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Artikelnummer Innendurchmesser (mm) Druckstufe PN (Bar)
00710034020-R-EP65 Flachdichtring aus EPDM65
71x34x2 mm, DN25/PN10-40
nach DIN EN1514-1
34 40

Beschreibung

EPDM-Flachdichtungen mit 65 Shore A sind aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk gefertigt. Die mittlere Härte von 65 Shore A sorgt dafür, dass sich die Dichtung Unebenheiten und leichten Graten der Flanschfläche gut anpasst, ohne unter Klemmdruck übermäßig zu fließen.

Der Werkstoff EPDM ist dauerhaft beständig gegen Heißwasser und Sattdampf, Ozon, UV-Strahlung, Witterungseinflüsse sowie verdünnte Säuren und Laugen. Gute elektrische Isoliereigenschaften kommen in Anwendungen mit spannungsführenden Anlageteilen zugute. Der Temperaturbereich liegt bei -30°C bis +100°C.

Mineralöle, Fette, Kraftstoffe und Kohlenwasserstoffe greifen EPDM an. Für solche Medien sind NBR- oder FPM-Flachdichtungen zu wählen. Eine Beständigkeitsprüfung gegen das jeweilige Betriebsmedium ist vor dem Einsatz empfohlen.

Die Dichtungen werden nach Kundenwunsch aus EPDM-Vollgummiplatten gestanzt oder geschnitten und sind in Standard-Flanschabmessungen nach DIN 2690 und EN 1514-1 lieferbar.

Merkmale

  • WerkstoffEPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk)
  • Härte65 Shore A
  • Temperaturbereich-30°C bis +100°C
  • BeständigkeitHeißwasser, Dampf, Ozon, UV-Strahlung, verdünnte Säuren und Laugen
  • Nicht beständig gegenMineralöle, Fette, Kraftstoffe, Kohlenwasserstoffe
  • NormDIN 2690, EN 1514-1 (Form IBC und FF)
  • Lagerung nachDIN 7716

Vorteile

  • Beständig gegen Heißwasser und Sattdampf bis +100°C, geeignet für Wasser- und Dampfleitungen ohne zusätzlichen Korrosionsschutz.
  • Hohe Ozon- und UV-Beständigkeit nach DIN 7716: Lagerzeit bis zu 10 Jahre ohne Qualitätsverlust.
  • 65 Shore A Härte passt sich Flanschunebenheiten gut an und schließt leichte Oberflächenfehler zuverlässig ab.
  • Gute elektrische Isoliereigenschaften reduzieren elektrolytische Korrosion an Rohranschlüssen aus unterschiedlichen Metallen.
  • Beständig gegen verdünnte Säuren und Laugen (pH 4–12), einsetzbar in Chemikalienleitungen mit wässrigen Medien.

Einsatzgebiete

Trinkwasser- und Heißwasserleitungen
EPDM-Flachdichtungen dichten Flanschverbindungen in Trinkwassersystemen und Heißwasserkreisläufen ab. EPDM ist beständig gegen chloriertes Wasser und Heißwasser bis +100°C.
Dampfleitungen und Wärmetauscher
Einsatz an Flanschverbindungen von Sattdampfleitungen und Wärmetauschern, wo Dampfbeständigkeit und Temperaturwechselbeständigkeit gefordert sind.
Klimaanlagen und HLK-Systeme
Abdichtung von Flanschverbindungen in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, da EPDM witterungs- und ozonbeständig ist und Außeneinsätzen standhält.
Pumpen und Kreisellaufpumpengehäuse
Flachdichtungen für Deckel- und Gehäuseflansche an Wasserpumpen und Umwälzpumpen in Wasser- und Wärmeversorgungsanlagen.
Chemieanlagen mit wässrigen Medien
Geeignet für Flanschabdichtungen bei verdünnten Säuren und Laugen (pH 4–12), beispielsweise in Wasseraufbereitungsanlagen und Kühltürmen.
Sanitär- und Wasserinstallation
Standard-Flanschdichtungen nach DIN 2690 für Rohrleitungsarmaturen, Absperrventile und Rohrkupplungen im Sanitärbereich.
Lebensmittel- und Getränkeindustrie
EPDM-Qualitäten mit FDA- oder KTW-Zulassung für Rohrleitungsflansche in Lebensmittelverarbeitungsanlagen, wo Heißwasser-CIP-Reinigungen durchgeführt werden.

