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Druckstufe PN
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Artikelnummer Druckstufe PN (Bar) Nennweite DN Material Innendurchmesser (mm) Außendurchmesser (mm)
00510022020-R-TC2000 Flachdichtring aus Topchem2000
51x22x2 mm, DN15/PN10-40
nach DIN EN1514-1
40 15 Klinger Topchem 2000 22 51
Weitere Informationen nach Anmeldung
00610027020-R-TC2000 Flachdichtring aus Topchem2000
61x27x2 mm, DN20/PN10-40
nach DIN EN1514-1
40 20 Klinger Topchem 2000 27 61
Weitere Informationen nach Anmeldung
00710034020-R-TC2000 Flachdichtring aus Topchem2000
71x34x2 mm, DN25/PN10-40
nach DIN EN1514-1
40 25 Klinger Topchem 2000 34 71
Weitere Informationen nach Anmeldung
00820043020-R-TC2000 Flachdichtring aus Topchem2000
82x43x2 mm, DN32/PN10-40
nach DIN EN1514-1
40 32 Klinger Topchem 2000 43 82
Weitere Informationen nach Anmeldung
00920049020-R-TC2000 Flachdichtring aus Topchem2000
92x49x2 mm, DN40/PN10-40
nach DIN 2690 / EN1514-1
40 40 Klinger Topchem 2000 49 92
Weitere Informationen nach Anmeldung
01070061020-R-TC2000 Flachdichtring aus Topchem2000
107x61x2 mm, DN50/PN10-40
nach DIN EN1514-1
40 50 Klinger Topchem 2000 61 107
Weitere Informationen nach Anmeldung
01270077020-R-TC2000 Flachdichtring aus Topchem2000
127x77x2 mm, DN65/PN10-40
nach DIN 2690 / EN1514-1
40 65 Klinger Topchem 2000 77 127
Weitere Informationen nach Anmeldung
01420089020-R-TC2000 Flachdichtring aus Topchem2000
142x89x2 mm, DN80/PN10-40
nach DIN EN1514-1
40 80 Klinger Topchem 2000 89 142
Weitere Informationen nach Anmeldung
01620115020-R-TC2000 Flachdichtring aus Topchem2000
162x115x2 mm, DN100/PN10-16
nach DIN 2690 / EN1514-1
16 100 Klinger Topchem 2000 115 162
Weitere Informationen nach Anmeldung
01680115020-R-TC2000 Flachdichtring aus Topchem2000
168x115x2 mm, DN100/PN25-40
nach DIN 2690 / EN1514-1
40 100 Klinger Topchem 2000 115 168
Weitere Informationen nach Anmeldung
01920141020-R-TC2000 Flachdichtring aus Topchem2000
192x141x2 mm, DN125/PN10-16
nach DIN 2690 / EN1514-1
16 125 Klinger Topchem 2000 141 192
Weitere Informationen nach Anmeldung
02180169020-R-TC2000 Flachdichtring aus Topchem2000
218x169x2 mm, DN150/PN10-16
nach DIN 2690 / EN1514-1
16 150 Klinger Topchem 2000 169 218
Weitere Informationen nach Anmeldung

Beschreibung

KLINGER top-chem 2000 besteht aus virginalem PTFE, das mit Siliziumcarbid (SiC) gefüllt ist. Diese Kombination reduziert den Kaltfluss gegenüber ungefülltem PTFE erheblich und erhöht die mechanische Standfestigkeit. Bei 50 MPa und 260 °C beträgt die Dickenabnahme lediglich 11 %, was den zuverlässigen Einsatz in thermisch beanspruchten Flanschverbindungen ermöglicht.

Die Dichtung ist das weltweit einzige PTFE-basierte Material mit Fire-Safe Zertifikat nach DIN EN ISO 10497. Zusätzlich liegen Zulassungen nach DIN-DVGW, DIN-DVGW W 270, KTW-Leitlinie, WRAS, TA-Luft, FDA, EU-Verordnung Nr. 1935/2004 und DNV GL vor. Diese Zertifikatsbreite erlaubt den Einsatz in regulierten Branchen wie Trinkwasser, Lebensmittel, Pharma und Marine ohne weitere Nachqualifizierung.

Die chemische Beständigkeit umfasst Paraffinkohlenwasserstoffe, Kraftstoffe, Aromaten, chlorierte Kohlenwasserstoffe, Motorenöle, Schmierstoffe, Alkohole, Ketone, Ester, Wasser sowie verdünnte Säuren und Basen (alle mit Bewertung A nach KLINGER-Beständigkeitstabelle). Die Leckrate beträgt 0,08 mg/(s×m) nach DIN 28090-2 und liegt damit unterhalb der TA-Luft-Grenzwerte.

