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Artikelnummer Nennweite DN Druckstufe PN (Bar) Material Innendurchmesser (mm) Außendurchmesser (mm)
00440022020-R-NA1002 Flachdichtring aus NA1002
44x22x2 mm, DN15/PN6
nach DIN EN1514-1
15 6 Teadit NA1002 22 44

Beschreibung

Die TEADIT NA-1002EU hält im Dauerbetrieb bis +260 °C und 80 bar stand; kurzfristig sind +400 °C und 110 bar zulässig. Das Kombination aus Aramidfasern und NBR-Bindemittel, aufgebracht im Kalanderverfahren, ergibt eine Dichtungsplatte mit einer Dichte von ca. 1,95 g/cm³ und einer Zugfestigkeit (quer) von 12 N/mm² nach ASTM F152.

Die Platte ist ausblassicher gemäß VDI 2200 und feuerwiderstandsfähig nach ISO 19221. Für Gase und sicherheitsrelevante Medien liegt eine BAM-Prüfung vor; die Dichtungskennwerte sind nach EN 13555 ermittelt. Das Qualitätsmanagementsystem von TEADIT ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Zugelassen für den Einsatz in Trinkwasseranlagen (WRAS, KTW), Gasanlagen (DVGW) und emissionsrelevanten Anlagen (TA-Luft). Damit deckt die NA-1002EU ein breites Medienspektrum ab: Wasser, gesättigter Wasserdampf, Gase und chemische Produkte im Allgemeinen.

Lieferbar in Dicken von 0,5 bis 5,0 mm, in Plattenformaten 1.500 × 1.600 mm und 1.500 × 3.200 mm. Aus den Platten werden Flanschdichtungen auf Maß gestanzt oder geschnitten.

Merkmale

  • WerkstoffAramidfasern, gebunden mit NBR (Nitril-Butadien-Kautschuk)
  • HerstellverfahrenKalanderverfahren
  • Farbegrün
  • Dichteca. 1,95 g/cm³
  • Zugfestigkeit (quer)12 N/mm² nach ASTM F152
  • Kompressibilität5–15 % nach ASTM F36
  • Rückfederung>50 % nach ASTM F36
  • Dauertemperatur+260 °C
  • Spitzentemperatur+400 °C
  • Dauereinsatzdruck80 bar
  • Spitzendruck110 bar
  • Dicke0,5 bis 5,0 mm
  • Plattengröße1.500 × 1.600 mm und 1.500 × 3.200 mm
  • ZulassungenTA-Luft, DVGW, WRAS, KTW, ABS, VDI 2200 (Ausblassicherheit), ISO 19221 (Feuerwiderstand)
  • PrüfungenBAM, EN 13555
  • QualitätsmanagementDIN EN ISO 9001

Vorteile

  • Ausblassicher nach VDI 2200: das Dichtungsmaterial reißt nicht bei plötzlichem Druckstoß, was bei dampf- und gasführenden Leitungen sicherheitsrelevant ist.
  • Feuerwiderstandsfähig nach ISO 19221: die Dichtung hält im Brandfall ihre Funktion, was für verfahrenstechnische Anlagen mit Brandschutzanforderung gefordert wird.
  • BAM-geprüft für den Einsatz in sauerstoffführenden Anlagen und Gasleitungen, wo herkömmliche Faserdichtungen ausscheiden.
  • Zugelassen nach DVGW, WRAS und KTW: dieselbe Dichtungsplatte ist sowohl für Gas- als auch für Trinkwasseranwendungen einsetzbar, ohne Materialwechsel.
  • Hohe Rückfederung von mehr als 50 % nach ASTM F36: die Dichtung gleicht Setzverhalten der Flanschverbindung aus und bleibt auch nach Temperaturschwankungen wirksam.
  • Zugfestigkeit (quer) 12 N/mm² nach ASTM F152: das Aramidfasergerüst verhindert Extrusion in den Flanschspalt auch bei höheren Flächenpressungen.

Einsatzgebiete

Dampfleitungen und Dampfarmaturen
Die NA-1002EU ist für gesättigten Wasserdampf bis +260 °C Dauertemperatur geeignet und damit in Absperrventilen, Dampfverteilern und Wärmetauscherflanschenverbindungen einsetzbar.
Gasleitungen (DVGW-zugelassen)
Die DVGW-Zulassung erlaubt den Einsatz in Flanschverbindungen von Gasverteilungsanlagen, Gaszählern und Armaturen nach DVGW-Regelwerk.
Trinkwasser- und Sanitäranlagen
WRAS- und KTW-Zulassung ermöglichen den Einsatz in Flanschverbindungen für Trinkwasser, Brauchwasser und Warmwasser bis +260 °C.
Emissionsüberwachte Chemieanlagen (TA-Luft)
Die TA-Luft-Zulassung in Verbindung mit Ausblassicherheit nach VDI 2200 macht die Dichtungsplatte geeignet für Flanschverbindungen an Reaktoren, Kolonnen und Rohrleitungen in der chemischen Verfahrenstechnik.
Sauerstoffführende Anlagen
Die BAM-Prüfung bestätigt die Eignung für den Kontakt mit gasförmigem Sauerstoff, relevant für medizinische Gasversorgung, Luftzerlegungsanlagen und oxidierende Atmosphären.
Brandsichere Flanschverbindungen (Offshore, Raffinerie)
Feuerwiderstandsfähigkeit nach ISO 19221 und ABS-Zulassung ermöglichen den Einsatz auf Schiffen und in Raffinerien, wo Flanschverbindungen im Brandfall dicht bleiben müssen.
Allgemeine Prozessanlagen mit wechselnden Medien
Bei mittleren Temperaturen und Drücken eignet sich die NA-1002EU für Flanschverbindungen in Wasseraufbereitungsanlagen, Kesselhäusern und der allgemeinen Verfahrenstechnik, wo ein breites Medienspektrum ohne häufigen Dichtungswechsel abgedeckt werden soll.

