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Nennaußen-øD1 [mm]
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Nenninnen-ød1 [mm]
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Einbauraum L1
Artikelnummer Nennaußen-øD1 (mm) Nenninnen-ød1 (mm) Einbauraum L1 (mm)
4422001 PU-Flanschdichtung, Typ 657
SAE-J518-1.25" 44,5x36,1x2,85
44,5 36,1 2,85
Weitere Informationen nach Anmeldung
4422101 PU-Flanschdichtung, Typ 657
SAE-J518-1.5" 53,8x45,4x2,85
53,8 45,4 2,85
Weitere Informationen nach Anmeldung
4422201 PU-Flanschdichtung, Typ 657
SAE-J518-2.0" 63,4x55x2,85
63,4 55 2,85
Weitere Informationen nach Anmeldung
4432801 PU-Flanschdichtung, Typ 657
33,5x26,3x2,2
33,5 26,3 2,2
Weitere Informationen nach Anmeldung
4490901 PU-Flanschdichtung, Typ 657
SAE-J518-0.5" 25,4x17x2,85
25,4 17 2,85
Weitere Informationen nach Anmeldung
4491001 PU-Flanschdichtung, Typ 657
SAE-J518-0.75" 31,8x23,4x2,85
31,8 23,4 2,85
Weitere Informationen nach Anmeldung
4491101 PU-Flanschdichtung, Typ 657
SAE-J518-1.0" 39,7x31,3x2,85
39,7 31,3 2,85
Weitere Informationen nach Anmeldung
4491201 PU-Flanschdichtung, Typ 657
45x36,2x3,3
45 36,2 3,3
Weitere Informationen nach Anmeldung

Dokumente

Beschreibung

Die Flanschdichtung Typ 657 ist eine statische Dichtung aus Polyurethan (Polyester-PU), die speziell für SAE-Flansche nach SAE J518 entwickelt wurde, wo wenig Einbauraum vorhanden ist. Die charakteristische Lippengeometrie der Dichtung vergrößert die aktive Dichtlänge gegenüber einem einfachen O-Ring und verhindert die Pumpwirkung bei raschem Druckwechsel sowie bei Druckpulsationen. Das Ergebnis ist ein stabiler, leckagefreier Flanschsitz auch unter wechselnden Betriebsbedingungen.

Im Standardwerkstoff Polyurethan deckt Typ 657 einen Betriebstemperaturbereich von -30°C bis +100°C ab und ist für Mineralöl bis 600 bar Betriebsdruck ausgelegt. Der maximal zulässige Betriebsdruck hängt vom vorhandenen Dichtspalt ab. Für anspruchsvollere Temperaturbedingungen von -45°C bis +110°C steht dieselbe Geometrie aus dem hochverschleißfesten und hydrolysebeständigen Werkstoff Hythane 181 (Polyether-PU) auf Anfrage zur Verfügung.

Die Dichtung wird spritzgegossen gefertigt und ist ab Lager lieferbar. Verfügbare Flansch-Nenngrößen reichen von 1/2" bis 2" nach SAE J518 sowie metrische Sondergrößen. Die Dichtflächen im Bereich des Maßes S erfordern eine Oberflächenrauheit von Ra 0,8 µm / Rt 6,3 µm; die Flanschfläche Ra 3 / Rt 20-30 µm. Der maximale Radius r1 beträgt 0,8 mm.

