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O-Ring-Sortiment, metrisch, FPM80 (Viton)

Beschreibung

Die Kassette enthält O-Ringe in metrischen Abmessungen nach DIN 3771 aus dem Werkstoff FPM/FKM (Fluorkautschuk, Handelsname Viton). Der Werkstoff FPM80 hat eine Härte von 80 Shore A und ist dauerhaft für Temperaturen von -20 °C bis +200 °C ausgelegt; kurzzeitig sind Spitzenwerte bis +250 °C zulässig.

FPM-O-Ringe zeigen sehr gute Beständigkeit gegenüber Mineralölen, aliphatischen und aromatischen Kohlenwasserstoffen, HFD-Druckflüssigkeiten sowie vielen Kraftstoffen. Die geringe Gasdurchlässigkeit des Werkstoffs macht FPM auch für Abdichtaufgaben unter Vakuum oder bei Gasen geeignet.

Das Sortiment in Kassettenform bietet eine strukturierte Lagerhaltung und ermöglicht den schnellen Zugriff auf den passenden O-Ring bei Wartungs- und Reparaturarbeiten. Alle enthaltenen O-Ringe entsprechen metrischen Normreihen nach DIN 3771.

Merkmale

  • WerkstoffFPM/FKM (Fluorkautschuk, Viton)
  • Härte80 Shore A
  • Temperaturbereich-20 °C bis +200 °C (kurzzeitig bis +250 °C)
  • NormDIN 3771 (metrische Reihe)
  • Abmessungssystemmetrisch
  • AusführungSortiment in Kassette

Vorteile

  • Beständig gegen Mineralöle, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe sowie HFD-Hydraulikflüssigkeiten nach DIN 51524
  • Dauerbetrieb bis +200 °C ohne bleibende Verformung; kurzzeitige Spitzen bis +250 °C zulässig
  • Geringe Gasdurchlässigkeit ermöglicht den Einsatz in Vakuumanwendungen und bei gasförmigen Medien
  • Lagerzeit bis 10 Jahre gemäß DIN 7716 bei sachgerechter Lagerung
  • Metrische Normreihe nach DIN 3771 sichert Kompatibilität mit den gängigsten Maschinenbauanwendungen in der EU
  • Kassettenbauform ermöglicht schnellen Zugriff auf die benötigte Größe direkt am Einsatzort

Einsatzgebiete

Hydrauliksysteme im Maschinenbau
FPM-O-Ringe dichten Zylinder, Ventile und Armaturen gegen Mineralöle und HFD-Hydraulikflüssigkeiten ab. Die hohe Temperaturbeständigkeit bis +200 °C ist besonders bei Hochdruckhydraulik relevant.
Fahrzeug- und Nutzfahrzeugtechnik
Einsatz in Kraftstoffsystemen und Motorkomponenten, die mit Benzin, Diesel und aliphatischen Kohlenwasserstoffen in Kontakt kommen.
Petrochemie und Raffinerie
FPM ist beständig gegen aromatische Kohlenwasserstoffe und Kraftstoffe; eingesetzt in Pumpen, Kompressoren und Rohrleitungsarmaturen der Prozessindustrie.
Chemische Industrie
Abdichtung von Reaktorbehältern, Ventilen und Rohrverschraubungen gegen organische Lösungsmittel und chemische Prozessmedien.
Lebensmittel- und Pharmaindustrie
FPM/FKM-Verbindungen können FDA/USP-konform hergestellt werden; geeignet für Sterilisations- und CIP-Prozesse (Reinigungstemperatur bis +149 °C in der Lebensmittelbranche).
Pneumatikkomponenten
Abdichtung von Druckluftzylindern und Ventilen, bei denen hohe Temperaturbeständigkeit und geringe Gasdurchlässigkeit gefordert sind.
Wartung und Instandhaltung
Die Kassettenbauform eignet sich für den Werkzeugwagen in Instandhaltungsabteilungen; deckt die metrischen Standardabmessungen nach DIN 3771 für ungeplante Reparaturen ab.

