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Präzisions-Messturm ø65-104 mm

Beschreibung

Der Präzisions-Messturm aus Kunststoff ermöglicht die schnelle Bestimmung des Innendurchmessers von O-Ringen und anderen elastischen Rundkörpern im Bereich Ø 65–104 mm. Das zu messende Teil wird einfach auf den konischen Turm aufgeschoben, bis es auf dem Durchmesser, auf dem es allseitig anliegt, fest sitzt. Der Innendurchmesser lässt sich dann direkt in 1-mm-Stufen ablesen.

Messschieber sind für elastische O-Ringe nur bedingt geeignet, weil das Material nachgibt und die Messwerte verfälscht werden. Der Messturm hält den O-Ring in seiner natürlichen Form und liefert reproduzierbare Ergebnisse ohne Deformation des Dichtelements.

Neben O-Ringen lässt sich mit dem Messturm auch die Schlitzbreite von Führungsringen und Stützringen nachmessen. Das Werkzeug eignet sich damit für Wartung, Instandhaltung und Qualitätskontrolle in Betrieben, die häufig Dichtungselemente identifizieren oder ersetzen müssen.

Merkmale

  • WerkstoffKunststoff
  • MessbereichØ 65–104 mm
  • Ablese-Stufung1 mm
  • MessprinzipKonisch aufschiebbarer Messkegel
  • Geeignet fürO-Ringe, Gummidichtungen, elastische Rundkörper, Führungsringe, Stützringe

Vorteile

  • Schnelle Durchmesserbestimmung ohne Messschieber — der O-Ring liegt formschlüssig am Kegel an und der Wert ist direkt ablesbar.
  • Kein Verfälschen der Messung durch Materialdehnung: Elastische O-Ringe geben unter Messschieberdruck nach; der Messkegel hält das Dichtelement in seiner natürlichen Form.
  • Messbereich Ø 65–104 mm deckt einen breiten Einsatzbereich in der Hydraulik, Pneumatik und im Maschinenbau ab.
  • Ablese-Stufung von 1 mm ermöglicht eindeutige Zuordnung zu genormten O-Ring-Abmessungen nach DIN 3771 oder ISO 3601.
  • Auch für die Schlitzbreitenbestimmung von Führungsringen und Stützringen geeignet — ein Werkzeug für mehrere Messaufgaben.

Einsatzgebiete

Instandhaltung und Wartung
Bei der Reparatur von Hydraulik- und Pneumatikanlagen lassen sich ausgebaute O-Ringe mit dem Messturm schnell vermessen, um den passenden Ersatz zu bestellen — ohne Normentabellen oder Schieblehre.
Wareneingangskontrolle
In Einkauf und Lager können angelieferte O-Ring-Lose stichprobenartig auf die angegebenen Innendurchmesser geprüft werden.
Konstruktion und Prototypenbau
Konstrukteure können bei der Neuentwicklung von Baugruppen vorhandene O-Ringe schnell vermessen und die Nutmaße entsprechend DIN 3771 oder ISO 3601 auslegen.
Servicewerkstätten für Maschinen und Anlagen
Servicetechniker identifizieren unbekannte O-Ringe direkt vor Ort, ohne das Bauteil ins Labor schicken zu müssen.
Qualitätssicherung in der Dichtungsverarbeitung
Bei der Verarbeitung großer O-Ring-Sortimente stellt der Messturm sicher, dass Dichtungselemente der richtigen Größenklasse entnommen werden.
Führungsringe und Stützringe
Die Schlitzbreite von Führungsringen und Stützringen lässt sich am Messkegel direkt ablesen — relevant bei der Instandsetzung von Hydraulikzylindern.

Do's and Dont's

Do's:
  • O-Ring vor der Messung reinigen — Schmutz und Ablagerungen können die Ablesung verfälschen.
  • O-Ring gleichmäßig und ohne Verkanten auf den Kegel aufschieben.
  • Messturm senkrecht und stabil aufstellen, damit das Dichtelement gleichmäßig aufliegt.
Don'ts:
  • Kein gewaltsames Aufschieben über den natürlichen Anlagepunkt hinaus — dadurch wird das Dichtelement gedehnt und das Ergebnis verfälscht.
  • Nicht für die Messung von Schnurstärken (Querschnittsdurchmesser) verwenden — der Messturm bestimmt ausschließlich den Innendurchmesser.
  • Keine scharfen oder harten Werkzeuge beim Aufschieben verwenden, die den Kunststoff des Messturms beschädigen könnten.

Montage

  1. O-Ring oder Dichtelement am unteren Ende des Messkegels ansetzen.
  2. Den O-Ring gleichmäßig und ohne Verkanten nach oben schieben, bis er allseitig am Kegel anliegt und nicht weiter gleitet.
  3. Durchmesser an der Stelle ablesen, an der das Teil festsitzt — die aufgedruckte Skala gibt den Wert in 1-mm-Stufen an.
  4. Bei Führungsringen oder Stützringen die Schlitzbreite am entsprechenden Skalenpunkt ablesen.

FAQ

Warum ist ein Messturm genauer als ein Messschieber bei O-Ringen?

Elastische O-Ringe geben unter dem Messdruck eines Messschiebers nach und liefern dadurch zu kleine Werte. Der Messkegel hält den O-Ring in seiner natürlichen Form: Er sitzt formschlüssig auf dem Kegel auf und der Innendurchmesser wird ohne Verformung abgelesen.

Welche Dichtelemente kann ich mit diesem Messturm messen?

Der Messturm ist geeignet für O-Ringe, Gummidichtungen und andere elastische Rundkörper mit Innendurchmessern von 65 bis 104 mm. Zusätzlich lässt sich die Schlitzbreite von Führungsringen und Stützringen bestimmen.

In welchen Schritten ist die Skala eingeteilt?

Die Skala ist in 1-mm-Stufen eingeteilt. Das reicht aus, um O-Ringe genormten Abmessungsreihen nach DIN 3771 oder ISO 3601 eindeutig zuzuordnen.

Wie gehe ich vor, wenn ich einen ausgebauten O-Ring nicht kenne?

O-Ring auf den Messkegel aufschieben, bis er allseitig anliegt und nicht weitergleitet. Den an dieser Stelle angezeigten Durchmesser ablesen und anschließend mit einer Schieblehre die Schnurstärke (Querschnittsdurchmesser) messen. Mit diesen zwei Maßen lässt sich der O-Ring in Normentabellen (DIN 3771, ISO 3601, AS 568) eindeutig identifizieren.

Kann der Messturm auch die Schnurstärke des O-Rings bestimmen?

Nein. Der Messturm bestimmt ausschließlich den Innendurchmesser. Die Schnurstärke muss separat mit einem Messschieber gemessen werden.