteht aus DuPont NOMEX™ Meta-Aramid-Garn, das in aufwendiger Flechtweise verarbeitet, mit PTFE-Dispersion imprägniert und mit einem inerten silikonfreien Schmiermittel behandelt wird. Die hohe mechanische Festigkeit des NOMEX™-Garns sorgt dafür, dass die Packung auch bei höheren Wellenumlaufgeschwindigkeiten flexibel und weich bleibt, was den Wellenverschleiß auf ein Minimum reduziert.Durch den niedrigen Reibungskoeffizienten läuft die Packung auch bei Geschwindigkeiten bis 15 m/s ohne Warmlaufen an der Welle. Das verhindert Hitzeschäden an den Packungsringen und verlängert deren Standzeit erheblich. Der Temperatureinsatz reicht von -100 °C bis +290 °C, womit die Packung auch für Dampfanwendungen geeignet ist.
Der Druckbereich umfasst bis zu 35 bar bei rotierender, bis zu 150 bar bei oszillierender und bis zu 200 bar bei statischer Beanspruchung. Der pH-Bereich von 1 bis 13 erlaubt den Einsatz mit Säuren, Laugen, Lösungsmitteln, Klärschlamm, Dampf und Wasser, solange diese nicht stark konzentriert sind.
Nicht geeignet für stark konzentrierte Säuren und Laugen, Alkalimetalle sowie Sauerstoff. NOMEX™ ist ein eingetragenes Warenzeichen von E.I. DuPont De Nemours & Co.
Merkmale
- WerkstoffMeta-Aramid (DuPont NOMEX™), PTFE-imprägniert, silikonfreies Schmiermittel
- Temperaturbereich-100 °C bis +290 °C
- Druck rotierendbis 35 bar
- Druck oszillierendbis 150 bar
- Druck statischbis 200 bar
- Max. Wellengeschwindigkeit15 m/s
- pH-Bereich1–13
- Flechtweiseaufwendige Flechtung, Garn für Garn PTFE-imprägniert
Vorteile
- Temperatureinsatz bis +290 °C, damit geeignet für Dampfanwendungen und Hochtemperaturprozesse in der Chemie- und Papierindustrie.
- Niedriger Reibungskoeffizient durch PTFE-Imprägnierung: minimiert Wellenverschleiß auch bei höheren Umlaufgeschwindigkeiten bis 15 m/s.
- Weiche, flexible Packung nach dem Einbau: die Leckage lässt sich sehr fein einstellen, ohne die Packung stark anzuziehen.
- Geringer Wartungsaufwand, da ein Nachstellen der Stopfbuchsbrille selten notwendig wird.
- Breite Medienverträglichkeit (pH 1–13): einsetzbar mit Wasser, Abwasser, Klärschlamm, Dampf, Lösungsmitteln, Säuren und Laugen in nicht stark konzentrierter Form.
- Silikonfreie Ausführung: geeignet für Prozesse, in denen Silikoneintrag ausgeschlossen sein muss.
Einsatzgebiete
- Kreiselpumpen in der Chemischen Industrie
- Die Packung dichtet Wellendurchführungen in Kreiselpumpen, die Lösungsmittel, verdünnte Säuren und Laugen bei erhöhter Temperatur fördern. Der pH-Bereich von 1 bis 13 deckt die meisten Prozessmedien ab.
- Rührwerke und Reaktoren
- In Rührwerken und Reaktoren, wo Wellen mit mittleren Umlaufgeschwindigkeiten bis 15 m/s betrieben werden, reduziert der niedrige Reibungskoeffizient Wellenverschleiß und Wärmeentwicklung.
- Pumpen in Kläranlagen
- Bei der Förderung von Klärschlamm und Abwasser bietet die Packung gute Medienbeständigkeit und lange Standzeiten bei wechselnden Betriebsbedingungen.
- Papier- und Zellstoffindustrie
- Geeignet für Pumpen und Mischer in Papier- und Zellstoffprozessen, wo heiße, faserhaltige Suspensionen und Bleichmittel auf Dichtwerkstoffe wirken.
- Dampfanwendungen
- Durch den Temperatureinsatz bis +290 °C ist die Packung für Ventile und Absperrorgane in Dampfleitungen und -prozessen einsetzbar.
- Wasserwirtschaft und Abwassertechnik
- In Pumpen für Trink- und Abwasser sowie in Schlammpumpen von Wasseraufbereitungsanlagen wird die Packung wegen ihrer Medienbeständigkeit und einfachen Nachstellbarkeit eingesetzt.
