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Führungsband Service-Box 15 x 2,5 mm

Beschreibung

Das Führungsband F506 besteht aus Duroplast-Polyestergewebe (TSE 041) mit eingelagerten PTFE-Schmierzusätzen. Es verhindert den direkten Metallkontakt zwischen Kolben und Zylinderrohr bzw. zwischen Stange und Stangenbuchse in hydraulischen und pneumatischen Zylindern. Mikrostrukturen auf der Bandoberfläche binden Hydraulikflüssigkeit, die als kontinuierliche Zusatzschmierung wirkt.

Der Temperaturbereich reicht von -40°C bis +120°C. Die zulässige Flächenpressung beträgt 115 MN/m² bei 23°C und 58 MN/m² bei 80°C. Das Band ist für Mineralöle nach ASTM1 und ASTM3 sowie für HFA-, HFC- und HFD-Flüssigkeiten geeignet. Der Reibungskoeffizient liegt trocken bei 0,50 und geschmiert bei 0,06.

Die Service-Box enthält eine 10 m lange Flachspule im Querschnitt 15 x 2,5 mm (Nutbreite L1 = 15 mm, Banddicke S = 2,5 mm). Der Querschnitt entspricht ISO 10766. Die Flachspule eignet sich für den Reparatur- und Servicebereich, wo verschiedene Zylinderdurchmesser mit einem Bandquerschnitt abgedeckt werden. Das Band wird vor Ort mit einer Amboss-Schere auf Maß zugeschnitten und in die Führungsnut eingelegt.

Merkmale

  • TypF506 Gewebe-Führungsband
  • WerkstoffDuroplast-Polyestergewebe mit PTFE-Schmierzusätzen (TSE 041)
  • FarbeRot
  • Banddicke (S)2,5 mm
  • Nutbreite (L1)15 mm
  • Lieferlänge10 m (Flachspule)
  • Temperaturbereich-40°C bis +120°C
  • Zulässige Flächenpressung115 MN/m² bei 23°C / 58 MN/m² bei 80°C
  • Flächenpressung bei Versagen450 MN/m²
  • Reibungskoeffizient trocken0,50
  • Reibungskoeffizient geschmiert0,06
  • Spezifisches Gewicht1,27 g/cm³
  • MedienbeständigkeitMineralöle ASTM1/ASTM3, HFA, HFC, HFD
  • NormISO 10766
  • AnwendungStangen- und Kolbenführung

Vorteile

  • Selbstschmierend durch PTFE-Schmierzusätze und Mikrostrukturen auf der Bandoberfläche, die Hydraulikflüssigkeit als Zusatzschmierung binden
  • Reibungskoeffizient von 0,06 im geschmierten Betrieb reduziert Stick-Slip-Effekte in hydraulischen Zylindern
  • Zulässige Flächenpressung von 115 MN/m² bei 23°C ermöglicht den Einsatz auch unter hohen Seitenlasten
  • Querschnitt nach ISO 10766 für direkte Verwendung in Normeinbauräumen ohne Nacharbeiten
  • 10-m-Flachspule in der Service-Box deckt viele verschiedene Zylinderdurchmesser ab und reduziert den Lagerbedarf im Servicebereich
  • Nahezu keine Quellung in Mineralölen und wassergemischten HFA/HFC-Flüssigkeiten

Einsatzgebiete

Hydraulikzylinder in Pressen und Spritzgießmaschinen
Das F506-Führungsband übernimmt die Kolbenführung in hydraulischen Arbeitszylindern, wo hohe Seitenlasten auftreten und die zulässige Flächenpressung von 115 MN/m² ausgenutzt wird.
Stangenbuchsen in Bau- und Nutzfahrzeughydraulik
In Lenkzylindern und Hubzylindern von Bau- und Landmaschinen führt das Band die Kolbenstange und verhindert Metallkontakt auch bei exzentrischer Lasteinleitung.
Werkzeugmaschinen mit hydraulischen Vorschubeinheiten
Oszillierende Zylinder in Schleif- und Honmaschinen profitieren vom niedrigen Reibungskoeffizienten von 0,06 im geschmierten Betrieb und den daraus resultierenden gleichmäßigen Vorschubbewegungen.
Hydraulische Hebeeinrichtungen und Hubarbeitsbühnen
Teleskopzylinder und Gleichgangzylinder in Hebebühnen setzen das Band als Führungselement ein, da es bei Temperaturen bis -40°C auch im Winterbetrieb die Führungsfunktion beibehält.
Service- und Reparaturbetriebe für Hydraulikzylinder
Die 10-m-Flachspule deckt als Lagerhaltung im Servicebereich viele verschiedene Zylinderdurchmesser mit einem Bandquerschnitt ab, da der Zuschnitt direkt an der Maschine erfolgt.
Pneumatische Linearantriebe mit Seitenlasten
In pneumatischen Zylindern mit exzentrischer Krafteinleitung, etwa in Handlingsystemen, übernimmt das Führungsband die Querlasten und entlastet die Dichtungen.