Do's and Dont's

Do's:
  • Dichtung vor dem Einbau auf Risse, Verhärtungen oder Beschädigungen prüfen.
  • Kühl, trocken und UV-geschützt lagern (max. +25°C, Luftfeuchtigkeit ca. 65 %) gemäß DIN 7716.
  • In Originalverpackung lagern und FIFO-Prinzip anwenden.
  • Gefrorene Dichtungen vor dem Einbau auf ca. +20°C anwärmen.
  • Beständigkeitsnachweis für das Betriebsmedium vor Erstverwendung prüfen.
Don'ts:
  • Nicht in Leitungen für Mineralöle, Fette, Kraftstoffe oder Kohlenwasserstoffe verwenden.
  • Keinen Kontakt mit Lösungsmitteln, Ölen oder Fetten während der Lagerung.
  • Dichtungen nicht aufhängen, eindrücken oder auslängen — spannungsfreie Lagerung erforderlich.
  • Kein direktes Sonnenlicht oder ozonerzeugende Geräte (Elektromotoren, Hochspannungsgeräte) im Lagerbereich.
  • Keine scharfen Werkzeuge bei der Montage verwenden, die die Dichtoberfläche beschädigen könnten.

Montage

  1. Flanschflächen vor dem Einbau auf Verunreinigungen, Korrosion und mechanische Beschädigungen prüfen. Reste alter Dichtungen vollständig entfernen.
  2. Flanschflächen fettfrei reinigen. Kein Montagefett auf der Dichtfläche verwenden, da EPDM durch Mineralöle angegriffen wird.
  3. Dichtung lagerichtig einlegen, so dass alle Schraubenbohrungen fluchten. Keine Überdehnungen oder Faltenbildung.
  4. Schrauben gleichmäßig über Kreuz anziehen, bis die empfohlene Flächenpressung erreicht ist. Anzugsmoment gemäß Flanschnorm und Dichtungsdicke einhalten.
  5. Bei Dampf- und Heißwasserverbindungen Schrauben nach dem ersten Aufheizen nachjustieren, um Setzungsverlusten entgegenzuwirken.

FAQ

Bis zu welcher Temperatur ist die EPDM 65 Shore A Flachdichtung dauerhaft einsetzbar?

Die Dichtung ist für einen Dauertemperaturbereich von -30°C bis +100°C ausgelegt. Kurzzeitige Spitzen bis +120°C sind möglich, sollten aber die Ausnahme bleiben, da höhere Temperaturen die Elastizität langfristig beeinträchtigen.

Kann ich EPDM-Flachdichtungen in Hydraulik- oder Schmierölsystemen verwenden?

Nein. EPDM ist nicht beständig gegen Mineralöle, Fette und Kohlenwasserstoffe. Für hydraulische Systeme auf Mineralölbasis sind NBR- oder FPM-Flachdichtungen zu wählen.

Ist die EPDM-Flachdichtung für Trinkwasser zugelassen?

Standardqualitäten aus EPDM sind grundsätzlich für Trinkwasseranwendungen geeignet, wenn die Dichtung KTW- oder DVGW-geprüft ist. Für sicherheitskritische Trinkwasseranlagen ist die jeweilige Zulassung der eingesetzten Charge zu prüfen.

Warum soll man EPDM-Dichtungen nicht mit Fett montieren?

EPDM quillt in Kontakt mit Mineralölen und Fetten auf. Montagefett auf Mineralölbasis greift das Material an und mindert die Dichtleistung. Bei Bedarf kann Wasser oder eine auf EPDM-kompatibles Mittel als Gleithilfe verwendet werden.

Wie lange kann ich EPDM-Flachdichtungen lagern?

Gemäß DIN 7716 beträgt die Erstlagerzeit für EPDM 10 Jahre bei sachgemäßer Lagerung (max. +25°C, trocken, UV-geschützt, spannungsfrei). Nach Ablauf der Erstlagerzeit ist eine Qualitätskontrolle auf Risse und Verhärtungen durchzuführen, danach ist eine weitere Lagerperiode von 5 Jahren möglich.

Was ist der Unterschied zwischen EPDM 65 Shore A und EPDM 50 Shore A Flachdichtungen?

Die Härte beeinflusst die Verformbarkeit unter Klemmdruck. Eine weichere 50 Shore A Dichtung passt sich stärker unebenen Flanschflächen an, neigt aber eher zum Fließen unter hohem Anzugsmoment. Eine 65 Shore A Dichtung ist formstabiler und eignet sich für Flansche mit gleichmäßigen, sauberen Dichtflächen und definiertem Anzugsmoment.