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Federstecker doppelt Werksnorm, Artnr. FD90

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Beschreibung

Der Federstecker FD90 ist ein federndes Sicherungselement mit zwei Windungen aus Federstahldraht. Zwei Windungen erzeugen höhere Federkraft als Ausführungen mit einer Windung und halten auch bei wiederholt gelösten Bolzenverbindungen. Der Windungsinnendurchmesser D = 30 mm passt auf Wellendurchmesser von 24 bis 40 mm mit einer Querbohrung von d1 = 9 mm.

Der Federstecker wird aus Federstahl 1.1200 nach EN 10270-1 mit Zugfestigkeiten bis 1850 N/mm² gefertigt. Die galvanische Verzinkung schützt die Oberfläche gegen atmosphärische Korrosion in normalen Industrieumgebungen.

Federstecker sind formschlüssige Sicherungselemente und übertragen keine Kräfte. Sie eignen sich für Bolzen- und Achsverbindungen, die regelmäßig geöffnet und wieder gesichert werden. Die Montage erfolgt mit Hand oder Zange: Das Drahtende (ohne Windung) wird durch die Querbohrung der Welle geführt, bis der Federstecker sicher sitzt; zum Lösen genügt seitlicher Druck mit einer Zange.

Merkmale

  • WerkstoffFederstahl 1.1200
  • WerkstoffnormEN 10270-1
  • OberflächeGalvanisch verzinkt
  • AusführungDoppelt, 2 Windungen (FD-Serie)
  • ProduktnormWerksnorm
  • Drahtdurchmesser d8 mm
  • Bohrungsdurchmesser d19 mm
  • Windungsinnendurchmesser D30 mm
  • Aktive Federlänge l76 mm
  • Länge L130 mm
  • Wellendurchmesser D124 bis 40 mm
  • Zugfestigkeit Rmbis 1850 N/mm²
  • dDrahtdurchmesser
  • d1Bohrung in der Welle
  • DWindungsinnendurchmesser
  • lAktive Federlänge
  • LLänge
  • D1Wellendurchmesser

Vorteile

  • Zwei Windungen erzeugen höhere Federkraft als Ausführungen mit einer Windung (FE-Serie) und halten die Verbindung auch bei häufig gelösten Bolzenverbindungen.
  • Montage und Demontage mit Hand oder Zange verkürzen den Wechselaufwand bei Verbindungen, die regelmäßig geöffnet werden.
  • Galvanische Verzinkung schützt gegen atmosphärische Korrosion in normalen Industrieumgebungen, ohne zusätzliche Behandlung.
  • Der Federstecker wird aus Federstahl 1.1200 nach EN 10270-1 mit Zugfestigkeit bis 1850 N/mm² gefertigt und hält die Federkraft bei kompakten Abmessungen.
  • Die formschlüssige Sicherung hält Bolzen und Achsen auch unter Vibrationen in Position.

Einsatzgebiete

Bolzenverbindungen an Baumaschinen
Federstecker sichern Bolzen an Baggern, Ladern und Raupenfahrzeugen gegen axiales Lösen. Die Ausführung mit zwei Windungen hält auch bei Vibrationen und häufigem Lösen im Wartungsbetrieb.
Achssicherung an Kränen und Hebezeugen
Fahrwerksachsen und Lenkbolzen an Kran- und Hebezeugkonstruktionen werden mit Federsteckern gegen unbeabsichtigtes Herausfallen gesichert und lassen sich mit Hand oder Zange demontieren.
Landwirtschaftliche Maschinen und Anbaugeräte
Zapfwellenadapter, Kupplungsbolzen und Gelenkpunkte an Anbaugeräten für Traktoren werden mit Federsteckern gesichert, die sich im Feldeinsatz schnell lösen und wieder einsetzen lassen.
Anhänger und Fahrzeugaufbauten
Deichselbolzen, Stützfußverbindungen und Kuppelbolzen an Anhängern werden mit Federsteckern lagegesichert, da diese eine schnelle Trennung der Verbindung erlauben.
Werkzeugmaschinen und Maschinenzubehör
Einstellbolzen, Anschlagachsen und Spannmittelverbindungen an Werkzeugmaschinen werden mit Federsteckern gegen Lageänderung gesichert, wenn häufiges Umrüsten gefordert ist.
Gestelle und bewegliche Rahmenkonstruktionen
Schwenkachsen, Gelenklager und Verbindungsbolzen in Rahmengestellen und Fördersystemen werden mit Federsteckern fixiert, die bei Bedarf schnell zugänglich und austauschbar sind.