Do's and Dont's

Do's:
  • Schnittspalt W gemäß Tabellenwert für den jeweiligen Durchmesser wählen
  • Gleitfläche auf die vorgeschriebene Oberflächengüte Ra 0,4 μm bearbeiten
  • Sicherheitsfaktor 2:1 bei der Berechnung der zulässigen Flächenpressung einrechnen
  • Bei Spiralband oder Flachspule Schnittwerkzeug (Amboss-Schere) vor der Montage auf Schärfe prüfen
  • Führungsband kühl, trocken und lichtgeschützt lagern
Don'ts:
  • Nicht mit Phosphatester-Hydraulikflüssigkeiten (HFD-R, Skydrol) einsetzen, wenn Verträglichkeit nicht separat bestätigt ist
  • Maximale Temperatur und maximalen Betriebsdruck nicht gleichzeitig erreichen
  • Keinen Trockenlauf über längere Zeit zulassen, da die Selbstschmierung eine Mindestbenetzung mit dem Betriebsmedium voraussetzt
  • Band nicht mit scharfkantigen Werkzeugen in die Nut drücken, um Faserbrüche zu vermeiden
  • G min nicht unterschreiten, um metallischen Kontakt und Fressschäden an Gleitflächen zu verhindern

Montage

  1. Einbauraum auf Sauberkeit und Beschädigungen prüfen. Die Gleitfläche (Stange oder Zylinderrohr) muss eine Rautiefe von Ra 0,4 μm / Rz 1,6 μm einhalten.
  2. Benötigte Bandlänge bestimmen: Führungsband um die Stange legen (Stangenanwendung) oder in die Kolbennut einlegen (Kolbenanwendung), Überlappungspunkt markieren. Den erforderlichen Schnittspalt W laut Einbauraumdaten ergänzen und zweite Markierung setzen.
  3. Band an der zweiten Markierung mit einer Amboss-Schere im Standardwinkel (60°) oder im geraden Schnitt abschneiden. Keine Schleifscheiben oder Sägen verwenden.
  4. Führungsband ohne Verdrehen in die Nut einlegen. Der Schnittstoß muss gleichmäßig über den Umfang verteilt sein.
  5. Mindestspiel G min sicherstellen: Bei Zylinderdurchmessern bis 50 mm gilt G min = 0,70 mm, bei größeren Durchmessern entsprechend den Einbauraumdaten. Metallischer Kontakt zwischen Stange und Stangenbuchse darf nicht auftreten.
  6. Beim Anfahren sicherstellen, dass das Medium das Führungsband ausreichend benetzt. Trockenlauf zu Beginn möglichst kurz halten.

FAQ

Bis zu welcher Temperatur ist das F506-Führungsband einsetzbar?

Das Führungsband F506 ist dauerhaft von -40°C bis +120°C einsetzbar. Die Maximalwerte für Temperatur, Druck und Geschwindigkeit sollten dabei nicht gleichzeitig erreicht werden.

Welche Hydraulikflüssigkeiten verträgt das F506-Führungsband?

Das Band ist beständig gegen Mineralöle nach ASTM1 und ASTM3 sowie gegen wassergemischte HFA- und HFC-Flüssigkeiten und synthetische HFD-Flüssigkeiten. Die Verträglichkeit mit Phosphatester-Flüssigkeiten (z. B. Skydrol) ist vor dem Einsatz separat zu prüfen.

Wie bestimme ich den richtigen Schnittspalt W beim Zuschneiden?

Der Schnittspalt W hängt vom Durchmesser der Stange oder des Kolbens ab. Bei Innendurchmessern bis 50 mm beträgt W zwischen 1,5 und 3,0 mm, bei Durchmessern bis 120 mm zwischen 3,5 und 5,0 mm. Der genaue Wert ist der Einbauraum-Tabelle im Hallite-Datenblatt zu entnehmen.

Kann das F506-Führungsband trocken eingebaut und betrieben werden?

Kurzzeitiger Trockenlauf bei der Inbetriebnahme ist möglich, da das Band PTFE-Schmierzusätze enthält. Für den Dauerbetrieb ist eine Benetzung mit dem Betriebsmedium erforderlich, da die Mikrostrukturen auf der Bandoberfläche Flüssigkeit als kontinuierliche Zusatzschmierung binden.

Welche Oberflächengüte muss die Gleitfläche haben?

Die Gleitfläche (Stange oder Zylinderbohrung) muss auf Ra 0,4 μm / Rz 1,6 μm bearbeitet sein. Rauere Oberflächen erhöhen den Verschleiß des Führungsbands und verkürzen die Standzeit.

Was ist der Unterschied zwischen der Flachspule (Service-Box) und dem Spiralband?

Die Flachspule in der Service-Box ist auf 10 m Länge konfektioniert und für den Reparatur- und Servicebereich ausgelegt, wo schneller Zugriff und einfache Handhabung gefragt sind. Das Spiralband wird für Händler oder Kunden mit hohem Bedarf an verschiedenen Durchmessern empfohlen und ist in größeren Mengen und mehr Durchmesservarianten erhältlich.

Wie berechne ich die zulässige Flächenpressung für meine Anwendung?

Die zulässige Flächenpressung beträgt 115 MN/m² bei 23°C und 58 MN/m² bei 80°C. Für die Auslegung ist die projizierte Fläche des Führungsbands heranzuziehen und ein Sicherheitsfaktor von 2:1 einzurechnen. Bei hin- und hergehenden Anwendungen gilt die zulässige Flächenpressung, bei rotierenden Wellen werden die pv-Grenzwerte verwendet.