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Nennweite DN
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Artikelnummer Nennweite DN Druckstufe PN (Bar) Material Innendurchmesser (mm) Außendurchmesser (mm)
00610027020-R-QU Flachdichtring Klinger Quantum
61x27x2 mm, DN20/PN10-40
nach DIN EN1514-1
20 40 Klinger Quantum 27 61
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00710034020-R-QU Flachdichtring Klinger Quantum
71x34x2 mm, DN25/PN10-40
nach DIN EN1514-1
25 40 Klinger Quantum 34 71
Weitere Informationen nach Anmeldung
01420089020-R-QU Flachdichtring Klinger Quantum
142x89x2 mm, DN80/PN10-40
nach DIN EN1514-1
80 40 Klinger Quantum 89 142
Weitere Informationen nach Anmeldung
01920141020-R-QU Flachdichtring Klinger Quantum
192x141x2 mm, DN125/PN10-16
nach DIN 2690 / EN1514-1
125 16 Klinger Quantum 141 192
Weitere Informationen nach Anmeldung
02180169020-R-QU Flachdichtring Klinger Quantum
218x169x2 mm, DN150/PN10-16
nach DIN 2690 / EN1514-1
150 16 Klinger Quantum 169 218
Weitere Informationen nach Anmeldung

Dokumente

Beschreibung

KLINGER Quantum ist das erste faserverstärkte Dichtungsmaterial, das ausschließlich mit HNBR als Bindemittel hergestellt wird. Im Unterschied zu konventionellen Faserstoffdichtungen mit NBR-Bindung zeigt KLINGER Quantum nach 600 Stunden bei 200 °C eine bis zu achtfach höhere Flexibilität als Vergleichsmaterialien. Versprödung, Rissbildung und erhöhte Leckage unter Dauertemperatur werden damit deutlich reduziert.

Das Material besteht aus einem hochwertigen Faser- und Füllstoff-Compound in einer hochtemperaturbeständigen HNBR-Matrix. Eine spezielle Vulkanisationsmethode sorgt für hohe Kriechbeständigkeit und Dimensionsstabilität. Typische Dichte beträgt 1,7 g/cm³, die Dichtheit nach DIN 28090-2 liegt bei 0,02 mg/(s·m).

Die Platte ist in Dicken von 0,8 mm bis 3,0 mm und im Standardformat 2000 × 1500 mm lieferbar. Dickentoleranz nach DIN 28091-1. Serienstandard ist eine antihaftbeschichtete Oberfläche, die die Demontage erleichtert.

KLINGER Quantum ist FDA-konform und trägt die Zulassungen BAM (Sauerstoffprüfung), DIN-DVGW, TA-Luft sowie Fire-safe nach DIN EN ISO 10497. Die Klassifizierung nach BS 7531:2006 entspricht Grade AX.

Merkmale

  • Werkstoff / BindemittelFaser- und Füllstoff-Compound, HNBR-Matrix
  • FarbeWeiß
  • Dichte1,7 g/cm³
  • Plattengröße2000 × 1500 mm (auch 1000 × 1500 mm lieferbar)
  • Verfügbare Dicken0,8 mm / 1,0 mm / 1,5 mm / 2,0 mm / 3,0 mm
  • Dickentoleranznach DIN 28091-1
  • Kompressibilität (ASTM F 36 J)10 %
  • Rückfederung (ASTM F 36 J)50 %
  • Dichtheit (DIN 28090-2)0,02 mg/(s·m)
  • Spezifische Leckrate (VDI 2440)4,4 × 10⁻⁸ mbar·l/(s·m)
  • Druckstandfestigkeit (DIN 52913, 50 MPa, 16 h/175 °C)32 MPa
  • Druckstandfestigkeit (DIN 52913, 50 MPa, 16 h/300 °C)30 MPa
  • Druckstandfestigkeit (BS 7531, 40 MPa, 16 h/300 °C)29 MPa
  • Standfestigkeit nach KLINGER (50 MPa, Dickenabnahme bei 23 °C)10 %
  • Standfestigkeit nach KLINGER (50 MPa, Dickenabnahme bei 300 °C)14 %
  • Standfestigkeit nach KLINGER (50 MPa, Dickenabnahme bei 400 °C)20 %
  • Dickenquellung in Öl IRM 903 (ASTM F 146, 5 h/150 °C)3 %
  • Dickenquellung in Kraftstoff B (ASTM F 146, 5 h/23 °C)5 %
  • Klassifizierung nach BS 7531:2006Grade AX
  • Zulassungen und ZertifikateBAM, DIN-DVGW, TA-Luft, Fire-safe gem. DIN EN ISO 10497, FDA-Konformität