Die Platten sind in den Dicken 1,0 / 1,5 / 2,0 / 3,0 mm und im Format 1500×1500 mm lieferbar. Dickentoleranz nach DIN 28091-1. Aus den Platten werden Dichtungen in nahezu beliebigen Geometrien zugeschnitten, einschließlich Übergrößen durch segmentiertes Schweißen.

Merkmale

  • WerkstoffPTFE gefüllt mit SiC (Siliziumcarbid)
  • FarbeGrau
  • Dichte2,5 g/cm³
  • Kompressibilität4 % (ASTM F 36 M, Dicke 2,0 mm)
  • Rückfederung50 % (ASTM F 36 M, Dicke 2,0 mm)
  • Druckstandfestigkeit28 MPa bei 30 MPa / 150 °C; 36 MPa bei 50 MPa / 260 °C (DIN 52913)
  • Dichtheit0,08 mg/(s×m) nach DIN 28090-2
  • Spezifische Leckrate4,46×10⁻⁶ mbar×l/(s×m) nach VDI 2440
  • ASME-Dichtungsfaktor y (2,0 mm)15 MPa
  • ASME-Dichtungsfaktor m (2,0 mm)3,2
  • Wärmeleitfähigkeit0,60 W/(m·K)
  • Temperaturbereichentsprechend P-T-Diagramm; max. 260 °C (Betriebsbereich abhängig von Flächenpressung)
  • Plattenformat1500 × 1500 mm
  • Verfügbare Dicken1,0 / 1,5 / 2,0 / 3,0 mm; Dickentoleranz nach DIN 28091-1
  • Norm / ToleranzDIN 28091-1 (Dicke); Länge und Breite ± 50 mm
  • ZertifikateDIN-DVGW, DIN-DVGW W 270, KTW-Leitlinie, WRAS, Sauerstoff-geprüft, TA-Luft, Fire-Safe gem. DIN EN ISO 10497, FDA konform (PTFE), EU Nr. 1935/2004, DNV GL

Vorteile

  • Einzige PTFE-Dichtung weltweit mit Fire-Safe Zertifikat nach DIN EN ISO 10497: einsetzbar in brandschutzrelevanten Flanschverbindungen ohne zusätzliche Brandschutzmaßnahmen.
  • Geringer Kaltfluss durch SiC-Füllung: Die Dickenabnahme bei 50 MPa und 260 °C beträgt nur 11 %, was die Restschraubenkraft und die Langzeit-Dichtwirkung erhöht.
  • Beständig gegen nahezu alle chemischen Medien, einschließlich starker Säuren (H₂SO₄ 100 %, HNO₃ 100 %), konzentrierter Laugen (NaOH 33 %) und Dampf: keine Medienwechselproblematik bei komplexen Prozessflüssigkeiten.
  • Breites Zertifikatsportfolio (DIN-DVGW, FDA, EU 1935/2004, TA-Luft, WRAS, DNV GL): erlaubt den Einsatz in regulierten Branchen wie Trinkwasser, Lebensmittel, Pharma und Marine ohne zusätzliche Qualifizierung.
  • Leckrate von 0,08 mg/(s×m) nach DIN 28090-2: erfüllt die Anforderungen der TA-Luft und VDI 2440 für emissionsarme Flanschverbindungen.
  • Kein Altern des PTFE-Werkstoffs: die chemische Struktur bleibt über die gesamte Einsatzdauer stabil, Standzeiten werden nicht durch Materialabbau begrenzt.

