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Artikelnummer Innen-ødi (mm) Schnur-øds (mm) Werkstoff Härte (Shore)
R000142-0152CR70 Präzisions - O-Ring, ARP 003
1,42x1,52 Qual.CR70
1,42 1,52 CR 70

Beschreibung

O-Ringe aus Chloropren-Kautschuk (CR, Handelsnamen Neoprene® / Bayprene®) sind endlos in Formen hergestellte Präzisionsdichtelemente mit kreisförmigem Querschnitt. Sie decken einen Temperaturbereich von -40°C bis +120°C ab und sind in den Härtestufen CR 50, CR 70 und CR 90 Shore A lieferbar. Maßangaben erfolgen als Innendurchmesser × Schnurstärke (di × ds) nach DIN 3771 bzw. ISO 3601.

CR-O-Ringe zeichnen sich durch ihre hohe Beständigkeit gegen Ozon, UV-Strahlung, Witterungseinflüsse und oxidative Alterung aus. Diese Eigenschaften machen sie für Außenanwendungen und Dichtstellen besonders geeignet, die ohne zusätzlichen Witterungsschutz verbaut werden. Die allgemeine chemische Beständigkeit ist gut; CR ist jedoch nicht für aromatische Kohlenwasserstoffe, konzentrierte Säuren oder Mineralöle ausgelegt.

O-Ringe wirken selbsttätig: Die Dichtkraft entsteht durch die Verpressung des Querschnitts in der Nut und steigt mit zunehmendem Betriebsdruck. Der symmetrische Querschnitt erlaubt einseitige und beidseitige Druckbeaufschlagung. Bei statischer Abdichtung sind Drücke bis 1000 bar erreichbar, wenn der Dichtspalt konstruktiv auf Null gehalten wird; bei höheren Drücken ohne Nullspalt sind PTFE-Stützringe einzusetzen.

Die Nutmaße richten sich nach DIN 3771 / ISO 3601. Das Nutvolumen soll ca. 25 % größer als das O-Ring-Volumen gewählt werden, um Wärmedehnung und eventuelle Quellung aufzunehmen. Herstelltoleranzen nach DIN 3771/1.

Merkmale

  • WerkstoffChloropren-Kautschuk (CR), Handelsnamen Neoprene®, Bayprene®
  • Verfügbare HärtenCR 50 / CR 70 / CR 90 Shore A
  • Temperaturbereich-40°C bis +120°C
  • NormDIN 3771 / ISO 3601 (Maße und Toleranzen nach DIN 3771/1)
  • QuerschnittKreisförmig (di × ds)
  • Lagerzeit10 Jahre (Erst-Lagerzeit gemäß DIN 7716 / BS 3574), danach 5 Jahre nach Kontrolle
  • diInnendurchmesser
  • dsSchnurstärke

Vorteile

  • Beständig gegen Ozon, UV-Strahlung und Witterungseinflüsse, dadurch für Außenanwendungen ohne zusätzlichen Schutzmantel geeignet
  • Hohe Alterungsbeständigkeit verlängert die Standzeit gegenüber Standard-NBR-Dichtelementen in ozonreichen Umgebungen
  • Temperaturbereich von -40°C bis +120°C deckt typische Außentemperaturen in mitteleuropäischen Industrieumgebungen vollständig ab
  • Symmetrischer Querschnitt nach DIN 3771 erlaubt einseitige und beidseitige Druckbeaufschlagung ohne Einbaurichtungsfehler
  • Selbsttätige Wirkung: Die Anpresskraft steigt mit dem Betriebsdruck, sodass keine gesonderte Nachstellung erforderlich ist
  • Lagerzeit bis 10 Jahre gemäß DIN 7716 / BS 3574 bei sachgerechter Lagerung

Einsatzgebiete

Ventile und Armaturen im Außenbereich
CR-O-Ringe werden in Absperrventilen und Regelarmaturen eingesetzt, die Witterungseinflüssen und Ozon ausgesetzt sind, weil CR ohne zusätzlichen Schutz alterungsbeständig bleibt.
Hydraulik- und Pneumatikzylinder (statisch)
Als statische Radialdichtung in Zylinderdeckeln und Flanschverbindungen, wo der Dichtspalt konstruktiv gering gehalten werden kann.
Flansch- und Deckeldichtungen
Axiale Verpressung in Flanschverbindungen von Rohrleitungen und Behältern, bei denen Witterungsbeständigkeit gefordert ist.
Flexible Schutzmanschetten und Faltenbalg-Verbindungen
CR wird für Wellenschutzmanschetten und Faltenbalg-Dichtringe verwendet, da der Werkstoff auch bei dynamischer Beanspruchung und Außenklima stabil bleibt.
Kühlwassersysteme und Klimatechnik
CR-O-Ringe werden in Rohrverschraubungen und Armaturen von Kühlwasserkreisläufen eingesetzt, da CR gegen verdünnte wässrige Medien und Frostschutzmittel auf Glykolbasis beständig ist.
Elektrische Gehäuse und Kabeldurchführungen
Zur statischen Abdichtung von Kabeleinführungen und Schutzgehäusen im Freien, wo UV- und Ozonbeständigkeit ausschlaggebend ist.
Fördertechnik und Maschinenschutzabdeckungen
In Dichtelementen von Schutzabdeckungen, Staubbälgen und Schleusen, die Außenbedingungen ausgesetzt sind und eine lange Standzeit ohne Austausch erfordern.