Merkmale

  • Werkstoff (Standard)Polyurethan AU (Polyester-PU)
  • Werkstoff (Sonderausführung)Hythane 181 EU (Polyether-PU), hydrolysebeständig
  • Temperaturbereich (Polyurethan AU)-30°C bis +100°C
  • Temperaturbereich (Hythane 181)-45°C bis +110°C
  • Maximaler Betriebsdruckbis 600 bar (abhängig vom Dichtspalt)
  • EinsatzmediumMineralöl (ISO 6743-4 HL/HM/HV)
  • DichtungstypStatische Flanschdichtung mit Dichtlippen
  • FlanschnormSAE J518
  • Flangengröße (zöllig)1/2", 3/4", 1", 1 1/4", 1 1/2", 2"
  • Oberflächenrauheit Dichtfläche (Maß S)Ra 0,8 µm / Rt 6,3 µm
  • Oberflächenrauheit FlanschflächeRa 3 µm / Rt 20-30 µm
  • Maximaler Radius r10,8 mm
  • FertigungSpritzguss (Lagerware)

Vorteile

  • Die Lippengeometrie verhindert die Pumpwirkung bei raschem Druckwechsel und Pulsation, sodass kein Ausschwitzen von Hydrauliköl an der Flanschverbindung auftritt.
  • Die aktive Dichtlänge ist durch die Dichtlippen größer als bei einem O-Ring gleicher Einbaugröße, was die Leckagesicherheit erhöht.
  • Polyurethan AU erreicht eine ausgezeichnete Extrusionsfestigkeit, die Deformation in den Dichtspalt zuverlässig verhindert.
  • Als Sonderausführung in Hythane 181 (Polyether-PU) ist die Dichtung hydrolysebeständig und für extreme Temperaturen von -45°C bis +110°C geeignet.
  • Die Dichtung ist als spritzgegossene Lagerware kurzfristig verfügbar und ersetzt O-Ringe in SAE-Flanschen ohne Änderung der Flanschgeometrie.

Einsatzgebiete

SAE-Flanschverbindungen in Hydraulikaggregaten
Typ 657 dichtet SAE-Flansche nach SAE J518 an Hydraulikpumpen, Ventilblöcken und Verteilerplatten ab, wo O-Ringe bei Druckpulsation zu Leckage neigen.
Hochdruck-Hydraulikpressen
Pressen mit Betriebsdrücken bis 600 bar und häufigen Druckwechseln profitieren von der Extrusionsfestigkeit und Pulsationsdämpfung der Lippengeometrie.
Mobile Hydraulik in Baumaschinen
Flanschverbindungen an Hydraulikzylindern und Steuerventilen in Baggern und Radladern, die starken Druckpulsationen und Vibrationen ausgesetzt sind.
Werkzeugmaschinenhydraulik
Spannsysteme und Vorschubhydraulik mit engem Einbauraum in Bearbeitungszentren, wo SAE-Flansche platzsparend gegenüber Rohrverschraubungen eingesetzt werden.
Stationäre Industriehydraulik
Hydrauliksteuerblöcke in Pressen, Spritzgießmaschinen und Walzwerken, die bei -30°C bis +100°C mit Mineralöl betrieben werden.
Tief- und Tiefsttemperaturanwendungen (Hythane 181)
Für Außeneinsätze bei Temperaturen bis -45°C, z. B. Forsttechnik oder Kälteanlagen, ist die Ausführung in Hythane 181 geeignet.

Do's and Dont's

Do's:
  • Dichtung bis zur Montage in der Originalverpackung kühl, trocken und lichtgeschützt lagern.
  • Ausschließlich Mineralöl nach ISO 6743-4 (HL/HM/HV) als Betriebsmedium verwenden.
  • Oberflächenrauheit der Dichtflächen (Ra 0,8 µm / Rt 6,3 µm) vor der Montage prüfen oder messen.
  • Für Temperaturen unter -30°C oder über +100°C die Ausführung in Hythane 181 anfordern.
Don'ts:
  • Typ 657 nicht mit schwerentflammbaren Flüssigkeiten auf Phosphorsäureester-Basis (HFDR) einsetzen, da Polyurethan AU darin nicht beständig ist.
  • Keine scharfen oder metallischen Montagewerkzeuge verwenden, die die Dichtlippen einschneiden können.
  • Flanschverbindung nicht einseitig anziehen, da sonst ungleichmäßige Dichtlippenauflage und Leckage entstehen.
  • Dichtung nicht außerhalb des zulässigen Druckbereichs betreiben; der maximale Betriebsdruck von 600 bar gilt nur bei ausreichend engem Dichtspalt.

