Zum Hauptinhalt springen
Sie haben das Produkt erfolgreich für die Anfrage vorgemerkt.
Sie haben das Produkt erfolgreich von Ihrer Anfrage-Liste entfernt.

Federstecker doppelt Werksnorm, Artnr. FD65

Dokumente

Beschreibung

Federstecker der FD-Serie sind Sicherungselemente mit zwei Windungen aus Federstahldraht. Sie werden mit dem Drahtende (ohne Windung) in eine Querbohrung einer Welle oder Achse eingesteckt und sichern dort montierte Bauteile axial gegen Verschieben. Die zwei Windungen erzeugen eine federnde Klemmkraft, die den Stecker sicher an der Welle hält.

Der Federstecker wird aus patentiert-gezogenem Federstahldraht 1.1200 (EN 10270-1) mit einer Zugfestigkeit von bis zu 1.850 N/mm² gefertigt. Die galvanische Verzinkung schützt die Oberfläche gegen atmosphärische Korrosion.

Das Modell FD65 hat einen Drahtdurchmesser von 6 mm und einen Bohrungsdurchmesser von 6,5 mm. Die Länge beträgt 120 mm, der Windungsinnendurchmesser 30 mm. Geeignet für Wellendurchmesser von 24 bis 36 mm. Der Wellendurchmesser muss innerhalb dieses Bereichs liegen, damit der Stecker seine Klemmkraft entfaltet.

Die Montage erfolgt mit Hand oder Zange: Das Drahtende (ohne Windung) wird durch die Querbohrung der Welle gesteckt, bis die Windungen außen federnd einrasten. Federstecker lassen sich wiederholt montieren und demontieren und ermöglichen so schnelle Wartungs- und Umbauarbeiten.

Merkmale

  • WerkstoffFederstahl 1.1200, EN 10270-1
  • Oberflächegalvanisch verzinkt
  • Windungsanzahl2 (doppelt)
  • NormWerksnorm
  • Zugfestigkeit (Rm)bis 1.850 N/mm²
  • Drahtdurchmesser (d)6 mm
  • Bohrungsdurchmesser (d1)6,5 mm
  • Windungsinnendurchmesser (D)30 mm
  • Wellendurchmesser-Bereich (D1)24–36 mm
  • Länge (L)120 mm
  • Aktive Federlänge (l)70 mm
  • dDrahtdurchmesser
  • d1Bohrung in der Welle
  • DWindungsinnendurchmesser
  • D1Wellendurchmesser
  • LLänge
  • lAktive Federlänge

Vorteile

  • Zwei Windungen erzeugen höhere Haltekraft als Federstecker mit einer Windung und erschweren unbeabsichtigtes Herausrutschen auch bei Vibrationen.
  • Der Federstecker wird aus Federstahl 1.1200 nach EN 10270-1 mit Zugfestigkeit bis 1.850 N/mm² gefertigt und hält die Federkraft stabil.
  • Galvanische Verzinkung schützt gegen atmosphärische Korrosion ohne zusätzliche Nachbehandlung.
  • Montage und Demontage mit Hand oder Zange direkt an der Maschine möglich.
  • Der Stecker lässt sich nach dem Ausbau erneut einsetzen, sofern keine sichtbare Verformung oder Korrosion vorliegt.

Einsatzgebiete

Gelenkbolzen an landwirtschaftlichen Anbaugeräten
Federstecker sichern Verbindungsbolzen an Pflügen, Eggen und Anbaugeräten axial. Die Demontage mit Hand oder Zange erleichtert das Wechseln der Geräte im Feldeinsatz.
Verdrehsicherung von Kronenmuttern
In Kombination mit Kronenmuttern nach DIN 935 sichern Federstecker das Gewinde gegen selbsttätiges Lösen durch Vibration, zum Beispiel an Lenkbolzen und Fahrwerkskomponenten.
Scharnierbolzen an Maschinengehäusen und Wartungsklappen
An Inspektionsklappen von Maschinen halten Federstecker die Scharnierbolzen in Position und lassen sich mit Hand oder Zange öffnen.
Achssicherung an Hebevorrichtungen und Transportwagen
Federstecker sichern Achs- und Lagerbolzen an Rollwagen und Hubwagen gegen axiales Herausrutschen.
Verbindungsbolzen an Bagger-Anbaugeräten und Baumaschinen
An Schnellwechselsystemen von Baggern fixieren Federstecker die Verbindungsbolzen. Sie lassen sich schnell tauschen.
Steckbolzensicherung in der Fördertechnik
In Verbindungselementen von Förderketten und Transportanlagen sichern Federstecker Steckbolzen bei häufig geöffneten und geschlossenen Verbindungsstellen.