Do's and Dont's

Do's:
  • Wellendurchmesser und Bohrungsdurchmesser vor der Montage mit den Nennmaßen D1 = 24-40 mm und d1 = 9 mm abgleichen.
  • Nach der Demontage auf Verformungen, Risse und Korrosionsschäden prüfen, bevor der Stecker wiederverwendet wird.
  • Trocken und sauber lagern, geschützt vor Feuchtigkeit und direktem Kontakt mit korrosiven Medien.
Don'ts:
  • Nicht zur Kraftübertragung verwenden; Federstecker sind ausschließlich Sicherungselemente für axiale Lagesicherung.
  • Keine Bohrungen mit falschem Durchmesser verwenden; ein zu großes Passmaß verhindert das zuverlässige Einrasten durch Federspannung.
  • Stark verformte oder korrodierte Federstecker nicht wiederverwenden.

Montage

  1. Wellendurchmesser prüfen: Er muss im Bereich D1 = 24 bis 40 mm liegen. Die Querbohrung in der Welle muss einen Durchmesser von d1 = 9 mm aufweisen.
  2. Welle, Bohrung und Federstecker auf Schmutz, Grate und Beschädigungen kontrollieren.
  3. Federstecker mit dem Drahtende (ohne Windung) durch die Querbohrung stecken, bis die Windungen außen federnd einrasten. Mit Hand oder Zange möglich.
  4. Sitz prüfen: Der Federstecker muss sich ohne seitlichen Druck nicht aus der Bohrung ziehen lassen.
  5. Zur Demontage den Stecker mit einer Zange seitlich zusammendrücken und aus der Bohrung ziehen.

FAQ

Für welche Wellendurchmesser ist der Federstecker FD90 geeignet?

Der FD90 passt auf Wellen mit einem Durchmesser von 24 bis 40 mm (D1-Bereich). Die Querbohrung in der Welle muss einen Durchmesser von d1 = 9 mm aufweisen, damit der 8-mm-Draht (d = 8 mm) mit Federspannung einrastet. Wellendurchmesser außerhalb dieses Bereichs erfordern eine andere Baugröße der FD-Serie.

Kann ein Federstecker zur Kraftübertragung eingesetzt werden?

Nein. Federstecker sind formschlüssige Sicherungselemente und dienen ausschließlich dazu, Bolzen und Achsen gegen axiales Lösen zu sichern. Zur Übertragung von Kräften oder Drehmomenten sind sie nicht geeignet; für diese Aufgaben kommen andere Verbindungselemente wie Passstifte oder Keile zum Einsatz.

Was ist der Unterschied zwischen FD- und FE-Federsteckern?

FE-Federstecker haben eine Windung, FD-Federstecker haben zwei Windungen. Die Ausführung FD mit zwei Windungen erzeugt mehr Federkraft und hält auch bei höher beanspruchten oder häufig gelösten Verbindungen. FD90 und FE90 haben beide d = 8 mm Drahtdurchmesser, unterscheiden sich aber in der Länge.

Darf der Federstecker FD90 mehrfach verwendet werden?

Ja, Federstecker sind wiederverwendbar, sofern sie nach der Demontage keine sichtbaren Verformungen, Risse oder Korrosionsschäden zeigen. Bei sicherheitsrelevanten Verbindungen oder nach starker mechanischer Belastung empfiehlt HENNLICH den Austausch gegen ein neues Bauteil.

Worin unterscheiden sich Federstecker nach Werksnorm von DIN-11024-Ausführungen?

DIN-11024-Ausführungen (FD-D-Serie) folgen genormten Maßen; der FD90D hat zum Beispiel L = 150 mm bei d = 7 mm. Die Werksnorm-Ausführung FD90 hat L = 130 mm, D = 30 mm und d = 8 mm bei gleichem Wellendurchmesser-Bereich von 24 bis 40 mm.