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Artikelnummer Innen-ød1 (mm) Außen-øD1 (mm) Einbauraumhöhe L1 (mm) Typ
008016045-0382PS1 Pneumatik-Polyurethan-Nutring
PS1-8x16x4,5 (L1=5)
8 16 5 PS1

Dokumente

PS1.pdf 615 KB

Beschreibung

Der Stangennutring PS1 ist ein asymmetrisches Dichtelement für Pneumatikzylinder. Das Profil trägt auf der dynamischen Seite eine speziell ausgelegte runde Dichtlippe, die die Gleitreibung gegenüber herkömmlichen Nutringen deutlich reduziert. Die dickere statische Dichtlippe auf der anderen Seite sorgt für einen sicheren Festsitz am Nutgrund.

Der PS1 ist aus Polyurethan 90 Shore A (grau) gefertigt und für Temperaturen von -30 °C bis +90 °C sowie Betriebsdrücke bis 20 bar bei Gleitgeschwindigkeiten unter 1 m/s ausgelegt. Als Medien sind Luft (trocken oder geölt), mineralische Öle und Fette zulässig.

Die hohe Flexibilität des Standardmaterials erleichtert die Montage in geschlossenen Nuten erheblich. Auch bei Trockenlauf und Mangelschmierung bleibt die Reibkraft niedrig, was den Energieverbrauch der Anlage senkt. Auf Anfrage ist der PS1 auch aus Polyurethan 85 Shore A (fliederfarben) oder NBR-Gummi (schwarz, Bezeichnung PS1-N) lieferbar.

Der Stangennutring deckt den Durchmesserbereich d1 von 3 bis 100 mm ab. Empfohlene Einbautoleranzen: Stange d1 nach f9, Nut-Außendurchmesser D1 nach H10.

Merkmale

  • ProdukttypStangennutring (Pneumatik-Stangendichtung)
  • ProfilAsymmetrisch, runde Dichtlippe auf der dynamischen Seite
  • StandardwerkstoffPolyurethan (AU), 90 Shore A, grau
  • Optionale WerkstoffePolyurethan 85 Shore A (fliederfarben); NBR-Gummi schwarz (Bezeichnung PS1-N)
  • Temperaturbereich-30 °C bis +90 °C
  • Betriebsdruck dynamisch< 20 bar
  • Gleitgeschwindigkeit< 1 m/s
  • MediumLuft (trocken oder geölt), mineralische Öle oder Fette
  • Durchmesserbereich d13 bis 100 mm
  • Einbautoleranzend1 nach f9 (Stange), D1 nach H10 (Nut)
  • d1Innendurchmesser (Stangendurchmesser), Toleranz f9
  • D1Außendurchmesser der Nut, Toleranz H10
  • L1Nutbreite (+0,2 mm), entspricht der Einbautiefe
  • HNuttiefe
  • SMaterialstärke

Vorteile

  • Runde Dichtlippe auf der dynamischen Seite reduziert die Gleitreibung gegenüber herkömmlichen Nutringen, was den Energiebedarf des Pneumatikzylinders senkt.
  • Geeignet für Trockenlauf und Mangelschmierung: Die Reibkraft bleibt auch ohne ausreichende Schmierung niedrig.
  • Asymmetrisches Profil mit dickerer statischer Dichtlippe sichert zuverlässigen Festsitz am Nutgrund und verhindert Verdrehen im Einbauzustand.
  • Hohe Flexibilität des Polyurethan-Standardmaterials erleichtert die Montage in geschlossenen Nuten ohne Hilfswerkzeug.
  • Breites Materialprogramm: Standardmäßig PU 90 Shore A, auf Anfrage PU 85 Shore A (weicher, für reibungsempfindliche Anwendungen) oder NBR-Gummi für spezielle Medienanforderungen.
  • Lagerzeit für Polyurethan-Dichtelemente (AU) bis zu 5 Jahre nach DIN 7716, bei korrekter Lagerung.

Einsatzgebiete

Standard-Pneumatikzylinder
PS1 dichtet Kolbenstangen in ein- und doppeltwirkenden Pneumatikzylindern ab, wo Gleitreibungsarmut und Zuverlässigkeit auch bei sporadischer Schmierung gefragt sind.
Kompakt- und Kurzhubzylinder
Dank des breiten Größenbereichs (d1 3–100 mm) und der leichten Montierbarkeit in geschlossenen Nuten eignet sich PS1 für Kleinzylinder in Handhabungsgeräten und Greifersystemen.
Maschinen mit Mangelschmierung oder Trockenlauf
In Anlagen, bei denen eine regelmäßige Nachschmierung nicht praktikabel ist (z. B. Textil- oder Holzbearbeitungsmaschinen), hält die runde Dichtlippe die Reibkraft stabil und schützt so die Stange.
Pneumatische Ventilsteuerungen
PS1 wird in Steuerventilen und Wegeventilen für Druckluftsysteme eingesetzt, wo niedrige Losbrechkräfte und exakte Schaltwege gefordert sind.
Pneumatische Hebevorrichtungen und Spannzylinder
In Vorrichtungsbau und Fertigungsautomation sichert PS1 die Stangenabdichtung bei wechselnden Betriebsdrücken bis 20 bar.
Lebensmittel- und Verpackungsmaschinen (mit NBR-Variante)
Auf Anfrage als PS1-N in NBR-Gummi lieferbar, wenn medienspezifische Anforderungen den Einsatz von Polyurethan ausschließen.
Allgemeiner Maschinenbau mit mineralischen Ölen oder Fetten
Wo Pneumatikzylinder auch mit mineralischen Ölen oder Fetten in Kontakt kommen (z. B. ölgeschmierte Druckluftnetze), ist PS1 ohne Einschränkungen einsetzbar.

