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Innen-ød1 [mm]
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Breite H
Werkstoff
Artikelnummer Innen-ød1 (mm) Außen-øD1 (mm) Breite H (mm) Typ Werkstoff
0400043817-0404ATL NBR-Gewebe-Wellendichtring
R60-400,05x438,15x17,45
ATLMP-AntiTwistLip-Design
400,05 438,15 17,45 CARCOSEAL R60 (SCA) NBR-Gewebe
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0400043817-0404ATL-H H/NBR-Gewebe-Wellendichtring
R60-400,05x438,15x17,45
ATLMP-AntiTwistLip-Design
400,05 438,15 17,45 CARCOSEAL R60 (SCA) HNBR-Gewebe
Weitere Informationen nach Anmeldung
0400044020-0404ATL-H H/NBR-Gewebe-Wellendichtring
R60-400x440x20
ATLMP-AntiTwistLip-Design
400 440 20 CARCOSEAL R60 (SCA) HNBR-Gewebe
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0710075020-0439ATL-V FPM-Gewebe-Wellendichtring
R60-710x750x20
ATLMP-AntiTwistLip-Design
710 750 20 CARCOSEAL R60 (SCA) FPM-Gewebe
Weitere Informationen nach Anmeldung
1105116925-0404ATL-V Viton-Gewebe-Wellendichtring
R60-1105x1169x25
ATLMP-AntiTwistLip-Design
1105 1169 25 CARCOSEAL R60 (SCA) FPM-Gewebe
Weitere Informationen nach Anmeldung

Beschreibung

Der CARCOSEAL R60 SCA basiert auf dem Standardprofil R50 und ergänzt dieses um umlaufende und radiale Nuten im Dichtungsrücken. Durch diese Nuten lässt sich Schmiermittel direkt in den Raum zwischen zwei Dichtringen zuführen, ohne einen separaten Laternen- oder Zwischenring zu benötigen.

Der Dichtungsrücken besteht aus doppelt gerolltem Gummi-Gewebe, das das Metallgehäuse konventioneller Wellendichtringe ersetzt. Die Gewebeschulter hat keine offenen Faserenden und ist dadurch beständig gegen aggressive Medien. Bei Montage und Demontage entsteht kein Beschädigungsrisiko an Welle oder Gehäuse; der Ring ist wiederverwendbar.

Die Dichtlippe liegt flach auf der Welle auf und bildet einen Meniskus-Effekt, der einen tragfähigen Schmierfilm aufbaut und das Einlaufen der Welle verhindert. Eine tiefliegende Edelstahlfeder (AISI 302) sorgt für gleichmäßigen Anpressdruck auch bei großer Exzentrizität und hoher Umfangsgeschwindigkeit. Die Elastomer-PTFE-Mischung der Dichtlippe reduziert die Reibung gegenüber Standard-Gummi um ca. 25 % und verlängert die Lebensdauer.

Verfügbar in NBR-PTFE (bis +120 °C), H-NBR (bis +170 °C) und FPM/Viton® (bis +200 °C). Mehr als 25.000 Standarddichtungen sind ab Lager bei HENNLICH verfügbar; Sondergrößen werden im HSC Suben kurzfristig gefertigt.

Merkmale

  • Typ / BezeichnungCARCOSEAL R60 SCA – Radialwellendichtring mit Schmiernutprofil
  • BauartGewebeverstärkt, ohne Metallgehäuse; Dichtungsrücken aus doppelt gerolltem Gummi-Gewebe
  • BesonderheitUmlaufende und radiale Nuten für Fett-/Öldurchlässe (Schmiermittelzuführung ohne Zwischenring)
  • EinbauanordnungRücken an Rücken (Lagerabdichtung) oder Tandem mit gleichgerichteten Lippen (maximale Dichtheit)
  • Werkstoffe (verfügbar)NBR-PTFE/Gewebe, H-NBR/Gewebe, FPM (Viton®)/Gewebe
  • Temperaturbereich NBR-PTFE−40 °C bis +120 °C
  • Temperaturbereich H-NBR−40 °C bis +170 °C
  • Temperaturbereich FPM−20 °C bis +200 °C
  • Max. Umfangsgeschwindigkeit (H-NBR / FPM)25 m/s
  • Max. Umfangsgeschwindigkeit (NBR-PTFE)15 m/s (20 m/s kein Dauerbetrieb)
  • Max. Betriebsdruck0,5 bar (bis 1,5 bar bei niedriger Drehzahl)
  • FederEdelstahl AISI 302, tiefliegend; Federlänge bei Montage um max. 5 % kürzbar
  • Toleranz Wellendurchmesser d1h11
  • Toleranz Gehäusebohrung D1H9
  • Oberflächenhärte Lauffläche45–60 HRC; Einhärttiefe mindestens 0,5 mm
  • Lauffläche RaDrallfreier Schliff; zu glatte Oberflächen (< 0,1 µm Ra) vermeiden
  • Geteilte AusführungR60G (CARCOSEAL/SCA/SPLIT) – Montage ohne Wellenausbau
  • Selbsthaltende AusführungR60A (CARCOSEAL/SCA/SF) – für Gehäuse ohne axiale Halteplatte (nur drucklos)