Vorteile

  • Nach 600 Stunden bei 200 °C bis zu achtfach flexibler als konventionelle faserverstärkte Dichtungsmaterialien mit NBR-Bindung, gemessen im 3-Punkt-Biegetest nach ISO 178.
  • HNBR-Matrix bleibt bei Dauertemperatur elastisch, wodurch Versprödung, Rissbildung und Leckageanstieg unter zyklischer thermischer Belastung deutlich reduziert werden.
  • Kriechbeständig und dimensionsstabil durch spezielle Vulkanisationsmethode, auch bei Flächenpressungen bis 200 MPa bei 23 °C (QSmax nach EN 13555).
  • Dichtheit nach DIN 28090-2 von 0,02 mg/(s·m) und spezifische Leckrate von 4,4 × 10⁻⁸ mbar·l/(s·m) nach VDI 2440, geeignet für TA-Luft-relevante Anlagen.
  • FDA-konform und BAM-geprüft (Sauerstoff), damit auch in lebensmittelverarbeitenden Betrieben und Sauerstoff führenden Leitungen einsetzbar.
  • Antihaftbeschichtung serienmäßig, erleichtert die Demontage ohne Beschädigung der Flanschflächen.

Einsatzgebiete

Dampfleitungen und Dampfarmaturen
KLINGER Quantum ist für Dampfanwendungen mit Druckstößen geeignet, da die HNBR-Matrix auch unter zyklischer thermischer Belastung flexibel bleibt und Rissbildung verhindert. Empfohlene Mindestflächenpressung im Betriebszustand beträgt ca. 30 MPa.
Chemische Industrie, Rohrleitungsflansche
Beständig gegen Öle, Schmierstoffe, Salzlösungen, Alkohole und verdünnte Säuren und Laugen. Geeignet für Flanschverbindungen in verfahrenstechnischen Anlagen, wo wechselnde Medien oder Temperaturschwankungen auftreten.
Lebensmittel- und Getränkeindustrie
FDA-Konformität erlaubt den Einsatz in lebensmittelberührenden Prozessen. Die weiße Farbe erleichtert die visuelle Kontrolle auf Verunreinigungen.
Pharmazeutische Produktion
FDA-Konformität und niedrige Leckagerate nach VDI 2440 (4,4 × 10⁻⁸ mbar·l/(s·m)) erfüllen die Anforderungen an Reinraum- und GMP-Anlagen.
Öl- und Gasanlagen, Sauerstoffleitungen
BAM-Prüfung für Sauerstoffanwendungen sowie die DIN-DVGW-Zulassung ermöglichen den Einsatz in Gas- und Kraftstoffleitungen sowie sauerstoffführenden Systemen.
Energiewirtschaft und Kraftwerke
Fire-safe-Zertifizierung nach DIN EN ISO 10497 macht das Material für den Einsatz in feuerbeständigen Flanschverbindungen in Kraftwerken und Energieanlagen geeignet.
Papier- und Zellstoffindustrie
Beständig gegen Wasser, Dampf und schwache organische Säuren, die in Kochern, Bleichstufen und Wärmetauschern dieser Branche auftreten.

Do's and Dont's

Do's:
  • Flanschflächen vor jedem Einbau auf Verschmutzung, Beschädigung und Parallelität prüfen.
  • Dichtung trocken und zentriert einbauen.
  • Schrauben mit kalibriertem Drehmomentschlüssel in mindestens drei diagonalen Stufen anziehen.
  • Medienbeständigkeit für jeden Einsatzfall individuell prüfen.
  • Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern; Platten flach oder aufrecht stehend ohne Verformungsdruck aufbewahren.
  • Bei Dampfanwendungen mit diskontinuierlichem Betrieb eine Mindestflächenpressung von ca. 30 MPa im Betriebszustand sicherstellen.
Don'ts:
  • Keine Dichtungshilfsmittel auf Lösungsmittelbasis verwenden, da diese die Standfestigkeit des Materials verringern können.
  • Dichtung nicht in feuchtem Zustand einbauen; eingesaugtes Fluid kann im Betrieb zum Versagen führen.
  • Gebrauchte Dichtungen nicht wiederverwenden.
  • Kein Nachziehen von Schrauben bei erhöhter Betriebstemperatur nach längerem Betrieb.
  • Nicht in Medien mit starkem Angriff (Ketone, Ester, chlorierte Kohlenwasserstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe) einsetzen, da die chemische Beständigkeit dort als C (starker Angriff) eingestuft ist.