Do's and Dont's

Do's:
  • Stangennutring PS1 vor der Montage auf Beschädigungen, Haarrisse und Verhärtungen prüfen.
  • Stange und Nut mit kompatiblem Fett (z. B. HZ103) einölen, um die Einlaufphase zu schonen.
  • Einbauraum gratfrei und verrundet halten — alle Kanten vor Montage prüfen.
  • Lagerung kühl (max. +25 °C), trocken, dunkel und in Originalverpackung; FIFO-Prinzip anwenden.
  • Gefrorene Dichtelemente vor der Montage auf ca. +20 °C anwärmen lassen.
  • Einbautoleranzen d1 f9 (Stange) und D1 H10 (Nut) einhalten.
Don'ts:
  • Keinen seitenverkehrten Einbau: Die runde Dichtlippe muss zur Druckseite zeigen.
  • Keine aggressiven Reinigungsmittel, organischen Lösungsmittel (Trichlorethylen, Petroleum) zum Reinigen verwenden.
  • Dichtung nicht über scharfe Gewinde oder Kanten ziehen — bei Bedarf Montagehülse aus Kunststoff verwenden.
  • Keine Lagerung mit direktem Kontakt zu Ölen, Fetten, Lösungsmitteln, PVC oder anderen Gummisorten außerhalb der Originalverpackung.
  • Kein Einsatz außerhalb der zulässigen Grenzen: max. 20 bar Betriebsdruck, max. 1 m/s Gleitgeschwindigkeit, max. +90 °C Betriebstemperatur.
  • Dichtelemente aus Polyurethan (AU) nicht länger als 5 Jahre lagern (nach DIN 7716).

Montage

  1. Einbauraum, Nut und Stange vor der Montage von Schmutz, Metallstaub und Spänen reinigen. Alle Kanten müssen gratfrei und gut verrundet sein.
  2. Einbauraum auf Kratzer und Beschädigungen prüfen. Oberflächen mit Riefen oder scharfen Kanten zerstören den Stangennutring.
  3. Stange und Gleitflächen mit sauberem, nicht aggressivem Fett einfetten (empfohlen: Universal-Dichtungsfett HZ103, Best.-Nr. HZ201170).
  4. Stangennutring PS1 seitenrichtig einbauen: Die runde Dichtlippe zeigt zur Druckseite (zum Medium hin). Verdrehter oder seitenverkehrter Einbau beeinträchtigt die Dichtwirkung.
  5. Einbauschrägen an der Nut beachten (Winkel 20°–30°): Bei d1 < 25 mm = 2,5 mm Fase; 25–60 mm = 3 mm; 61–100 mm = 4 mm. Nutgrundradius R = 0,2 mm einhalten.
  6. Nach Montage den Zylinder sorgfältig entlüften, um Luftschäden an Dichtung und Führungen zu vermeiden.

FAQ

Welche Temperaturen verträgt der Stangennutring PS1 im Dauerbetrieb?

Der PS1 aus Polyurethan 90 Shore A ist für den Dauerbetrieb von -30 °C bis +90 °C ausgelegt. Unterhalb von -30 °C verliert das Material an Elastizität und die Dichtwirkung nimmt ab. Temperaturen dauerhaft über +90 °C beschleunigen den Werkstoffabbau und verkürzen die Lebensdauer.

Kann ich den PS1 auch bei Trockenlauf einsetzen?

Ja. Die runde Dichtlippe des PS1 ist speziell für Anwendungen mit Mangelschmierung und Trockenlauf ausgelegt. Die Reibkraft bleibt auch ohne Schmierfilm niedrig. Zur Schonung des Dichtelements in der Einlaufphase wird dennoch eine leichte Benetzung mit kompatiblem Fett (z. B. HZ103) empfohlen.

Was ist der Unterschied zwischen PS1 in PU 90 Shore A und der NBR-Variante PS1-N?

Der Standardwerkstoff Polyurethan 90 Shore A bietet höhere Abriebfestigkeit, niedrigere Gleitreibung und bessere mechanische Belastbarkeit. Die NBR-Variante PS1-N ist bei spezifischen Medienunverträglichkeiten mit Polyurethan sinnvoll, z. B. wenn aggressive Reinigungsmittel oder bestimmte Öle den PU-Werkstoff angreifen. NBR-Spritzformen sind auf Anfrage in vielen Größen erhältlich.

Wie lange kann ich den Stangennutring PS1 einlagern?

Polyurethan-Dichtelemente (AU) haben nach DIN 7716 eine Erstlagerzeit von 5 Jahren. Danach ist eine Qualitätsprüfung erforderlich, bevor eine zweite Lagerperiode von bis zu 2 Jahren möglich ist. Lagerung muss bei max. +25 °C, in lichtgeschützter Originalverpackung und ohne Kontakt zu Lösungsmitteln, Ölen oder PVC erfolgen.

Welche Einbautoleranzen sind für die Nut des PS1 vorgeschrieben?

Die Stange wird mit Toleranz f9 (d1) ausgeführt, der Nut-Außendurchmesser mit H10 (D1). Die Nutbreite L1 ist mit +0,2 mm angegeben. An der Nut sind Einbauschrägen von 20°–30° vorzusehen: bei d1 < 25 mm 2,5 mm Fase, bei 25–60 mm 3 mm, bei 61–100 mm 4 mm. Der Nutgrundradius beträgt R = 0,2 mm.

Kann ich den PS1 mit Druckluft und mit mineralischen Ölen betreiben?

Ja. Als Medien sind Luft (trocken oder geölt) sowie mineralische Öle und Fette zugelassen. Der zulässige Betriebsdruck beträgt maximal 20 bar bei einer Gleitgeschwindigkeit von unter 1 m/s.