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Innen-ød1 [mm]
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Außen-øD1 [mm]
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Breite H
Werkstoff
Artikelnummer Innen-ød1 (mm) Außen-øD1 (mm) Breite H (mm) Typ Werkstoff
00501505-0516 Wellendichtring DIN 3760
Form AS 5x15x5 FPM
5 15 5 Form AS FPM
Weitere Informationen nach Anmeldung
00501905-0504 Wellendichtring DIN 3760
Form AS 5x19x5 NBR
5 19 5 Form AS NBR
Weitere Informationen nach Anmeldung
00601505-0504 Wellendichtring DIN 3760
Form AS 6x15x5 NBR
6 15 5 Form AS NBR
Weitere Informationen nach Anmeldung
00601605-0504 Wellendichtring DIN 3760
Form AS 6x16x5 NBR
6 16 5 Form AS NBR
Weitere Informationen nach Anmeldung
00601606-0516 Wellendichtring DIN 3760
Form AS 6x16x6 FPM
6 16 6 Form AS FPM
Weitere Informationen nach Anmeldung
00601607-0504 Wellendichtring DIN 3760
Form AS 6x16x7 NBR
6 16 7 Form AS NBR
Weitere Informationen nach Anmeldung
00602207-0504 Wellendichtring DIN 3760
Form AS 6x22x7 NBR
6 22 7 Form AS NBR
Weitere Informationen nach Anmeldung
00602208-0504 Wellendichtring DIN 3760
Form AS 6x22x8 NBR
6 22 8 Form AS NBR
Weitere Informationen nach Anmeldung
00701607-0504 Wellendichtring DIN 3760
Form AS 7x16x7 NBR
7 16 7 Form AS NBR
Weitere Informationen nach Anmeldung
00801405-0504 Wellendichtring DIN 3760
Form AS 8x14x5 NBR
8 14 5 Form AS NBR
Weitere Informationen nach Anmeldung
00801604-0516 Wellendichtring DIN 3760
Form AS 8x16x4 FPM
8 16 4 Form AS FPM
Weitere Informationen nach Anmeldung
00801605-0504 Wellendichtring DIN 3760
Form AS 8x16x5 NBR
8 16 5 Form AS NBR
Weitere Informationen nach Anmeldung

Dokumente

Beschreibung

Die Bauform AS entspricht der Bauform A nach DIN 3760, ergänzt um eine zweite Dichtlippe als Staubschutz. Der Grundaufbau besteht aus einem metallischen Versteifungsring, der federvorgespannten Dichtlippe und einem gummielastischen Außenmantel. Die Staublippe verhindert das Eindringen von Schmutz, Staub und Spritzwasser von außen, ohne die Abdichtung nach innen zu beeinträchtigen.

Der gummielastische Außenmantel übernimmt mehrere Aufgaben gleichzeitig: Er verhindert Rostbildung zwischen Gehäuse und Dichtring, gleicht Wärmedehnungen aus und überbrückt größere Rauheiten der Aufnahmebohrung. Beim Dichtringwechsel ist das Verletzungsrisiko für das Gehäuse durch den Gummimantel deutlich geringer als bei Ringen mit metallischem Außenring.

Die Welle muss im Dichtungsbereich drallfrei geschliffen oder glattgewalzt sein, mit einer maximalen Rauheit Rt 1–4 µm (Ra 0,2–0,4 µm). Die Wellenhärte beträgt mindestens 45 HRC; bei stärkerem Schmutzanfall und Umfangsgeschwindigkeiten über 4 m/s werden 55–60 HRC empfohlen. Die Aufnahmebohrung wird mit Toleranz H8 bei Rt max. 16 µm (Ra max. 3,2 µm) ausgeführt.

Standardwerkstoffe sind NBR mit Temperaturbereich von -40 °C bis +100 °C bei max. 12 m/s sowie FPM mit -30 °C bis +170 °C bei max. 35 m/s. Weitere Werkstoffe wie Silikon, EPDM, HNBR und ACN sind auf Anfrage lieferbar. Im Einzelfall sind bis 0,5 bar bei Umfangsgeschwindigkeiten bis 2,8 m/s zulässig.