Montage

  1. Flanschflächen vor dem Einbau vollständig von alten Dichtungsresten befreien. Flansche müssen sauber, unbeschädigt und parallel sein.
  2. Dichtungsdicke so dünn wie technisch sinnvoll wählen. Ein Dicken-zu-Breiten-Verhältnis von mindestens 1:5 (empfohlen 1:10) einhalten.
  3. Dichtung trocken einbauen. Dichtungshilfsmittel sind nicht empfehlenswert, da sie die Standfestigkeit des Materials beeinträchtigen können. Bei schwierigen Einbausituationen kann ein Trennmittel auf Molybdänsulfid- oder PTFE-Basis (z. B. KLINGER flon Spray) in sehr geringen Mengen verwendet werden; Lösungs- und Treibmittel müssen vollständig verdunsten.
  4. Dichtungsgröße prüfen: Die Dichtung darf nicht in die Rohrleitung hineinragen und muss zentriert sitzen.
  5. Schraubengewinde mit einer Drahtbürste reinigen. Gewinde und Mutternauflageflächen mit einer Schraubenmontagepaste schmieren, die einen Reibwert von 0,10 bis 0,14 ergibt.
  6. Schrauben mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel in mindestens drei diagonalen Stufen anziehen: zuerst per Hand, dann je 30 %, 60 % und 100 % des Zieldrehmoments. Abschließend alle Schrauben im Uhrzeigersinn nochmals mit 100 % des Drehmoments nachziehen.
  7. Nachziehen ist nur bei Raumtemperatur vor oder während der ersten Inbetriebnahme zulässig. Nachziehen bei höherer Betriebstemperatur kann zum Versagen der Dichtverbindung führen.
  8. Dichtungen aus Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht wiederverwenden.

FAQ

Warum ist KLINGER Quantum flexibler als andere faserverstärkte Dichtungen?

KLINGER Quantum verwendet ausschließlich HNBR (hydriertes Nitril-Butadien-Kautschuk) als Bindemittel, kombiniert mit einem speziell entwickelten Vulkanisationsverfahren. Konventionelle faserverstärkte Materialien werden mit NBR gebunden, das bei höheren Temperaturen schneller versprödet. Im 3-Punkt-Biegetest nach ISO 178 zeigt KLINGER Quantum nach 600 Stunden bei 200 °C eine bis zu achtfach höhere Biegdehnung als Standardmaterialien.

Bis zu welcher Temperatur ist KLINGER Quantum einsetzbar?

Das P-T-Diagramm von KLINGER erlaubt bei 2 mm Materialdicke Betriebstemperaturen bis 400 °C; ab 300 °C wird eine anwendungstechnische Überprüfung empfohlen. Die Standfestigkeit nach der KLINGER-Methode bei 50 MPa Flächenpressung beträgt bei 300 °C 14 % und bei 400 °C 20 % Dickenabnahme. Die konkreten Druckgrenzen hängen von Flanschgeometrie, Schraubenvorspannung und Medium ab.

Für welche Medien ist KLINGER Quantum nicht geeignet?

Laut KLINGER-Beständigkeitstabelle zeigt das Material einen starken Angriff (Klasse C) bei Aromaten, chlorierten Kohlenwasserstoffen, Ketonen und Estern. Kraftstoffe werden als Klasse B (geringer bis moderater Angriff) eingestuft. Für diese Medien sollten Alternativen wie PTFE-basierte Dichtungsplatten geprüft werden.

Darf ich beim Einbau Dichtungspaste oder Trennmittel verwenden?

Dichtungshilfsmittel auf Lösungsmittelbasis sind nicht empfohlen, da sie die Standfestigkeit des Materials verringern können. Die Dichtungsplatten sind serienmäßig mit einer Antihaftbeschichtung ausgestattet. In schwierigen Einbausituationen kann ein Trennmittel auf PTFE- oder Molybdänsulfid-Basis in sehr geringen Mengen eingesetzt werden; dabei muss sichergestellt sein, dass alle Lösungs- und Treibmittel vor dem Anziehen der Schrauben vollständig verdunsten.

Muss die Dichtung nach der ersten Inbetriebnahme nachgezogen werden?

Bei korrektem Einbau ist ein Nachziehen in der Regel nicht erforderlich. Falls ein Nachziehen als notwendig erachtet wird, darf es nur bei Raumtemperatur vor oder während der ersten Inbetriebnahme erfolgen. Das Nachziehen von bereits bei höheren Betriebstemperaturen eingebauten Faserstoffdichtungen kann zum Versagen der Dichtverbindung führen.

Was bedeutet die FDA-Konformität für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie?

FDA-Konformität bedeutet, dass das Material die Anforderungen der US Food and Drug Administration für den Kontakt mit Lebensmitteln erfüllt. In der EU wird dies ergänzend durch die europäische Lebensmittelkontaktmaterialien-Gesetzgebung bewertet. Für medienberührende Anwendungen in Lebensmittel- und Pharmabetrieben empfiehlt KLINGER, die Konformität im konkreten Einsatzfall mit der Anwendungstechnik abzuklären.

Was ist der Unterschied zwischen KLINGER Quantum und KLINGERSIL C-4400 oder C-4500?

KLINGERSIL-Materialien werden mit NBR als Bindemittel hergestellt und zeigen bei Temperaturen über 200 °C eine schnellere Versprödung. KLINGER Quantum setzt ausschließlich HNBR ein und wurde speziell entwickelt, um die Flexibilitätseigenschaften bei hohen Dauertemperaturen zu verbessern. Quantum hat außerdem eine breitere Medienbeständigkeit und trägt die FDA-Konformität sowie die Fire-safe-Zertifizierung nach DIN EN ISO 10497, die nicht alle KLINGERSIL-Typen aufweisen.