Vorteile

  • Schmiermittelzuführung direkt durch die Dichtung möglich: Die radialen und umlaufenden Nuten des R60 SCA ermöglichen Fett- oder Öldurchlässe ohne separaten Laternen- oder Zwischenring.
  • Kein Metallgehäuse: Der Gummi-Geweberücken verhindert Beschädigungen an Welle und Gehäuse bei Montage und Demontage; der Ring kann mehrfach verwendet werden.
  • Ca. 25 % weniger Reibung als Standard-Gummi: Die Elastomer-PTFE-Mischung der Dichtlippe reduziert Reibungswärme und verlängert die Standzeit.
  • Gleichmäßiger Anpressdruck bei großen Exzentrizitäten: Die tiefliegende Edelstahlfeder AISI 302 hält den Dichtkontakt auch bei dynamischer Unwucht und großem Lagerspiel aufrecht.
  • Beständig gegen aggressive Medien: Die doppelt gerollte Gewebeschulter ohne offene Faserenden verträgt öl- und wasserbasierte Fluide sowie Fette.
  • Paariger Einbau schützt das Lager zweiseitig: Rücken-an-Rücken-Anordnung dichtet gleichzeitig gegen Ölaustritt nach innen und Schmutz- oder Wassereintritt von außen ab.

Einsatzgebiete

Wasserkraft und Turbinenbau
Abdichtung von Turbinenwellen, Leitapparaten, Wehranlagen und Kugelhahnwellen. Zwei R60-Ringe Rücken an Rücken schützen das Lageröl vor Wassereintritt und verhindern Leckage nach außen.
Getriebe in der Zement- und Zuckerindustrie
In staubhaltiger Umgebung mit abrasiven Medien dichtet die Rücken-an-Rücken-Anordnung das Getriebe gegen Schmutz ab; die Schmiermittelzuführung durch die R60-Nuten reduziert Reibungsverschleiß an der Dichtlippe.
Schiffbau: Ruderanlagen und Querstrahlruder
Abdichtung von Ruderwellen und Querstrahlruder-Wellen, wo Meerwasserbeständigkeit und Dauerdichtheit bei wechselnden Druckverhältnissen gefordert sind.
Rührwerke und Förderwellen
Schlammpumpen und Rührwerkswellen mit großer Exzentrizität: Die tiefliegende Edelstahlfeder des R60 gleicht dynamische Unwucht aus und hält den Dichtkontakt aufrecht.
Walzwerke (Warm- und Kaltwalzen)
Walzenlagerabdichtung in der Stahl- und Aluminiumindustrie. Die Tandemanordnung mit Zwischenschmierung über die R60-Nuten verlängert die Standzeit bei abrasiven Partikeln im Medium.
Windkraftanlagen
Abdichtung langsam laufender Großwellen mit großen Wellendurchmessern, wo konventionelle Wellendichtringe mit Metallgehäuse mechanisch schädigen oder nicht verfügbar sind.
Papierindustrie
Abdichtung von Walzenwellen in Papiermaschinen, wo der Kontakt mit Wasser und Papierfasern gesteuerte Schmierung erfordert. Die Nut des R60 ermöglicht gezielte Fettzuführung ohne Unterbrechung der Produktion.

Do's and Dont's

Do's:
  • Immer zwei R60-Ringe paarweise einbauen (Rücken an Rücken oder Tandem)
  • Dichtlippe vor Montage mit Spezialfett HZ 103 einölen
  • Radiale Nuten beider Ringe beim Einbau übereinanderausrichten
  • Lauffläche der Welle mit drallfreiem Schliff ausführen (45–60 HRC, Einhärttiefe mind. 0,5 mm)
  • Einbauschrägen an der Welle vorsehen oder Montagehülsen verwenden
  • Dichtring und Feder nach Wellenmontage auf korrekten Sitz und Geradlage prüfen
  • Lagerbedingungen nach DIN 7716 einhalten: kühl, trocken, UV-geschützt, ohne mechanische Spannung
Don'ts:
  • Kein Fett am Ringaußendurchmesser aufbringen (verringert Festsitz im Gehäuse)
  • Dichtring nicht verdrehen oder überdehnen
  • Keinen Einzelring einbauen – der R60 ist ausschließlich für den paarweisen Einbau ausgelegt
  • Keine zu glatten Wellenoberflächen (< 0,1 µm Ra) – verhindert Schmierfilmaufbau
  • Hartverchromte Laufflächen: ausreichende Schichtdicke sicherstellen, abplatzende Chrompartikel beschädigen die Dichtlippe
  • R60A (selbsthaltende Ausführung) nicht bei erhöhten Temperaturen einsetzen – unterschiedliche Wärmedehnung beeinträchtigt den Festsitz