Merkmale

  • BauformAS nach DIN 3760 (Form A mit zusätzlicher Staublippe)
  • NormDIN 3760
  • StandardwerkstoffeNBR, FPM (Viton®); weitere auf Anfrage
  • Temperaturbereich NBR-40 °C bis +100 °C
  • Temperaturbereich FPM-30 °C bis +170 °C
  • Max. Umfangsgeschwindigkeit NBR12 m/s
  • Max. Umfangsgeschwindigkeit FPM35 m/s
  • Max. Druck0,5 bar (nur bis 2,8 m/s)
  • Wellentoleranceh11
  • Aufnahmebohrung ToleranzH8
  • WellenrauheitRa 0,2–0,4 µm (Rt 1–4 µm), drallfrei
  • Aufnahmebohrung RauheitRa max. 3,2 µm (Rt max. 16 µm)
  • Mindest-Wellenhärte45 HRC (bei v > 4 m/s oder starkem Schmutzanfall: 55–60 HRC)
  • AußenmantelGummielastisch

Vorteile

  • Zusätzliche Staublippe schützt das Lager vor Schmutz, Staub und Spritzwasser von außen, ohne die Hauptdichtfunktion zu beeinflussen.
  • Der gummielastische Außenmantel verhindert Rostbildung zwischen Gehäuse und Dichtring und überbrückt größere Rauheiten der Aufnahmebohrung ohne zusätzliche Nachbearbeitung.
  • Wärmedehnungen des Gehäuses werden durch den Gummimantel elastisch ausgeglichen, was die statische Dichtwirkung am Außendurchmesser langfristig aufrechterhält.
  • Beim Dichtringwechsel ist das Gehäuse besser geschützt als bei Ausführungen mit metallischem Außenring, weil der Gummimantel Kratzer und Beschädigungen verhindert.
  • FPM-Ausführung bleibt bis +170 °C und bei 35 m/s Umfangsgeschwindigkeit funktionstüchtig, womit sie auch in schnell laufenden Antrieben und bei erhöhten Betriebstemperaturen einsetzbar ist.

Einsatzgebiete

Getriebe und Getriebegehäuse
WDR Form AS dichtet Getriebewellen nach innen gegen Ölaustritt ab, während die Staublippe Schmutz und Metallpartikel von außen fernhält.
Elektromotoren und Antriebswellen
Einsatz an abtriebsseitigen Wellenenden, wo neben der Öldichtheit auch Staub- und Spritzwasserschutz gefordert ist, beispielsweise in staubigen Produktionsumgebungen.
Pumpen und Kompressoren
Abdichtung der Antriebswelle an der Wellendurchführung, wo durch den gummielastischen Außenmantel auch geringfügige Fluchtungsfehler und Gehäusetoleranzen ausgeglichen werden.
Landmaschinen und Baumaschinen
Die Staublippe schützt Lager und Schmiermittel vor dem in diesen Einsatzbereichen typisch hohen Staub- und Schmutzanfall bei rotierenden Achsen und Zapfwellen.
Lüfter und Ventilatoren
Abdichtung der Lüfterwelle an der Gehäusedurchführung, wo keine hohen Drücke auftreten, aber Staub und Feuchtigkeit von außen ferngehalten werden müssen.
Werkzeugmaschinen
Abdichtung von Spindeln und Nebenantrieben, wo der gummielastische Außenmantel Wärmedehnungen des Spindelstocks ausgleicht und den Dichtring bei Revisionsarbeiten leichter wechselbar macht.
Förderanlagen und Förderbänder
Abdichtung von Umlenkrollenwellen und Trommelantrieben, die in staubiger oder nasser Umgebung betrieben werden und eine kombinierte Öl- und Schmutzabdichtung benötigen.

Do's and Dont's

Do's:
  • Welle im Dichtungsbereich drallfrei schleifen oder glattwalzen (Ra 0,2–0,4 µm)
  • Wellenhärte von mindestens 45 HRC sicherstellen; bei v > 4 m/s oder starkem Schmutzanfall 55–60 HRC
  • Dichtring bis zur Montage in lichtgeschützter Originalverpackung lagern
  • Lagertemperatur unter +25 °C halten; bei NBR max. 7 Jahre Lagerzeit, bei FPM max. 10 Jahre (nach DIN 7716)
  • Dichtlippe vor Montage auf Beschädigungen prüfen und leicht einfetten
  • Einbauschrägen an Welle und Gehäuse nach DIN 3760 ausführen

Don'ts:
  • Nicht einschlagen, sondern immer einpressen
  • Nicht schräg zur Wellenachse montieren (verursacht Pumpwirkung und Leckage)
  • Kein Fett auf den Außenmantel auftragen (verschlechtert den Festsitz im Gehäuse)
  • Keine Lagerung mit Kontakt zu Ozonquellen (Elektromotoren, Hochspannungsgeräte) oder direktem UV-Licht
  • Kein dauerhafter Betrieb über 0,5 bar Druck, außer bei Sonderausführung AS-P
  • Keine Lagerung in verformtem oder eingespanntem Zustand