Do's and Dont's

Do's:
  • Dichtung vor dem Einbau auf mechanische Beschädigungen, Risse oder Fehlstellen prüfen.
  • Dichtung kühl, trocken und UV-geschützt lagern, fern von Lösungsmitteln und Ölen.
  • Flanschdichtflächen vor der Montage reinigen und auf ausreichende Oberflächengüte prüfen.
  • Für emissionsüberwachte Anlagen (TA-Luft) die Dichtungsstärke und Flächenpressung gemäß VDI 2200 dokumentieren.
  • Bei Gasan­wendungen die DVGW-Zulassung als Auswahlnachweis in der Anlagendokumentation führen.
Don'ts:
  • Keine Dichtmittelpasten oder Fette auf die Dichtung auftragen; diese beeinträchtigen Zulassungen und können Quellen.
  • Nicht in Anwendungen einsetzen, bei denen flüssiger Sauerstoff oder stark oxidierende Säuren (Flusssäure, konzentrierte Salpetersäure) mit der Dichtungsoberfläche in Kontakt kommen, ohne vorherige Prüfung durch TEADIT.
  • Bereits eingebaute und verpresste Dichtungen nicht wiederverwenden.
  • Dichtung nicht ohne Zentrierung einbauen; ein Überstand in den Rohrinnenquerschnitt erhöht Druckverlust und Erosionsrisiko.

Montage

  1. Dichtflächen beider Flansche vor dem Einbau auf Riefen, Korrosion und Verunreinigungen prüfen. Rückstände alter Dichtungen vollständig entfernen.
  2. Dichtung entsprechend dem Flanschinnenbohrungsdurchmesser zuschneiden oder passende Konfektionsgröße wählen. Die Dichtung darf nicht in den Rohrinnenquerschnitt hineinragen.
  3. Dichtung trocken einlegen, keine Dichtmittel oder Fette auftragen; diese können die Dichtwirkung beeinträchtigen und die Zulassungen (z. B. DVGW) unwirksam machen.
  4. Schrauben handfest anziehen, dann in mehreren Stufen über Kreuz auf das vorgesehene Anzugsmoment bringen. Gleichmäßige Flächenpressung über den gesamten Dichtquerschnitt sicherstellen.
  5. Nach der ersten Betriebserwärmung Schrauben auf das Nenn-Anzugsmoment nachziehen, da Aramidfaser-Dichtungsplatten ein geringes Setzverhalten zeigen können.
  6. Dichtung nach jeder Demontage ersetzen; bereits verpresste Dichtungen nicht wiederverwenden.

FAQ

Bis zu welcher Temperatur ist die TEADIT NA-1002EU dauerhaft einsetzbar?

Die NA-1002EU hält Dauertemperaturen bis +260 °C stand. Kurzfristige Spitzen bis +400 °C sind zulässig. Das P×T-Diagramm im Datenblatt definiert den zulässigen kombinierten Betriebsbereich.

Kann die NA-1002EU in Gasan­wendungen nach DVGW eingesetzt werden?

Ja. Die Dichtungsplatte ist nach DVGW zugelassen und damit für Flanschverbindungen in Gasleitungen und Armaturen nach DVGW-Regelwerk geeignet. Die Zulassung gilt für die zugelassenen Druck- und Temperaturgrenzen gemäß Datenblatt.

Was bedeutet "Ausblassicherheit nach VDI 2200" für Flanschdichtungen?

Ausblassicherheit bedeutet, dass das Dichtungsmaterial bei einem plötzlichen Druckstoß nicht reißt und aus dem Flanschspalt herausgeschleudert wird. Nach VDI 2200 geprüfte Dichtungen behalten ihre Lage und Dichtfunktion auch bei Druckspitzen. Dies ist besonders bei dampf- und gasführenden Leitungen sicherheitsrelevant.

Wie unterscheidet sich die NA-1002EU von einer reinen NBR-Flachdichtung?

Eine reine NBR-Flachdichtung besteht aus Elastomer ohne Faserverstärkung und ist in Zugfestigkeit und Temperaturbeständigkeit begrenzt (typisch bis ca. +120 °C). Die NA-1002EU enthält Aramidfasern als Verstärkungsgerüst, was die Zugfestigkeit auf 12 N/mm², die Dauertemperatur auf +260 °C und die Druckgrenze auf 80 bar Dauerdruck steigert. Zusätzlich verfügt sie über Ausblassicherheit und Feuerwiderstand.

Ist die NA-1002EU für den Kontakt mit Sauerstoff geeignet?

Ja, für gasförmigen Sauerstoff. Die Dichtungsplatte ist BAM-geprüft, was die Eignung für sauerstoffführende Leitungen und Armaturen bestätigt.

Welche Flächenpressung ist für die NA-1002EU bei der Montage erforderlich?

Die Dichtungskennwerte sind nach EN 13555 ermittelt und im TEADIT-Datenblatt dokumentiert. Die erforderliche Mindestflächenpressung hängt vom Betriebsdruck, der Temperatur und der Flanschnorm ab. Als Richtwert gilt: Flanschdichtflächen auf ausreichende Rauheit und Planheit prüfen, Schrauben über Kreuz in mehreren Stufen anziehen und nach der ersten Betriebserwärmung nachziehen.