Do's and Dont's

Do's:
  • Kühl (max. +25°C), trocken (ca. 65 % rel. Luftfeuchtigkeit) und lichtgeschützt lagern gemäß DIN 7716
  • In Originalverpackung bis zur Verwendung belassen
  • FIFO-Prinzip beim Lagerumschlag anwenden
  • Vor dem Einbau auf mechanische Beschädigung, Verhärtung und Haarrisse prüfen
  • Reinigung mit Seife und kaltem Wasser oder Methylalkohol, danach vollständig trocknen lassen
  • Immer die größtmögliche Schnurstärke ds wählen: bessere Dichtheit, geringere bleibende Verformung, höhere Lebensdauer
Don'ts:
  • Nicht mit aromatischen Kohlenwasserstoffen, konzentrierten Säuren oder Mineralölen in Kontakt bringen
  • Keine organischen Lösungsmittel (Trichlorethylen, Tetrachlorkohlenstoff, Petroleum) zur Reinigung verwenden
  • Nicht aufhängen, eindrücken oder auslängen während der Lagerung
  • Kein Kontakt mit Mangan, Stahl (blank), Kupfer oder Kupferverbindungen ohne Zwischenlage (Papier/PE)
  • Nicht in der Nähe von elektrischen Funkenquellen oder Elektromotoren lagern (Ozonbildung)
  • Nicht in dreieckigen O-Ring-Nuten einsetzen: gleichmäßige Verpressung über den Umfang ist fertigungstechnisch nicht sicherstellbar

Montage

  1. Nut und Dichtflächen vor der Montage auf Schmutz, Grate und Beschädigungen prüfen. Rautiefe Nutgrund max. Ra 1,6 µm, bei pulsierendem Druck max. Ra 0,8 µm; Nutflanken max. Ra 3,2 µm.
  2. O-Ring auf Beschädigungen, Haarrisse und Verformungen kontrollieren. Gefrorene Teile auf ca. +20°C anwärmen, bevor sie eingebaut werden.
  3. O-Ring leicht mit dem Betriebsmedium oder einem kompatiblen Schmiermittel benetzen. Kein Kontakt mit Ölen oder Fetten, die CR angreifen können.
  4. O-Ring gleichmäßig in die Nut einlegen, ohne zu verdrehen oder überzudehnen. Nutvolumen ca. 25 % größer als O-Ring-Volumen vorsehen.
  5. Einbauschrägen „c" einhalten (z. B. für ds = 2,5 mm: c = 1,4 mm), damit der O-Ring beim Zusammenbau nicht eingeklemmt wird.
  6. Bei höheren Drücken über dem zulässigen Dichtspalt nach DIN 3771 (z. B. über 0,25 mm bei 25 bar / Shore 70) PTFE-Stützringe verwenden.
  7. Bei Druck von außen: O-Ring-Innendurchmesser 1–2 % kleiner als Nutinnen-Ø d3 wählen. Bei Druck von innen: O-Ring-Außendurchmesser 1–2 % größer als Nutaußen-Ø D4 wählen.

FAQ

Welche Medien verträgt CR, und wo ist der Werkstoff nicht geeignet?

CR ist beständig gegen Ozon, Witterungseinflüsse, verdünnte Säuren und Laugen sowie wässrige Medien einschließlich Frostschutzmittel auf Glykolbasis. Nicht geeignet ist CR für aromatische Kohlenwasserstoffe, konzentrierte Mineralsäuren und Mineralöle, für die NBR oder FPM besser passen.

Was ist der Unterschied zwischen CR- und NBR-O-Ringen bei Außenanwendungen?

NBR ist der Standardwerkstoff für Mineralöl und Hydraulikanwendungen, altert aber schneller in ozonreicher Außenluft. CR ist speziell für Witterungs- und Ozonbeständigkeit ausgelegt und hält in Außenanwendungen deutlich länger, ohne dass ein zusätzlicher Schutzmantel nötig ist.

Bis zu welchem Druck können CR-O-Ringe statisch eingesetzt werden?

Bei statischer Abdichtung mit radialem oder axialem Einbau sind Drücke bis 1000 bar erreichbar, wenn der Dichtspalt konstruktiv auf Null gehalten wird. Übersteigt der Dichtspalt die in DIN 3771 angegebenen Grenzwerte (z. B. 0,25 mm bei 25 bar / Shore 70), sind PTFE-Stützringe erforderlich, um Spaltextrusion zu verhindern.

Wie lange können CR-O-Ringe gelagert werden?

Die Erst-Lagerzeit beträgt 10 Jahre gemäß DIN 7716 / BS 3574, bei max. +25°C, ca. 65 % relativer Luftfeuchtigkeit und ohne UV-Licht oder Ozonquellen. Nach einer Sichtprüfung auf Beschädigung und Verhärtung ist eine weitere Lagerperiode von 5 Jahren zulässig.

Warum soll die größtmögliche Schnurstärke gewählt werden?

Eine größere Schnurstärke ds ergibt längere Anlageflächen, eine prozentuell geringere Verpressung und damit einen kleineren bleibenden Druckverformungsrest. Das erhöht die Lebensdauer und verbessert den Toleranzausgleich gegenüber Fertigungsabweichungen der Metallteile.

Können CR-O-Ringe auch dynamisch eingesetzt werden?

CR-O-Ringe werden primär für statische Abdichtaufgaben eingesetzt. Für dynamische Anwendungen (translatorisch oder rotierend) sind Werkstoffe mit besserem Druckverformungsrest und Abriebverhalten wie NBR, FPM oder HNBR zu bevorzugen.