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Nennweite DN
Material
Artikelnummer Nennweite DN Material Ausführung
0120045-01M Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 10 (DIN 11851) NBR-blau
10 NBR, blau Standard
Weitere Informationen nach Anmeldung
0120045-04M Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 10 (DIN 11851) EPDM-schwarz
10 EPDM, schwarz Standard
Weitere Informationen nach Anmeldung
0120045-05M Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 10 (DIN 11851) FPM-grün
10 FKM, grün Standard
Weitere Informationen nach Anmeldung
0120045-06M Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 10 (DIN 11851) Silikon
10 Silikon, transluzent Standard
Weitere Informationen nach Anmeldung
0120045-08M Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 10 (DIN 11851) PTFE
10 PTFE, weiß Standard
Weitere Informationen nach Anmeldung
0180045-01M Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 15 (DIN 11851) NBR-blau
15 NBR, blau Standard
Weitere Informationen nach Anmeldung
0180045-04M Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 15 (DIN 11851) EPDM-schwarz
15 EPDM, schwarz Standard
Weitere Informationen nach Anmeldung
0180045-05M Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 15 (DIN 11851) FPM-grün
15 FKM, grün Standard
Weitere Informationen nach Anmeldung
0180045-06M Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 15 (DIN 11851) Silikon
15 Silikon, transluzent Standard
Weitere Informationen nach Anmeldung
0180045-08M Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 15 (DIN 11851) PTFE
15 PTFE, weiß Standard
Weitere Informationen nach Anmeldung
0230045-01M Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 20 (DIN 11851) NBR-blau
20 NBR, blau Standard
Weitere Informationen nach Anmeldung
0230045-04M Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 20 (DIN 11851) EPDM-schwarz
20 EPDM, schwarz Standard
Weitere Informationen nach Anmeldung

Beschreibung

Milchrohrverschraubungsringe in Standardausführung nach DIN 11851 sind flache Dichtelemente ohne Erhöhungen oder Verstärkungen. Sie sind für lösbare Rohrverbindungen ausgelegt, die regelmäßig geöffnet und geschlossen werden, und eignen sich für CIP/SIP-Reinigungsanlagen sowie alle gängigen Prozessleitungen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie.

Die Werkstoffe NBR, HNBR, EPDM, FKM (Viton®), MVQ (Silikon), PTFE virginal und PTFE ummantelt entsprechen den Empfehlungen des BfR XXI bzw. XV Kategorie 4, den Anforderungen der FDA CFR 21 §177.2600 bzw. §177.1550 sowie der EU-Lebensmittelkontaktverordnung EU 1935/2004 und EG VO 10/2011. Maßtoleranzen sind nach ISO 3302 Teil 1 Klasse M 2 festgelegt.

Alle Werkstoffe dieser Artikelgruppe sind frei von Produkten tierischen Ursprungs (ADI-free, inkl. TSE/BSE), frei von Bisphenolen der Typen A und B sowie frei von Phthalaten. Die Konformität nach EU 2023/2006 (GMP), EU 2011/65/EU (RoHS) und EU 1907/2006 (REACH) ist für alle Varianten belegt.

Merkmale

  • NormDIN 11851
  • MaßtoleranzISO 3302 Teil 1 Klasse M 2
  • Verfügbare WerkstoffeNBR, HNBR, EPDM, FKM (Viton®), MVQ (Silikon), PTFE virginal, PTFE ummantelt
  • LebensmittelkonformitätEU 1935/2004, EG VO 10/2011, FDA CFR 21 §177.2600 / §177.1550, BfR XXI / XV Kat. 4
  • Weitere KonformitätenEU 2023/2006 (GMP), EU 2011/65/EU (RoHS), EU 1907/2006 (REACH)
  • SondereigenschaftenADI-free (TSE/BSE-frei), frei von Bisphenolen A+B, frei von Phthalaten
  • BauformFlach, ohne Erhöhungen oder Verstärkungen

Vorteile

  • Konform nach EU 1935/2004 und EG VO 10/2011 für direkten Lebensmittelkontakt zugelassen.
  • FDA CFR 21 §177.2600 / §177.1550 erfüllt, damit für den Export in den US-Markt geeignet.
  • Flache Geometrie ohne Erhöhungen ermöglicht schnelles Öffnen und Schließen der Verbindung ohne Werkzeug.
  • Sieben Werkstoffvarianten verfügbar, darunter PTFE virginal für aggressive Medien und FKM für erhöhte Temperaturen und chemisch beanspruchte Prozesse.
  • Frei von Bisphenolen A und B, Phthalaten und Substanzen tierischen Ursprungs, was die Einhaltung von HACCP-Anforderungen erleichtert.

