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Breite H
Werkstoff
Artikelnummer Innen-ød1 (mm) Außen-øD1 (mm) Breite H (mm) Typ Werkstoff
0240028016-0403 NBR-Gewebe-Wellendichtring
R50A-240x280x16
240 280 16 CARCOSEAL R50A (UN/SF) NBR-Gewebe
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0298033617-0403 NBR-Gewebe-Wellendichtring
R50A-298,4x336,5x17,4
298,4 336,5 17,4 CARCOSEAL R50A (UN/SF) NBR-Gewebe
Weitere Informationen nach Anmeldung
0440049022-0413 Viton-Gewebe-Wellendichtring
R50A-440x490x22
440 490 22 CARCOSEAL R50A (UN/SF) FPM-Gewebe
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Beschreibung

Der CARCOSEAL R50A basiert auf dem Standardprofil R50, unterscheidet sich davon aber durch seinen speziell verstärkten und härteren Gummigeweberücken an der Dichtringschulter. Diese Verstärkung sorgt für den notwendigen Festsitz im Gehäuse, sodass keine separate axiale Halteplatte erforderlich ist. Er ist ausschließlich in endloser Ausführung lieferbar und nur für drucklosen Betrieb geeignet.

Die Dichtlippe ist mit einer tiefliegenden Edelstahlfeder (AISI 302) vorgespannt, die gleichmäßigen Kontakt auch bei großer Wellenexzentrizität sicherstellt. Die Carcoflон®-Beschichtung der Dichtlippe reduziert Reibung, verhindert den Stick-Slip-Effekt und schützt bei kurzzeitiger Mangelschmierung. Standardmäßig ist die Dichtlippe aus einer Elastomer-PTFE-Mischung gefertigt, die ca. 25 % weniger Reibung erzeugt als konventioneller Gummi.

Das Gummi-Gewebegehäuse ersetzt das bei klassischen Wellendichtringen übliche Metallgehäuse. Die Gewebeschulter ist doppelt gerollt, sodass keine offenen Faserenden entstehen und aggressive Medien keinen Angriffspunkt finden. Bei Montage und Demontage entstehen keine Beschädigungen am Gehäuse, und der Ring ist grundsätzlich wiederverwendbar.

Aufgrund der unterschiedlichen Wärmedehnungskoeffizienten von Gummi und Gewebe ist die Ausführung A nicht für erhöhte Temperaturen empfohlen. Wenn konstruktiv möglich, sollte die Montagesicherung immer über eine axiale Halteplatte (Typ R50) bevorzugt werden.

Merkmale

  • Typ / BezeichnungCARCOSEAL R50A (UN/SF)
  • BauformSelbsthaltender Radialwellendichtring, Gummi-Gewebe, endlose Ausführung
  • Werkstoff StandardNBR-PTFE / Gewebe
  • Werkstoff AlternativenH-NBR / Gewebe; FPM (Viton®) / Gewebe
  • Temperaturbereich NBR-40 °C bis +120 °C
  • Temperaturbereich H-NBR-40 °C bis +170 °C
  • Temperaturbereich FPM-20 °C bis +200 °C
  • Max. Umfangsgeschwindigkeit NBR15 m/s (bis 20 m/s kein Dauerbetrieb)
  • Max. Umfangsgeschwindigkeit H-NBR / FPM25 m/s
  • Max. Betriebsdruck0 bar (ausschließlich druckloser Betrieb)
  • FederEdelstahl AISI 302, tiefliegend
  • DichtlippenbeschichtungCarcoflон® (Standard bei UN/SF)
  • GehäusetoleranzH9 (Ø D1)
  • Wellentoleranzh11 (Ø d1)
  • Norm EinbaugehäuseDIN 3760 (axial offenes Gehäuse ohne Halteplatte)
  • Lagerzeit NBRbis 7 Jahre nach DIN 7716
  • LieferformEndlos (kein Split lieferbar)

