Zum Hauptinhalt springen
Sie haben das Produkt erfolgreich für die Anfrage vorgemerkt.
Sie haben das Produkt erfolgreich von Ihrer Anfrage-Liste entfernt.
Filter
Produktfilter
Nennweite DN
Material
Artikelnummer Nennweite DN Material Ausführung
0120080-01MH Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 10-H (DIN 11851) NBR-blau
10 NBR, blau hohe Ausführung
Weitere Informationen nach Anmeldung
0120080-04MH Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 10-H (DIN 11851) EPDM-schwarz
10 EPDM, schwarz hohe Ausführung
Weitere Informationen nach Anmeldung
0120080-05MH Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 10-H (DIN 11851) FPM-grün
10 FKM, grün hohe Ausführung
Weitere Informationen nach Anmeldung
0120080-06MH Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 10-H (DIN 11851) Silikon
10 Silikon, transluzent hohe Ausführung
Weitere Informationen nach Anmeldung
0120080-08MH Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 10-H (DIN 11851) PTFE
10 PTFE, weiß hohe Ausführung
Weitere Informationen nach Anmeldung
0230080-01MH Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 20-H (DIN 11851) NBR-blau
20 NBR, blau hohe Ausführung
Weitere Informationen nach Anmeldung
0230080-04MH Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 20-H (DIN 11851) EPDM-schwarz
20 EPDM, schwarz hohe Ausführung
Weitere Informationen nach Anmeldung
0230080-05MH Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 20-H (DIN 11851) FPM-grün
20 FKM, grün hohe Ausführung
Weitere Informationen nach Anmeldung
0230080-06MH Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 20-H (DIN 11851) Silikon
20 Silikon, transluzent hohe Ausführung
Weitere Informationen nach Anmeldung
0230080-08MH Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 20-H (DIN 11851) PTFE
20 PTFE, weiß hohe Ausführung
Weitere Informationen nach Anmeldung
0300080-01MH Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 25-H (DIN 11851) NBR-blau
25 NBR, blau hohe Ausführung
Weitere Informationen nach Anmeldung
0300080-04MH Milchrohr-Verschraubungsringe
DN 25-H (DIN 11851) EPDM-schwarz
25 EPDM, schwarz hohe Ausführung
Weitere Informationen nach Anmeldung

Beschreibung

Milchrohrverschraubungsringe nach DIN 11851 in hoher Ausführung unterscheiden sich von der Standardausführung durch eine größere Bauhöhe bzw. Schnurstärke. Diese erhöhte Geometrie ermöglicht einen stärkeren Materialausgleich beim Anziehen der Überwurfmutter und sorgt für eine sichere Abdichtung, wenn Dichtflächen leichte Beschädigungen, Unebenheiten oder erhöhten Verschleiß aufweisen. Die hohe Ausführung wird bevorzugt dort eingesetzt, wo die Standardvariante keine ausreichende Dichtwirkung mehr erzielt oder wo höhere Systemdrücke einen vergrößerten Querschnitt erfordern.

Alle Werkstoffe dieser Artikelgruppe entsprechen den Empfehlungen des BfR XXI bzw. XV Kategorie 4, den Anforderungen der FDA CFR 21 §177.2600 bzw. §177.1550 sowie der EU-Verordnung 1935/2004 und EG VO 10/2011 für Lebensmittelkontaktmaterialien. Die Maßtoleranzen sind nach ISO 3302 Teil 1 Klasse M2 festgelegt. Sämtliche Werkstoffe sind frei von Produkten tierischen Ursprungs (ADI-free, TSE/BSE-frei), frei von Bisphenolen A und B sowie phthalatfrei.

Die Werkstoffwahl richtet sich nach dem jeweiligen Medium und den Betriebstemperaturen: NBR für fett- und ölhaltige Medien bis +100 °C, EPDM für Reinigungsmittel, Heißwasser und Dampf bis +130 °C, FKM (Viton) für aggressive Chemikalien und Temperaturen bis +200 °C, MVQ (Silikon) für breite Temperaturbereiche von -60 °C bis +200 °C und PTFE für universelle chemische Beständigkeit. Alle Werkstoffe entsprechen den EU-Richtlinien EU 2023/2006 (GMP), 2011/65/EU (ROHS) und EU 1907/2006 (REACH).