Einsatzgebiete

Milchverarbeitung und Molkerei
Standarddichtringe nach DIN 11851 werden an Rohrleitungen für Rohmilch, Pastmilch und Molke eingesetzt, wo regelmäßige Demontage zur Reinigung gefordert ist.
CIP/SIP-Reinigungsanlagen
Die Werkstoffe EPDM und PTFE sind beständig gegen alkalische und saure CIP-Medien sowie Heißdampf bei SIP-Prozessen in hygienischen Anlagen.
Getränke- und Abfüllindustrie
Einsatz an Leitungsverbindungen für Fruchtsäfte, Softdrinks und Bier, wo Lebensmittelkonformität nach EU 1935/2004 Voraussetzung ist.
Pharmazeutische Produktion
FKM- und PTFE-Varianten werden in pharmazeutischen Prozessleitungen verwendet, wo chemische Beständigkeit und Reinigbarkeit gemäß GMP (EU 2023/2006) gefordert sind.
Chemische Lebensmittelzusatzstoffproduktion
PTFE virginal wird dort eingesetzt, wo aggressive organische Medien oder Lösemittel in lebensmittelnahen Produktionslinien geführt werden.
Kosmetik- und Körperpflegeindustrie
NBR- und EPDM-Varianten dichten Rohrleitungen für Emulsionen, Lotionen und wässrige Produkte ab, bei denen ADI-Freiheit und Bisphenolfreiheit nachweisbar sein muss.

Do's and Dont's

Do's:
  • Werkstoff entsprechend dem Prozessmedium und der Betriebstemperatur auswählen (z. B. EPDM für Heißwasser und Dampf, FKM für lösemittelhaltige Medien).
  • Dichtring kühl, trocken und UV-geschützt lagern, um vorzeitige Alterung zu vermeiden.
  • Konformitätserklärung für lebensmittelrechtliche Dokumentation archivieren.
  • Bei CIP/SIP-Reinigung Verträglichkeit des Werkstoffs mit Lauge, Säure und Desinfektionsmittel prüfen.
Don'ts:
  • Beschädigte oder dauerhaft verformte Dichtringe nicht weiterverbenden, auch wenn keine sichtbare Undichtheit auftritt.
  • Verschiedene Elastomervarianten nicht mischen, wenn einheitliche Beständigkeit über ein Leitungssystem erforderlich ist.
  • NBR nicht in Verbindung mit Dampf, heißem Wasser über 100 °C oder EPDM-inkompatiblen Reinigungsmitteln einsetzen.
  • Keine scharfen Montagewerkzeuge verwenden, die die Dichtfläche des Rings beschädigen könnten.

Montage

  1. Dichtring und Dichtflächen der Verschraubung vor der Montage auf Beschädigungen und Verunreinigungen prüfen.
  2. Dichtring plan und ohne Verdrehung in den vorgesehenen Sitz einlegen.
  3. Überwurfmutter von Hand anziehen, bis der Dichtring gleichmäßig an beiden Dichtflächen anliegt, dann mit geeignetem Hakenschlüssel nach DIN 11851 nachziehen.
  4. Nach dem ersten Betrieb unter Prozessbedingungen Sitz der Überwurfmutter kontrollieren und bei Bedarf nachziehen.
  5. Für CIP/SIP-Anwendungen sicherstellen, dass der gewählte Werkstoff mit den verwendeten Reinigungs- und Sterilisationsmedien verträglich ist.

FAQ

Welchen Werkstoff soll ich für Heißdampf-CIP bei 130 °C wählen?

Für Heißdampf-Reinigung (SIP) bis 130 °C ist EPDM die geeignete Wahl. EPDM ist beständig gegen Heißwasser und Dampf und erfüllt die FDA CFR 21-Anforderungen. NBR und FKM sind für Dampfanwendungen nicht geeignet.

Sind die Dichtringe für den Einsatz in der EU und in den USA lebensmittelrechtlich zugelassen?

Ja. Alle Werkstoffe dieser Artikelgruppe entsprechen der EU-Verordnung EU 1935/2004 sowie EG VO 10/2011 für den europäischen Markt und der FDA CFR 21 §177.2600 bzw. §177.1550 für den US-Markt. Die Konformitätserklärung von HENNLICH dokumentiert dies für alle Varianten.

Was bedeutet ADI-free und warum ist das für Lebensmittelanwendungen relevant?

ADI-free (Acceptable Daily Intake free) bedeutet, dass der Werkstoff keine Substanzen enthält, die aus tierischen Quellen stammen, und damit auch frei von TSE/BSE-Risiken ist. Das ist in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie eine Zulassungsvoraussetzung für direkten Produktkontakt.

Kann ich PTFE-Dichtringe für aggressive Reinigungsmittel und Lösemittel verwenden?

PTFE virginal hat universelle chemische Beständigkeit und eignet sich für stark saure, alkalische und lösemittelhaltige Medien, bei denen Elastomere versagen würden. PTFE ummantelt kombiniert die chemische Beständigkeit des PTFE-Mantels mit einem elastischen Kern für bessere Abdichtung bei leichtem Anpressdruck.

Wie unterscheidet sich die Standardausführung von anderen Milchrohrverschraubungsringen?

Die Standardausführung ist flach ohne Erhöhungen oder Verstärkungen. Sie eignet sich für häufig demontierte Verbindungen mit gleichmäßigen, unverformten Dichtflächen. Ausführungen mit Erhöhung werden eingesetzt, wenn die Dichtflächen durch Verschleiß oder Fertigungstoleranzen Ausgleich benötigen.