Montage

  1. Aufnahmebohrung und Welle auf Sauberkeit, Kratzer und Beschädigungen prüfen. Bohrung muss Toleranz H8 aufweisen.
  2. Welle muss drallfrei geschliffen sein (Ra 0,2–0,4 µm) und Toleranz h11 aufweisen. Einbauschrägen nach DIN 3760 Tab. 5 und 7 sicherstellen.
  3. Dichtlippe vor der Montage leicht mit Betriebsmedium oder kompatiblem Fett benetzen. Kein Fett am Außenmantel aufbringen.
  4. WDR exakt senkrecht zur Wellenachse in die Aufnahmebohrung einpressen. Nicht einschlagen. Schrägstellung vermeiden, da dies eine unerwünschte Pumpwirkung und Leckage verursacht.
  5. Nach der Montage prüfen, ob der Dichtring gerade sitzt und nicht verkantet ist. Sitz der Dichtlippe auf der Welle kontrollieren.

Die Dichtlippe wird bei Ölabdichtung zum Lager hin gerichtet (nach innen). Bei Einsatz als Schmutzabdichtung zeigt die Hauptdichtlippe nach außen. Die Staublippe der Form AS ist konstruktiv immer nach außen orientiert.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Bauform A und Bauform AS?

Die Bauform AS entspricht der Bauform A nach DIN 3760, besitzt jedoch eine zweite Dichtlippe aus Elastomer als Staubschutz. Diese Staublippe ist nach außen gerichtet und verhindert das Eindringen von Staub, Schmutz und Spritzwasser, während die Hauptdichtlippe die Mediumseite (z.B. Getriebeöl) abdichtet. Die Bauform A hat nur eine einzige Dichtlippe.

Welche Wellenhärte ist für den Einsatz eines WDR Form AS erforderlich?

Die Welle muss im Laufbereich des Dichtrings mindestens 45 HRC aufweisen. Bei Umfangsgeschwindigkeiten über 4 m/s oder starkem Schmutzanfall empfehlen sich 55–60 HRC, um vorzeitigen Verschleiß der Dichtlippe durch Welleneinfräsung zu verhindern.

Welche Wellenrauheit ist vorgeschrieben?

Die Lauffläche muss drallfrei geschliffen oder glattgewalzt sein und darf maximal Ra 0,2–0,4 µm (Rt 1–4 µm) aufweisen. Drallriefen in der Oberfläche wirken wie eine Förderschnecke und pumpen das Schmiermittel trotz anliegender Dichtlippe nach außen.

Bis zu welcher Umfangsgeschwindigkeit ist der WDR Form AS einsetzbar?

In NBR-Ausführung bis 12 m/s, in FPM-Ausführung bis 35 m/s. Bei Druckbelastung bis 0,5 bar ist die zulässige Umfangsgeschwindigkeit auf 2,8 m/s begrenzt. Für druckbelastete Anwendungen über 0,5 bar steht die Sonderausführung AS-P zur Verfügung.

Warum darf der WDR nicht eingeschlagen werden?

Beim Einschlagen wirken Schlagimpulse auf den Versteifungsring und die Dichtlippe, was zu Verformungen, Rissen in der Vulkanisationszone oder einer Schrägstellung im Gehäuse führt. Eine Schrägstellung erzeugt durch die rotierende Welle eine Pumpwirkung, die Leckage verursacht. Korrekt ist ausschließlich gleichmäßiges, senkrechtes Einpressen.

Welches Fett eignet sich zur Montage des WDR?

Die Dichtlippe wird vor der Montage mit dem Betriebsmedium oder einem kompatiblen Fett leicht benetzt, um den Einlauf zu erleichtern und Trockenlaufschäden zu vermeiden. Der Außenmantel bleibt fettfrei, damit der Festsitz in der Aufnahmebohrung nicht beeinträchtigt wird. Als Universalmontagefett ist das Einbaufett HZ 103 geeignet.

Wie lange können WDR Form AS gelagert werden?

NBR-Ausführungen sind nach DIN 7716 maximal 7 Jahre lagerbar, FPM-Ausführungen maximal 10 Jahre, jeweils unter korrekten Lagerbedingungen (unter +25 °C, max. 65 % Luftfeuchtigkeit, kein UV-Licht, kein Ozonkontakt). Nach Ablauf der Erstlagerzeit ist eine Qualitätskontrolle vor weiterem Einsatz erforderlich.