Merkmale

  • BauformHohe Ausführung (vergrößerte Bauhöhe gegenüber Standardausführung)
  • NormDIN 11851
  • MaßtoleranzenISO 3302 Teil 1 Klasse M2
  • Verfügbare WerkstoffeNBR, HNBR, EPDM, FKM (Viton), MVQ (Silikon), PTFE virginal, PTFE ummantelt
  • LebensmittelkonformitätEU 1935/2004, EG VO 10/2011, FDA CFR 21 §177.2600 / §177.1550, BfR XXI bzw. XV Kategorie 4
  • Weitere KonformitätenEU 2023/2006 (GMP), 2011/65/EU (ROHS), EU 1907/2006 (REACH)
  • Temperaturbereich NBR-30 °C bis +100 °C
  • Temperaturbereich EPDM-45 °C bis +130 °C
  • Temperaturbereich FKM (Viton)-20 °C bis +200 °C
  • Temperaturbereich MVQ (Silikon)-60 °C bis +200 °C
  • Passende ArmaturenEdelstahl V2A (1.4301), V4A (1.4401/1.4404)
  • BSE/TSE-StatusADI-free, frei von Produkten tierischen Ursprungs
  • SchadstofffreiheitFrei von Bisphenol A und B, phthalatfrei

Vorteile

  • Die vergrößerte Bauhöhe gleicht leichte Oberflächenunregelmäßigkeiten an Kegelstutzen und Gegenfläche aus, wo die Standardausführung keine ausreichende Dichtwirkung mehr erzielt.
  • Alle Werkstoffe sind nach EU 1935/2004 und FDA CFR 21 für den Lebensmittelkontakt zugelassen, keine separate Materialprüfung erforderlich.
  • Frei von Bisphenol A und B sowie Phthalaten gemäß REACH-Verordnung, geeignet für sensible Lebensmittel- und Pharmaprozesse.
  • Breite Werkstoffauswahl von NBR bis PTFE ermöglicht den Einsatz über ein weites Spektrum an Medien und Betriebstemperaturen ohne Wechsel der Armatur.
  • ADI-free und TSE/BSE-freie Werkstoffe erfüllen die Anforderungen international zertifizierter Lebensmittelbetriebe.

Einsatzgebiete

Milch- und Molkereianlagen mit Verschleiß an Dichtflächen
Die hohe Ausführung gleicht Unebenheiten an älteren Kegelstutzen aus, wo die Standardvariante nicht mehr ausreichend dichtet. Typische Einsatzpunkte sind Rohrleitungen, Ventile und Pumpengehäuse in Pasteurisierungs- und Homogenisierungsanlagen.
Getränkeindustrie
Einsatz in Bierbereitung, Fruchtsaftabfüllung und Softdrink-Produktion an Armaturen mit erhöhtem Systemdruck, wo ein vergrößerter Dichtungsquerschnitt die Dichtwirkung stabilisiert.
Pharmazeutische Produktion
In Fermentern, Bioreaktoren und sterilen Abfüllanlagen werden FKM- oder PTFE-Varianten eingesetzt, die SIP-Verfahren mit Dampf bis +150 °C standhalten und wo präzise Dichtheit auch bei nicht perfekten Oberflächen gefordert ist.
Chemische Industrie
FKM- und PTFE-Varianten für Rohrleitungssysteme mit aggressiven Säuren, Laugen und Lösungsmitteln, wo die erhöhte Bauhöhe einen Toleranzausgleich bei der Montage ermöglicht.
Kosmetik- und Körperpflegeindustrie
In Mischern, Abfüllstationen und Reinigungsanlagen werden EPDM- oder Silikon-Varianten eingesetzt, die mit ätherischen Ölen und wässrigen Formulierungen kompatibel sind.
Fleisch- und Geflügelverarbeitung
NBR-Varianten für fetthältige Medien, HNBR für erhöhte Temperaturen und chemische Reinigung in Schlachtbetrieben und Kühlhäusern, besonders an Anlagen mit intensivem Betrieb und entsprechendem Dichtflächenverschleiß.

Do's and Dont's

Do's:
  • Werkstoff entsprechend dem Betriebsmedium und der Betriebstemperatur auswählen (NBR für Öle/Fette, EPDM für Dampf/Reiniger, FKM für aggressive Chemikalien).
  • Dichtungsringe kühl, trocken, lichtgeschützt und frei von Ozon lagern gemäß DIN 7716.
  • Bei CIP-/SIP-Prozessen Werkstoff auf Beständigkeit gegen das jeweilige Reinigungs- und Sterilisationsmittel sowie die Prozesstemperatur prüfen.
  • Beim Einlegen des Rings auf gleichmäßiges Aufliegen achten, da die erhöhte Bauhöhe ein Verkanten begünstigen kann.
Don'ts:
  • Keine Mischung von Bauformen (Standard, Bund und hohe Ausführung) innerhalb einer Verschraubung.
  • NBR-Ringe nicht mit Dampf, Heißwasser über +100 °C oder alkalischen Reinigungsmitteln einsetzen.
  • Keine scharfen Werkzeuge bei der Montage verwenden, die die Dichtfläche des Rings beschädigen könnten.
  • Dichtungsringe nicht über längere Zeit UV-Licht oder Ozon aussetzen, da dies die Elastomere vorzeitig spröde macht.

