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Beschreibung
Der Federstecker FD35 ist ein federndes Sicherungselement mit zwei Windungen aus Federstahldraht. Die zwei Windungen erzeugen höhere Federkraft als Ausführungen mit einer Windung und widerstehen dem Lösen unter Vibration und Stoßbelastung besser. Der Federstecker wird mit dem Drahtende (ohne Windung) durch die Querbohrung (d1=3,5 mm) der Welle gesteckt, bis die Windungen außen federnd einrasten; das Entnehmen ist mit Hand oder Zange möglich.Der Federstecker FD35 wird aus Federstahldraht 1.1200 nach EN 10270-1 mit einer Zugfestigkeit von bis zu 1850 N/mm² gefertigt. Die galvanische Verzinkung schützt die Oberfläche gegen Korrosion unter normalen Witterungs- und Betriebsbedingungen.
Der FD35 passt zu Wellendurchmessern von 14–20 mm (D1) und erfordert eine Querbohrung von d1=3,5 mm. Drahtdurchmesser d=3 mm, Windungsinnendurchmesser D=16 mm, Länge L=62 mm.
Merkmale
- WerkstoffFederstahl 1.1200
- WerkstoffnormEN 10270-1
- Windungszahl2 (doppelt)
- Oberflächegalvanisch verzinkt
- AusführungsnormWerksnorm
- Drahtdurchmesser d3 mm
- Bohrungsdurchmesser d13,5 mm
- Windungsinnendurchmesser D16 mm
- Wellendurchmesserbereich D114–20 mm
- Länge L62 mm
- Aktive Federlänge l32 mm
- dDrahtdurchmesser
- d1Bohrung in der Welle
- DWindungsinnendurchmesser
- D1Wellendurchmesser
- LLänge
- lAktive Federlänge
Vorteile
- Zwei Windungen erzeugen höhere Federkraft als Ausführungen mit einer Windung und erschweren das Lösen unter Vibration und Stoßbelastung.
- Montage und Demontage mit Hand oder Zange durch das Einsteckprinzip, geeignet für häufig gelöste Verbindungen.
- Der Federstecker wird aus Federstahl 1.1200 nach EN 10270-1 mit Zugfestigkeit bis 1850 N/mm² gefertigt.
- Galvanische Verzinkung schützt gegen Witterungseinflüsse und Korrosion unter normalen Außenbedingungen.
- Passender Federstecker wählbar anhand zweier Parameter: Wellendurchmesser D1 und Bohrungsdurchmesser d1, ohne Auslegungsrechnung.
Einsatzgebiete
- Landmaschinen und Anbaugeräte
- Federstecker FD35 sichern Verbindungsbolzen an Anbaugeräten wie Pflügen, Grubbern und Mähwerken gegen axiales Herausrutschen. Die Steckverbindung mit Hand oder Zange erlaubt schnelle Gerätewechsel im Feldbetrieb.
- Anhänger und Zugdeichseln
- An Zugdeichseln und Anhängerkupplungen sichert der Federstecker FD35 den Kupplungsbolzen. Zwei Windungen halten den Stecker auch unter Vibration und Stoßbelastung im Straßenbetrieb in Position.
- Forstmaschinen und Kommunalfahrzeuge
- In Forstmaschinen und kommunalen Nutzfahrzeugen kommen Federstecker FD35 an Zapfwellen- und Gelenkwellenverbindungen zum Einsatz, wo Bolzen häufig gewechselt werden müssen.
- Antriebstechnik und Getriebebau
- In Getrieben und Wellenkupplungen sichert der FD35 Wellenstecker gegen axiales Verschieben. Der Wellendurchmesserbereich beträgt D1=14–20 mm.
- Baumaschinen und Erdbewegungsgeräte
- An Schaufeln, Anbauwerkzeugen und Gelenken von Baumaschinen sichert der Federstecker FD35 Verbindungsbolzen. Die galvanische Verzinkung schützt gegen Korrosion bei der Außenverwendung unter Feuchte und Schmutz.
Do's and Dont's
Do's:- Wellendurchmesser vor der Montage messen, um die richtige FD-Größe für D1=14–20 mm auszuwählen.
- Querbohrung in der Welle auf d1=3,5 mm prüfen und Grate vor der Montage entfernen.
- Stecker nach Stoßbelastungen auf festen Sitz prüfen.
- Keine scharfen Werkzeuge oder Schraubenzieher zum Herausziehen verwenden, da die Windungen sich verbiegen.
- Nicht als Ersatz für lasttragende Verbindungselemente einsetzen: Federstecker verhindern axiales Verschieben, übertragen aber keine Antriebskräfte.
- Nicht in Bohrungen mit vom Nenndurchmesser d1=3,5 mm abweichendem Maß einsetzen, da zu enge Bohrungen die Federkraft überlasten und zu weite die Arretierung aufheben.
Montage
- Wellendurchmesser messen und prüfen, ob er im Bereich D1=14–20 mm liegt.
- Querbohrung in der Welle auf d1=3,5 mm prüfen und Grate an der Bohrungskante entfernen.
- Federstecker mit dem Drahtende (ohne Windung) durch die Querbohrung stecken, bis die Windungen außen federnd einrasten. Mit Hand oder Zange möglich.
- Sitz prüfen: Der Stecker darf sich nicht axial verschieben lassen und muss spürbar federn.
- Zum Lösen den Federstecker an der Windung gleichmäßig herausziehen, keine scharfen Werkzeuge verwenden.
FAQ
- Für welche Wellendurchmesser ist der Federstecker FD35 geeignet?
Der Federstecker FD35 ist für Wellendurchmesser von 14–20 mm (D1) ausgelegt. Die Querbohrung in der Welle muss d1=3,5 mm betragen; der Drahtdurchmesser des Steckers ist d=3 mm. Für andere Wellendurchmesser stehen weitere FD-Größen mit jeweils eigenen D1-Bereichen und Bohrungsmaßen zur Verfügung.
- Was ist der Unterschied zwischen Federsteckern mit einer und mit zwei Windungen?
Federstecker mit zwei Windungen (FD-Serie) erzeugen höhere Federkraft als Federstecker mit einer Windung (FE-Serie). Diese höhere Kraft erhält den Formschluss besser unter Vibration und Stoßbelastung. Bei starken Vibrationen ist unter Umständen die FD-Serie mit zwei Windungen zu empfehlen.
- Wie entnimmt man einen eingesetzten Federstecker aus der Bohrung?
Den Federstecker entnimmt man durch gleichmäßiges axiales Herausziehen an der Windung. Scharfe Werkzeuge oder Schraubenzieher vermeiden, da diese die Drahtwindungen verbiegen. Bei festgesetzten Steckern hilft leichtes Klopfen auf die gegenüberliegende Seite, bevor man den Stecker herauszieht.
- Was ist der Unterschied zwischen dem FD35 nach Werksnorm und dem FD35D nach DIN 11024?
Der FD35 (Werksnorm) und der FD35D (DIN 11024) haben unterschiedliche Abmessungen und sind nicht austauschbar. FD35: d=3 mm, D=16 mm, L=62 mm, D1=14–20 mm. FD35D: d=2,8 mm, D=20 mm, L=48 mm, D1=11–14 mm. Beim Austausch muss geprüft werden, welche Normausführung verbaut ist.