Do's and Dont's
Do's:- Packungsringe mit versetzten Stoßstellen (je 90°) einbauen
- Eine geringe Restleckage als Wellenkühlung zulassen
- Welle und Buchse vor dem Einbau auf Beschädigungen und Verschleiß prüfen
- Packung trocken und kühl lagern, vor direkter Sonneneinstrahlung schützen
- Medienverträglichkeit vor Einsatz mit stark konzentrierten Medien prüfen
- Nicht mit stark konzentrierten Säuren, Laugen, Alkalimetallen oder Sauerstoff einsetzen
- Stopfbuchsbrille nicht zu fest anziehen: Überpressung beschädigt die Welle und verbrennt die Packung
- Packung nicht trocken betreiben (kein Betrieb ohne jegliche Leckage)
- Keine scharfen Werkzeuge verwenden, die die Garne beschädigen
- Packungsquerschnitt nicht zwingen oder aufweiten
Montage
- Stopfbuchsraum vollständig reinigen und auf Beschädigungen an Welle und Buchse prüfen. Wellenverschleiß oder Riefen erhöhen die Leckage und verkürzen die Standzeit der Packung.
- Packungsquerschnitt korrekt wählen: der Querschnitt muss dem Stopfbuchsraum exakt entsprechen. Die Packung nicht aufweiten oder stauchen.
- Packungsringe mit einem Gehrungsschnitt (45°) ablängen. Die Schnittflächen müssen sauber und gerade sein.
- Ringe einzeln einlegen. Jeden Ring satt in die Nut drücken, dabei die Stoßstellen der aufeinanderfolgenden Ringe um 90° versetzen, damit keine durchgehende Leckagegasse entsteht.
- Stopfbuchsbrille gleichmäßig anziehen, bis eine minimale Leckage als Kühlung und Schmierung der Welle sichtbar ist. Die Leckage danach schrittweise auf das Betriebsminimum reduzieren, aber nicht vollständig absperren.
- Packung nicht trocken betreiben. Eine geringe kontrollierte Leckage (einige Tropfen pro Minute) ist für die Kühlung der Welle und die Lebensdauer der Packung erforderlich.
FAQ
- Welchen Unterschied macht es, ob die Stopfbuchspackung rotierend oder statisch belastet wird?
Bei rotierender Belastung (drehende Welle) ist der zulässige Druck auf 35 bar begrenzt, da Reibungswärme und Verschleiß die maßgeblichen Auslegekriterien sind. Bei statischer Anwendung (keine Wellenbewegung) kann die Packung bis 200 bar eingesetzt werden, da thermische Beanspruchung durch Reibung entfällt.
- Kann die Type 26M mit Dampf eingesetzt werden?
Ja. Das NOMEX™-Garn ist dauerhaft bis +290 °C beständig, womit die Packung für Sattdampf und Heißdampf in diesem Temperaturbereich geeignet ist. Der pH-Bereich von 1 bis 13 schließt auch Kondensatanwendungen ein.
- Warum darf die Stopfbuchspackung nicht vollständig leckagefrei angezogen werden?
Eine geringe kontrollierte Leckage (wenige Tropfen pro Minute) kühlt die Welle und schmiert die Packungsringe. Ohne diese Kühlung überhitzt die Packung, die Welle läuft warm und beide Bauteile werden vorzeitig beschädigt. Das Ziel ist die minimale Leckage, nicht null Leckage.
- Für welche Medien ist die Type 26M nicht geeignet?
Nicht geeignet für stark konzentrierte Säuren und Laugen (außerhalb pH 1–13), Alkalimetalle (z. B. flüssiges Natrium oder Kalium) sowie reinen Sauerstoff. Bei diesen Medien greift das NOMEX™-Garn chemisch an oder es besteht Brandgefahr.
- Wie erkenne ich den richtigen Packungsquerschnitt für meine Stopfbuchse?
Der Querschnitt ergibt sich aus dem Stopfbuchsraum: (Buchsendurchmesser minus Wellendurchmesser) dividiert durch 2. Die Packung muss stramm, aber ohne Kraftaufwand in die Nut passen. Ein zu kleiner Querschnitt dichtet nicht, ein zu großer lässt sich nicht korrekt verpres sen und beschädigt die Welle.
- Wie viele Packungsringe werden benötigt?
In der Regel vier bis sechs Ringe, abhängig von der Tiefe des Stopfbuchsraums und den Betriebsbedingungen. Bei höheren Drücken und Temperaturen empfiehlt sich die Verwendung von mehr Ringen, um den Dichtspalt gleichmäßig zu verteilen.