Vorteile

  • Einbau in axial offene Gehäuse nach DIN 3760 ohne axiale Halteplatte möglich, da der speziell verstärkte Geweberücken den notwendigen Festsitz allein erzeugt.
  • Carcoflон®-Beschichtung der Dichtlippe verhindert den Stick-Slip-Effekt und schützt die Lippe bei kurzzeitiger Mangelschmierung.
  • Elastomer-PTFE-Mischung der Dichtlippe erzeugt ca. 25 % weniger Reibung als Standard-Gummi, was die Reibungswärme senkt und die Lebensdauer verlängert.
  • Gummi-Gewebegehäuse ohne Metallkern schließt Beschädigungen an der Gehäusebohrung bei Montage und Demontage aus; der Ring ist grundsätzlich wiederverwendbar.
  • Tiefliegende Edelstahlfeder (AISI 302) sichert gleichmäßigen Lippen-Kontakt auch bei großer Wellenexzentrizität und hohen Umfangsgeschwindigkeiten.
  • Festsitz lässt sich durch Einkleben des Außendurchmessers weiter verbessern, wenn die Konstruktion dies erlaubt.

Einsatzgebiete

Axial offene Gehäuse ohne Halteplatte
Der R50A ist die bevorzugte Wahl, wenn die Konstruktion keine axiale Halteplatte nach DIN 3760 erlaubt und der Dichtring den Festsitz allein über seinen verstärkten Geweberücken halten muss. Betrieb ausschließlich drucklos.
Rührwerke und Förderwellen
Einsatz an drucklosen Wellendurchführungen in Rührwerksbehältern und Förderanlagen, wo axiale Halteplatten konstruktiv schwer zugänglich sind.
Getriebebau
Abdichtung von Getriebeabtriebswellen in axial offenen Gehäusen ohne Gegendruckanforderung.
Wasserkraft und Turbinenbau
Abdichtung von Leitapparaten, Wehranlagen-Lagerbockdurchführungen und Kugelhahnwellen, sofern druckloser Betrieb vorliegt.
Zement- und Zuckerindustrie
Drucklose Wellendurchführungen an Förder- und Dosieranlagen, wo kurze Montagezeiten bei beengten axialen Platzverhältnissen gefordert sind.
Schiffsbau
Abdichtung von Ruderanlagen und Stabilisatorwellen in axial offenen Einbaupositionen ohne Druckbelastung.
Sondermaschinenbau
Überall dort, wo ein druckloser Wellendurchgang in axial offenen Positionen abzudichten ist und der Einbau einer separaten Halteplatte nicht möglich ist.

Do's and Dont's

Do's:
  • Aufnahmebohrung und Dichtring-Außendurchmesser vor der Montage vollständig entfetten.
  • Dichtlippe mit Spezialfett HZ 103 schmieren und Ring vor dem Einbau mit der Hand walken.
  • Ring fest bis zum Anschlag eindrücken; bei Bedarf Gummihammer verwenden.
  • Sitz nach der Montage auf Schrägstellung und korrekte Federposition prüfen.
  • Lagerung kühl (max. +25 °C), trocken, ozongeschützt und UV-geschützt gemäß DIN 7716.
  • Dichtungen bis zur Verwendung in der Originalverpackung belassen; FIFO-Prinzip anwenden.
Don'ts:
  • Nicht bei Überdruck einsetzen. Der R50A ist ausschließlich für drucklosen Betrieb ausgelegt.
  • Nicht für erhöhte Temperaturen verwenden, wenn konstruktiv eine Variante mit axialer Halteplatte (R50) möglich ist.
  • Kein Fett auf den Ringaußendurchmesser aufbringen. Fett verhindert den erforderlichen Reibschluss im Gehäuse.
  • Keine Gesamtexzentrizität (statischer Versatz + dynamische Unwucht) über den typspezifischen Grenzwert hinaus zulassen.
  • Keine scharfen Montagewerkzeuge verwenden, die die Gewebeschulter oder die Dichtlippe beschädigen könnten.
  • Ring nicht aufhängen oder unter Verformungsspannung lagern.