Einsatzgebiete

Chemieanlagen – Rohrleitungsflansche
Flanschverbindungen in Rohrleitungssystemen der chemischen Industrie, wo starke Säuren (z. B. Schwefelsäure, Salpetersäure) oder konzentrierte Laugen gefördert werden. Die PTFE-Basis sichert die Medienbeständigkeit, der SiC-Füllstoff verhindert Kaltfluss unter Betriebsdruck.
Petrochemische Anlagen – Prozessarmaturen
Ventile, Schieber und Flansche in petrochemischen Prozessen mit Kohlenwasserstoffen, Aromaten und chlorierten Lösungsmitteln. Das Fire-Safe Zertifikat nach DIN EN ISO 10497 erfüllt die Anforderungen sicherheitskritischer Flanschverbindungen in Ex-Bereichen.
Dampfführende Systeme – Wärmetauscher und Absperrorgane
Flanschdichtungen an Dampf- und Kondensatleitungen sowie Wärmetauschern, wo gleichzeitig hohe Temperaturen und mechanische Flanschpressungen auftreten. Die Druckstandfestigkeit von 36 MPa bei 260 °C gewährleistet dauerhaft sichere Dichtverbindungen.
Schiffbau und maritime Technik – Chemikalienförderleitungen
Rohrleitungen an Bord von Tankschiffen und in maritimen Anlagen für den Transport von Chemikalien. Die DNV GL-Zulassung erfüllt die Anforderungen der Schiffsklassifikation.
Lebensmittel- und Getränkeindustrie – CIP-Anlagen und Abfülllinien
Flanschdichtungen in Rohrleitungen und Ventilen, die mit Reinigungsmedien (Laugen, Säuren) sowie Lebensmitteln in Kontakt kommen. FDA-Konformität und EU-Verordnung Nr. 1935/2004 ermöglichen den direkten Lebensmittelkontakt.
Pharmaindustrie – Reaktorbehälter und Prozessleitungen
Abdichtung von Flanschverbindungen in Reaktoren, Behältern und Transferleitungen. Die KTW-Leitlinie und FDA-Zulassung erlauben den Einsatz in regulierten Prozessen mit strengen Reinheitsanforderungen.
Trinkwasser- und Gasversorgung – Armaturen und Absperrschieber
Flanschdichtungen in der Wasser- und Gasverteilung. DIN-DVGW, DIN-DVGW W 270 und WRAS-Zulassung decken die normativen Anforderungen für Trinkwasser und Gas ab.
Papier- und Zellstoffindustrie – Kocher und Leitungssysteme
Aggressive Prozessmedien (Laugen, chlorhaltige Bleichmittel) und Dampf in Kochern, Wärmetauschern und Rohrleitungen. Die breite chemische Beständigkeit und die Dampfbeständigkeit verhindern Dichtungsversagen bei wechselnden Medien.

Do's and Dont's

Do's:
  • Dichtflächen vor dem Einbau auf Rauheit und Beschädigungen prüfen; empfohlene Dichtflächenrauheit nach DIN 2690 einhalten.
  • Schrauben in mehreren Stufen gleichmäßig über Kreuz anziehen.
  • Vor Inbetriebnahme im kalten Zustand nachziehen.
  • Lagerung kühl, trocken, lichtgeschützt und fern von Wärmequellen; Lagerzeit bei kritischen Gasen auf ein Jahr begrenzen.
  • Chemische Beständigkeit für jeden neuen Einsatzfall über die KLINGER-Beständigkeitstabelle unter www.klinger.co.at überprüfen.
  • P-T-Diagramm für die konkrete Betriebstemperatur und -druckkombination konsultieren; bei Betriebspunkten in Entscheidungsfeld 2 oder 3 anwendungstechnische Überprüfung durchführen.

Don'ts:
  • Keine Montagepaste, Fette oder Trennmittel auf die Dichtung oder die Dichtflächen auftragen.
  • Beschädigte oder bereits eingebaute Dichtungen nicht wiederverwenden.
  • Maximal zulässige Flächenpressung laut P-T-Diagramm nicht überschreiten, insbesondere bei erhöhten Temperaturen.
  • Kein Nachziehen im warmen oder heißen Zustand.
  • Nicht für geschmolzene Alkalimetalle oder elementares Fluor einsetzen.

Montage

  1. Dichtflächen auf Sauberkeit, Kratzer und Korrosion prüfen. Fett- und Öl-Rückstände vollständig entfernen.
  2. Dichtung trocken und ohne Hilfsmittel (keine Fette, Trennmittel oder Dichtmassen) einlegen. PTFE-Dichtungen benötigen und vertragen keine Montagepaste.
  3. Dichtung zentrisch auf den Flansch auflegen, sodass alle Bolzenlöcher gleichmäßig abgedeckt sind.
  4. Schrauben in mindestens drei Anzugsstufen über Kreuz gleichmäßig anziehen, bis die Zieldrehmomente erreicht sind. Mindestflächenpressung und maximal zulässige Flächenpressung gemäß P-T-Diagramm einhalten.
  5. Vor der ersten Inbetriebnahme Schrauben im kalten Zustand auf 100 % des Nenndrehmoments nachziehen, da PTFE-Dichtungen sich initial setzen.
  6. Nachziehen nach Temperatureinwirkung nur im kalten Zustand und mit größter Vorsicht in mehreren Stufen, um Überpressung zu vermeiden.