Do's and Dont's

Do's:
  • Wellendurchmesser (D1 = 24–36 mm) und Bohrungsdurchmesser (d1 = 6,5 mm) vor der Montage prüfen.
  • Stecker nach jedem Ausbau auf Verformung und Korrosion sichtprüfen.
  • Trocken und geschützt vor aggressiven Medien lagern.
Don'ts:
  • Nicht mit scharfen Werkzeugen wie Schraubenzieher oder Meißel demontieren: Das verformt den Draht dauerhaft.
  • Keinen Stecker verwenden, dessen Draht sichtbar verbogen oder stark korrodiert ist.

Montage

  1. Wellendurchmesser prüfen: Er muss im Bereich 24–36 mm (D1) liegen. Die Querbohrung in der Welle muss Durchmesser 6,5 mm (d1) haben.
  2. Federstecker auf Beschädigungen, Dauerverformung oder Korrosion sichtprüfen. Beschädigte Stecker nicht einsetzen.
  3. Federstecker mit dem Drahtende (ohne Windung) durch die Querbohrung stecken, bis die Windungen außen federnd einrasten. Mit Hand oder Zange möglich.
  4. Sitz kontrollieren: Der Stecker muss fest in der Bohrung klemmen und sich nicht unbeabsichtigt lösen. Er hält das auf der Welle montierte Bauteil axial in Position.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen einem einfachen und einem doppelten Federstecker?

Federstecker mit zwei Windungen (FD-Serie) erzeugen höhere Federkraft als Federstecker mit einer Windung (FE-Serie). Sie sitzen fester und eignen sich besser für Anwendungen mit Vibrationen oder höheren axialen Kräften. Beide Typen lassen sich mit Hand oder Zange montieren.

Wie wähle ich den richtigen Federstecker für meinen Wellendurchmesser aus?

Der Wellendurchmesser muss im angegebenen D1-Bereich des Federsteckers liegen. Für den FD65 gilt D1 = 24–36 mm. Die Querbohrung in der Welle muss Durchmesser d1 = 6,5 mm haben. Liegt der Wellendurchmesser außerhalb des D1-Bereichs, ist ein anderes Modell zu wählen.

Kann ein Federstecker nach dem Ausbau wiederverwendet werden?

Ja, sofern der Draht nicht sichtbar verformt, gebrochen oder stark korrodiert ist. Nach jedem Ausbau sind Federform und Drahtoberfläche zu prüfen. Stecker mit Dauerverformung bringen die erforderliche Klemmkraft nicht mehr auf und sind zu ersetzen.

Was ist der Unterschied zwischen Federstecker nach Werksnorm und nach DIN 11024?

FD-Werksnorm und FD-D (DIN 11024) unterscheiden sich in Maßen und Geometrie. Der FD65 Werksnorm hat D1 = 24–36 mm und Länge 120 mm; der FD65D nach DIN 11024 hat D1 = 26–34 mm und Länge 97 mm. Beide haben zwei Windungen, sind aber nicht untereinander austauschbar.

Reicht die galvanische Verzinkung des FD65 in jeder Umgebung aus?

Im trockenen Innenbetrieb schützt die galvanische Verzinkung zuverlässig gegen atmosphärische Korrosion. Bei dauerhaft feuchten, salzhaltigen oder chemisch belasteten Umgebungen, etwa bei Außenanlagen oder maritimen Anwendungen, reicht sie langfristig oft nicht aus.