Montage

  1. Aufnahmebohrung auf Sauberkeit, Fettfreiheit und Oberflächenbeschädigungen prüfen. Gehäusebohrungstoleranz H9 (Ø D1) einhalten.
  2. Bohrung und Dichtring-Außendurchmesser müssen vollständig fettfrei sein, da der Festsitz des R50A ausschließlich über den Reibschluss des Geweberückens erzielt wird.
  3. Dichtlippe mit Spezialfett HZ 103 einölen; Ring mit der Hand walken, um gleichmäßige Federspannkraft zu erzielen. Kein Fett am Ringaußendurchmesser aufbringen.
  4. Federlänge kann bei Bedarf um max. 5 % gekürzt werden.
  5. Dichtring von Hand in die Aufnahmebohrung setzen: Lippe bei Ölabdichtung zum Lager gerichtet, bei Schmutzabdichtung nach außen gerichtet.
  6. Ring fest und gleichmäßig bis zum Anschlag eindrücken. Da keine axiale Halteplatte vorhanden ist, bei Bedarf einen Gummihammer zu Hilfe nehmen. Schrägstellung unbedingt vermeiden.
  7. Wenn erforderlich, Festsitz des Außendurchmessers durch Einkleben verbessern.
  8. Ausreichend große Einbauschrägen an der Welle sicherstellen (Wellentoleranz h11). Ohne Schrägen Montagehülsen mit gut gerundeten Übergängen verwenden.
  9. Nach der Wellenmontage prüfen, ob Dichtring und Feder einwandfrei sitzen. Dichtlippe nochmals nachfetten (Einlauferleichterung und Konservierung).

Dichtringe sind größer als die Nenndurchmesser. Die Nennmaße am Dichtring vor der Montage mit den Abmaßen der mechanischen Teile vergleichen.

FAQ

Worin unterscheidet sich der R50A vom Standard-R50?

Der R50A hat einen speziell verstärkten, härteren Gummigeweberücken an der Dichtringschulter. Dadurch hält er sich im Gehäuse ohne axiale Halteplatte. Der Standard-R50 benötigt eine axiale Halteplatte zur Fixierung und ist für ein breiteres Temperaturspektrum einsetzbar.

Warum ist der R50A nicht für hohe Temperaturen empfohlen?

Gummi und das eingearbeitete Gewebe haben unterschiedliche Wärmedehnungskoeffizienten. Bei erhöhten Temperaturen kann sich der verstärkte Rücken ausdehnen und den Festsitz im Gehäuse verändern. Wenn die Konstruktion es zulässt, sollte daher der R50 mit axialer Halteplatte gewählt werden.

Kann der R50A auch bei leichtem Überdruck betrieben werden?

Nein. Der R50A ist ausschließlich für drucklosen Betrieb ausgelegt. Für Anwendungen mit Betriebsdrücken über 0,5 bar ist der CARCOSEAL R70 (AP) die geeignete Variante, der mit einem Stützring gegen das Umklappen der Lippe gesichert ist.

Warum darf kein Fett auf den Ringaußendurchmesser aufgetragen werden?

Der Festsitz des R50A beruht ausschließlich auf dem Reibschluss zwischen dem Geweberücken und der Gehäusebohrung. Fett am Außendurchmesser setzt diese Reibkraft herab und gefährdet die axiale Fixierung im Betrieb. Bohrung und Ringaußendurchmesser müssen vor der Montage vollständig entfettet sein.

Wie kann der Festsitz des R50A verbessert werden, wenn die Gehäusebohrung an der Toleranzgrenze liegt?

Der Außendurchmesser des R50A kann eingeklebt werden, um den Festsitz zu verbessern. Das ist besonders bei Bohrungen im oberen H9-Toleranzbereich sinnvoll. Ein geeigneter Klebstoff muss mit dem Werkstoff des Geweberückens und dem Betriebsmedium verträglich sein.

Ist eine geteilte Ausführung des R50A für die Montage ohne Wellenausbau verfügbar?

Nein. Der R50A ist ausschließlich in endloser Ausführung lieferbar und erfordert den Ausbau der Welle bei der Montage. Wenn kein Wellenausbau möglich ist, bietet sich der CARCOSEAL R50G (SPLIT) an, der als geteilte Ausführung mit verschraubbarer Feder verfügbar ist, aber ebenfalls nur für drucklosen Betrieb geeignet ist.