Hinweis: Das ASME-Dichtungsverhalten basiert auf Eingangspressungen gemäß Dichtungsdiagramm. Bei emaillierten oder spannungsempfindlichen Flanschen die maximale Flächenpressung aus dem P-T-Diagramm für die jeweilige Dicke einhalten.

FAQ

Warum ist KLINGER top-chem 2000 die einzige PTFE-Dichtung mit Fire-Safe Zertifikat?

Das Fire-Safe Zertifikat nach DIN EN ISO 10497 belegt, dass die Dichtung im Brandfall eine definierte Restdichtwirkung beibehält und die Flammenausbreitung nicht fördert. Reines PTFE verfehlt diese Anforderung, da es bei Feuereinwirkung seinen Formzusammenhalt verliert. Die SiC-Füllung in top-chem 2000 stabilisiert die PTFE-Matrix unter thermischer Extrembelastung und ermöglicht als einziges PTFE-Material das Bestehen des Prüfverfahrens.

Welchen Unterschied macht die SiC-Füllung gegenüber ungefülltem PTFE?

Ungefülltes PTFE neigt unter Flächenpressung und Temperatur zu Kaltfluss, was die Restschraubenkraft reduziert und zur Leckage führt. Die Siliziumcarbid-Füllung erhöht die Druckstandfestigkeit auf 36 MPa bei 260 °C und begrenzt die Dickenabnahme auf 11 % bei diesen Bedingungen. Damit bleibt die Dichtverbindung auch nach längerer Betriebsdauer unter wechselnden Temperatur-Druck-Bedingungen dicht.

Wie wähle ich die richtige Dichtungsdicke für meine Flanschverbindung?

Die Dicke beeinflusst die erreichbare Dichtheitsklasse und die maximal zulässige Flächenpressung. Für Standard-Stahlflanschen (PN 16 bis PN 40) mit ebener Dichtfläche ist 2,0 mm die häufigste Wahl. Bei raueren Dichtflächen oder niedrigerer Schraubenkraft kann 3,0 mm die Mindestflächenpressung leichter erreichen. Die Auswahl erfolgt anhand des P-T-Diagramms im KLINGER-Datenblatt unter Berücksichtigung von Betriebsdruck, -temperatur und der verfügbaren Anzugskraft.

Kann ich top-chem 2000 für Sauerstoffanwendungen einsetzen?

Ja. Die Dichtung ist als sauerstoffgeprüft zertifiziert. PTFE selbst ist nicht brennbar und reagiert unter normalen Betriebsbedingungen nicht mit Sauerstoff. Für Sauerstoffanwendungen ist die Dichtfläche vor dem Einbau absolut fett- und ölfrei zu halten, da Verunreinigungen in Sauerstoffatmosphäre brandgefährlich sind.

Darf ich top-chem 2000 in Lebensmittel- und Pharmaanwendungen verwenden?

Ja. Das Material ist FDA-konform und entspricht der EU-Verordnung Nr. 1935/2004 inklusive 10/2011 für Materialien in Lebensmittelkontakt. Die KTW-Leitlinie erlaubt zusätzlich den Einsatz im Trinkwasserbereich. In Pharmaanwendungen sind projektspezifische Extraktions- und Reinheitsnachweise gemäß den jeweiligen Zulassungsanforderungen zu erbringen.

Wie ist top-chem 2000 bei hohen Flächenpressungen und gleichzeitig hohen Temperaturen einzusetzen?

Das P-T-Diagramm im KLINGER-Datenblatt zeigt drei Entscheidungsfelder: In Feld 1 ist keine zusätzliche Überprüfung erforderlich. In Feld 2 empfiehlt KLINGER eine anwendungstechnische Überprüfung. In Feld 3 ist eine solche Überprüfung grundsätzlich erforderlich. Die maximal zulässige Flächenpressung sinkt mit steigender Temperatur; das Diagramm gilt jeweils für die gewählte Dichtungsdicke.

Welche Dichtflächen-Rauheit ist für top-chem 2000 erforderlich?

Da PTFE-Dichtungen keine ausgeprägte Fließfähigkeit wie Weichstoffmaterialien haben, ist eine gleichmäßige Dichtflächenrauheit wichtig. Für Standard-Flanschdichtungen nach DIN 2690 gelten die dort normierten Rauheitswerte. Tiefe Kratzer oder Korrosionsnarben auf der Dichtfläche sollten vor dem Einbau beseitigt werden, da top-chem 2000 mit einer Kompressibilität von nur 4 % grobe Unebenheiten nicht vollständig ausgleicht.