Montage

  1. Flanschnut und Gegenfläche vor der Montage auf Schmutz, Metallspäne und Beschädigungen prüfen. Die Dichtflächen im Bereich Maß S müssen Ra 0,8 µm / Rt 6,3 µm aufweisen; die Flanschfläche Ra 3 / Rt 20-30 µm.
  2. Alle Kanten und Einführradien auf Gratfreiheit prüfen. Der maximale Einführradius r1 beträgt 0,8 mm; größere Radien können die Dichtlippen beschädigen.
  3. Dichtung leicht mit einem mineralölverträglichen Montagefett (z. B. HZ103) einölen, damit sie gleichmäßig in die Nut gleitet, ohne dabei verdreht oder überdehnt zu werden.
  4. Flanschverbindung gleichmäßig und über Kreuz anziehen, um einseitigen Dichtungsdruck zu vermeiden.
  5. Hydrauliksystem nach der Montage gründlich entlüften, bevor der Betriebsdruck aufgebaut wird.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Typ 657 und einem Standard-O-Ring in SAE-Flanschen?

Typ 657 hat Dichtlippen, die die aktive Dichtlänge gegenüber einem O-Ring vergrößern. Die Lippengeometrie verhindert außerdem die Pumpwirkung bei raschen Druckwechseln und Pulsationen, die bei O-Ringen zum Ausschwitzen von Öl führen kann. Typ 657 bietet dadurch höhere Leckagesicherheit unter dynamischen Betriebsbedingungen.

Bis zu welchem Druck ist Typ 657 einsetzbar?

Der maximale Betriebsdruck beträgt 600 bar. Dieser Wert gilt bei ausreichend engem Dichtspalt in der SAE-Flanschverbindung. Bei größerem Dichtspalt sinkt der zulässige Druck, da die Extrusionsfestigkeit des Polyurethans überschritten werden kann.

Welchen Werkstoff soll ich für Temperaturen unter -30°C wählen?

Für Temperaturen unter -30°C ist die Sonderausführung in Hythane 181 (Polyether-PU) geeignet, die einen Bereich von -45°C bis +110°C abdeckt. Hythane 181 ist zudem hydrolysebeständig und hochverschleißfest. Diese Ausführung ist auf Anfrage in denselben Größen erhältlich.

Welche Oberflächenrauheit muss die SAE-Flanschnut aufweisen?

Die Dichtflächen im Bereich des Maßes S müssen Ra 0,8 µm / Rt 6,3 µm aufweisen. Für die allgemeine Flanschfläche gilt Ra 3 µm / Rt 20-30 µm. Rauere Oberflächen führen zu erhöhtem Verschleiß der Dichtlippen und können Leckage verursachen.

Ist Typ 657 für schwerentflammbare Hydraulikflüssigkeiten geeignet?

Nein, Polyurethan AU ist für Phosphorsäureester-basierte Flüssigkeiten (HFDR) nicht beständig. Bei Wasseremulsionen (HFA/HFB) ist Polyurethan AU nur begrenzt einsetzbar und sollte mit dem Hersteller abgestimmt werden. Typ 657 ist primär für Mineralöl nach ISO 6743-4 ausgelegt.

Kann ich Typ 657 direkt gegen einen O-Ring austauschen, ohne die Flanschgeometrie zu ändern?

Typ 657 ist für SAE-Flanschnuten nach SAE J518 konstruiert. Vor dem Austausch müssen die Nutabmessungen (D1, d1, L1, L2, S) mit den Vorgaben im Datenblatt abgeglichen werden. Die Nuttiefe und der Nutdurchmesser unterscheiden sich von Standard-O-Ring-Nuten, daher ist eine direkte Substituierbarkeit ohne Prüfung nicht gegeben.