Montage

  1. Kontaktflächen von Kegelstutzen und Überwurfmutter auf Sauberkeit und Beschädigungsfreiheit prüfen.
  2. Dichtungsring in hoher Ausführung in den Kegelstutzen einlegen. Die größere Bauhöhe erfordert korrekte Ausrichtung, damit der Ring gleichmäßig aufliegt und nicht verkantet.
  3. Überwurfmutter von Hand anziehen, bis die Verbindung spürbar dichtet. Kein übermäßiges Drehmoment aufwenden, da zu hohe Flächenpressung den Dichtungsring dauerhaft verformt.
  4. Nach der ersten Inbetriebnahme die Verbindung auf Leckagefreiheit prüfen. Bei Bedarf leicht nachziehen.
  5. Dichtungsring bei jeder Demontage visuell prüfen. Deformierte, eingeschnittene oder ausgehärtete Ringe austauschen.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen der Standardausführung und der hohen Ausführung?

Die Standardausführung hat eine flache Scheibenform mit definierter Schnurstärke. Die hohe Ausführung weist eine größere Bauhöhe auf, die beim Anziehen der Überwurfmutter einen stärkeren Materialausgleich ermöglicht. Sie wird bevorzugt eingesetzt, wenn Dichtflächen Unebenheiten oder Verschleiß aufweisen oder wenn höhere Systemdrücke einen vergrößerten Dichtungsquerschnitt erfordern.

Welchen Werkstoff soll ich für CIP-Reinigungsanlagen wählen?

Für CIP-Prozesse mit alkalischen Reinigern (z.B. NaOH) und Temperaturen bis +90 °C ist EPDM die erste Wahl, da der Werkstoff sehr gute Beständigkeit gegen alkalische Medien und Heißwasser aufweist. Bei sauren Reinigern oder Temperaturen über +130 °C sind FKM oder PTFE zu bevorzugen. NBR ist für CIP-Anwendungen nicht geeignet, da der Werkstoff gegen wässrige alkalische Medien und Dampf nicht ausreichend beständig ist.

Bis zu welcher Temperatur ist der EPDM-Dichtungsring einsetzbar?

EPDM-Milchrohrverschraubungsringe sind dauerhaft bis +130 °C einsetzbar. Für SIP-Anwendungen (Sterilization in Place) mit Sattdampf sind FKM- oder PTFE-Varianten zu wählen, da diese Temperaturen über +150 °C standhalten.

Sind die Dichtungsringe für den direkten Lebensmittelkontakt zugelassen?

Ja. Alle Werkstoffe dieser Artikelgruppe entsprechen den Anforderungen der EU-Verordnung 1935/2004, der EG VO 10/2011, den Empfehlungen des BfR XXI bzw. XV Kategorie 4 sowie der FDA CFR 21 §177.2600 bzw. §177.1550. Die Werkstoffe sind ADI-free (frei von Produkten tierischen Ursprungs, TSE/BSE-frei), frei von Bisphenol A und B sowie phthalatfrei.

Welche Werkstoffvariante ist für aggressive Reinigungsmittel mit Chlor geeignet?

FKM (Viton) und PTFE bieten die beste Beständigkeit gegen oxidative Medien wie Chlor, Ozon und Wasserstoffperoxid. EPDM ist bei niedrigen Chlorkonzentrationen und Raumtemperatur bedingt geeignet. NBR ist für chlorhaltige Medien nicht geeignet.

Können die Dichtungsringe mit Edelstahl-Verschraubungen anderer Hersteller verwendet werden?

Ja, sofern die Gegenstücke ebenfalls der DIN 11851 entsprechen. Die Norm definiert die Kegelgeometrie, das Rundgewinde und die Maßtoleranzen einheitlich, sodass Dichtungsringe und Armaturen verschiedener Hersteller innerhalb der Normtoleranzen austauschbar sind. Die Maßtoleranzen der Dichtungsringe sind nach ISO 3302 Teil 1 Klasse M2 festgelegt.