Montage

  1. Aufnahmebohrung auf Sauberkeit, Fettfreiheit und Oberflächenbeschädigungen prüfen. Nutgrund Ra ≤ 1,6 µm, Nutflanken Ra ≤ 3,2 µm.
  2. Dichtlippe mit Spezialfett HZ 103 einölen; Dichtring mit der Hand walken, um gleichmäßige Federspannkraft zu erreichen. Kein Fett am Ringaußendurchmesser aufbringen.
  3. Darauf achten, dass die radialen Nuten der beiden R60-Ringe bei Rücken-an-Rücken-Montage übereinanderliegen, damit die Schmiermittelkanäle durchgängig sind.
  4. Einbaurichtung wählen: Lippe bei Ölabdichtung zum Lager, bei Schmutzabdichtung nach außen. Beim Tandemeinbau beide Lippen gleichrichten.
  5. Dichtring von Hand in die Aufnahmebohrung einsetzen. Ausreichende Einbauschrägen an der Welle sicherstellen (15° oder 30° je nach Wellendurchmesser und Querschnitt). Fehlen Einbauschrägen, Montagehülsen mit gerundeten Übergängen verwenden.
  6. Federlänge kann bei Bedarf um max. 5 % gekürzt werden. Dichtringe sind größer als die Nenndurchmesser – Nennmaße am Ring mit den mechanischen Teilen abgleichen.
  7. Nach der Wellenmontage Sitz von Dichtring und Feder prüfen. Ring muss gerade in der Nut sitzen, keine Schrägstellung. Dichtlippe nochmals nachfetten für gute Konservierung und Einlauferleichterung.

FAQ

Warum müssen immer zwei R60-Ringe eingebaut werden?

Der R60 ist für den paarweisen Einbau ausgelegt: Rücken an Rücken dichtet er das Lageröl gegen Austritt nach außen und verhindert gleichzeitig das Eindringen von Schmutz oder Wasser von außen. Im Tandemeinbau mit gleichgerichteten Lippen wird eine höhere Dichtheitsanforderung erfüllt, wobei das Schmiermittel über die radialen Nuten in den Raum zwischen den Dichtringen zugeführt wird.

Was ist der Unterschied zwischen R60 und R50?

Der R60 (CARCOSEAL/SCA) basiert auf demselben Grundprofil wie der R50 (CARCOSEAL/UN) und ist in allen anderen Eigenschaften identisch. Der einzige Unterschied: Der R60 hat umlaufende und radiale Nuten im Dichtungsrücken, die eine Schmiermittelzuführung direkt durch die Dichtung ermöglichen, ohne einen separaten Laternen- oder Zwischenring einzubauen.

Bis zu welcher Temperatur ist der CARCOSEAL R60 dauerhaft einsetzbar?

Das hängt vom gewählten Werkstoff ab. In NBR-PTFE ist der R60 dauerhaft bis +120 °C einsetzbar (Untergrenze −40 °C). In H-NBR bis +170 °C. In FPM/Viton® bis +200 °C (Untergrenze −20 °C). Bei erhöhten Temperaturen die Variante R60A (selbsthaltend) nicht verwenden, da unterschiedliche Wärmedehnungen den Festsitz im Gehäuse beeinträchtigen können.

Welcher Werkstoff ist für Kontakt mit Mineralöl und Wasser geeignet?

NBR-PTFE und H-NBR eignen sich für nahezu alle Fluide auf Öl- und Wasserbasis sowie Fette. H-NBR bietet zusätzlich bessere Beständigkeit gegen H2S und Kraftstoffe. FPM/Viton® deckt einen breiteren Chemikalienbereich ab und ist für aggressivere Medien sowie höhere Temperaturen geeignet. Die Edelstahlfeder AISI 302 ist in allen Varianten korrosionsbeständig.

Kann der R60 bei Überdruck eingesetzt werden?

Der R60 ist für Betriebsdrücke bis 0,5 bar ausgelegt; bei niedriger Drehzahl bis 1,5 bar. Für Anwendungen mit dauerhaft mehr als 0,5 bar ist der CARCOSEAL R70 (AP) die richtige Wahl: Er hat einen Stützring, der die Dichtlippe vor dem Umklappen schützt.

Wie lässt sich der R60 wechseln, ohne die Welle auszubauen?

Für einen Austausch ohne Wellendemontage steht die geteilte Ausführung R60G (CARCOSEAL/SCA/SPLIT) zur Verfügung. Die selbstverschraubende Feder wird auseinandergeschraubt und um die Welle gelegt; die Stoßstellen bestehen aus reinem Gummi und sind leckagefrei. Die Teilfuge muss bei Einbau oben liegen; sie darf nicht verklebt werden.