Do's and Dont's

Do's:
  • O-Ringe bis zur Verwendung in der Originalverpackung belassen
  • Lagerung bei max. +25 °C, 65 % relativer Luftfeuchtigkeit, lichtgeschützt nach DIN 7716
  • Vor dem Einbau auf sichtbare Beschädigungen und Haarrisse kontrollieren
  • FIFO-Prinzip beim Lagern anwenden; Erstlagerzeit max. 10 Jahre für FPM
  • Kompatibles Schmiermittel beim Einbau verwenden (z. B. Dichtungsfett auf FPM-verträglicher Basis)
Don'ts:
  • Nicht mit Bremsflüssigkeiten auf Glykol-Basis (DOT 3/DOT 4) einsetzen; dafür sind EPDM-O-Ringe geeignet
  • Nicht mit heißem Wasser, Dampf oder stark verdünnten Säuren/Laugen einsetzen; bei diesen Medien EPDM wählen
  • Kein Kontakt mit Lösungsmitteln, Ölen oder Fetten während der Lagerung
  • Keine elektrischen Funken- oder Entladungsquellen (Ozonquellen) im Lagerbereich
  • Nicht mit scharfen oder spitzen Werkzeugen montieren

Montage

  1. O-Ring vor dem Einbau auf Beschädigungen, Haarrisse und Verformungen prüfen.
  2. Nut und Dichtflächen reinigen; Oberflächenrauheit der Nutflanken max. Ra 3,2 µm, Dichtflächen max. Ra 1,6 µm.
  3. O-Ring leicht mit dem Betriebsmedium oder einem kompatiblen Montagefett benetzen; keine mineralölhaltigen Schmierstoffe verwenden, die mit FPM nicht verträglich sind.
  4. O-Ring gleichmäßig in die Nut einlegen; kein Verdrehen oder Überdehnen. Nutvolumen ca. 25 % größer als O-Ring-Volumen vorsehen, damit sich der Werkstoff bei Erwärmung ausdehnen kann.
  5. Bei hohen Drücken oder großen Dichtspalten PTFE-Stützringe einsetzen, um Spaltextrusion zu verhindern.

FAQ

Welche Medien vertragen FPM80-O-Ringe dauerhaft?

FPM80-O-Ringe sind beständig gegen Mineralöle, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, HFD-Hydraulikflüssigkeiten sowie viele organische Lösungsmittel. Nicht geeignet sind sie für Bremsflüssigkeiten auf Glykol-Basis (DOT 3/DOT 4), heißes Wasser und Dampf sowie stark verdünnte Säuren und Laugen.

Bis zu welcher Temperatur sind FPM80-O-Ringe dauerhaft einsetzbar?

FPM80-O-Ringe sind für Dauertemperaturen von -20 °C bis +200 °C ausgelegt. Kurzzeitige Temperaturspitzen bis +250 °C sind zulässig. Unterhalb von -20 °C verlieren sie an Elastizität und sind nicht mehr zuverlässig dichtend.

Was bedeutet FPM80 und wie unterscheidet es sich von FPM70?

Die Zahl gibt die Shore-A-Härte des Elastomers an. FPM80 hat 80 Shore A und ist damit härter als FPM70 (70 Shore A). Der härtere Compound ist besser gegen Spaltextrusion bei höheren Betriebsdrücken und größeren Dichtspalten geeignet, wie in Tabellen nach DIN 3771 für statische Abdichtung angegeben.

Warum FPM statt NBR für Hydraulikanwendungen wählen?

NBR ist der Standardwerkstoff für Mineralölanwendungen bis ca. +100 °C. FPM wird dann eingesetzt, wenn höhere Temperaturen (über +100 °C), aggressivere Medien wie aromatische Kohlenwasserstoffe oder HFD-Flüssigkeiten vorliegen oder eine geringere Gasdurchlässigkeit gefordert ist. Der Preis von FPM liegt deutlich über dem von NBR.

Wie lange können FPM-O-Ringe gelagert werden?

Die Erstlagerzeit für FPM beträgt nach DIN 7716 bis zu 10 Jahre bei sachgerechter Lagerung (max. +25 °C, 65 % relative Luftfeuchtigkeit, lichtgeschützt, ohne Verformung). Nach Ablauf der ersten Lagerperiode ist eine Qualitätskontrolle durchzuführen; dann ist eine zweite Lagerperiode von 5 Jahren möglich.

Welche Norm gilt für metrische O-Ring-Abmessungen?

Metrische O-Ringe werden nach DIN 3771 gefertigt. Die Norm legt Innendurchmesser, Schnurstärken und Fertigungstoleranzen fest. Das Sortiment in dieser Kassette enthält O-Ringe der metrischen DIN-3771-Reihe, die in der europäischen Maschinenbauindustrie am weitesten verbreitet ist.