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Artikelnummer Stangen-Ød1 (mm) Außenø-D1 (mm) Einbauraumhöhe L1 (mm) Haltebund-øD2 (mm)
05506307-32PU PU-Abstreifer, Metall außen
A860-55x63x7/10
55 63 7

Dokumente

Beschreibung

Der A860 ist ein PU-Metall-Abstreifer für das Einpressen in axial offene Einbauräume. Das Polyurethan-Element ist mit dem korrosionsgeschützten Metallkäfig fest zusammenvulkanisiert, was eine dauerhaft stabile Verbindung ohne mechanische Befestigungselemente ergibt. Die Bauform erlaubt eine schnelle, werkzeuggeführte Montage ohne Demontage angrenzender Bauteile.

Die Abstreiflippe ist so gestaltet, dass sie auch bei radialen Auslenkungen der Kolbenstange zuverlässig abdichtet. Das Polyurethan bietet hohe Verschleiß- und Abriebfestigkeit und macht den Abstreifer für leichte, mittlere und schwere Anwendungen geeignet. Die maximal zulässige Gleitgeschwindigkeit beträgt 1,0 m/s, der Temperaturbereich -40°C bis +100°C bei Mineralöl und Luft.

Der A860 ist für Luft und hydraulische Druckflüssigkeiten auf Mineralölbasis zugelassen. Bei Einsatz in Wasser sowie HFA- und HFB-Flüssigkeiten gilt ein eingeschränkter Bereich von -20°C bis +50°C. Die Eignung für HFC-, HFD- und andere Medien ist im Einzelfall zu prüfen.

Das Abstreiferprogramm umfasst Stangendurchmesser d1 von 16 bis 160 mm. Die Reihe enthält Abmessungen für typische japanische Einbauräume (♢) sowie Größen nach ISO 6195-B. Vorzugsgrößen sind ab Lager lieferbar; weitere Dimensionen in der Regel ebenfalls prompt verfügbar.

Merkmale

  • BauformPU-Metall-Abstreifer zum Einpressen
  • Werkstoff DichtelementPolyurethan (hochverschleißfest)
  • Metallkäfigkorrosionsgeschützt, mit PU-Element zusammenvulkanisiert
  • Temperaturbereich-40°C bis +100°C (Mineralöl, Luft)
  • Temperaturbereich Wasser/HFA/HFB-20°C bis +50°C
  • Gleitgeschwindigkeit v max.1,0 m/s
  • NormISO 6195-B (für gekennzeichnete Größen)
  • ToleranzenØ d1 f9, Ø D1 H8, L1 +0,5 / -0
  • Rautiefe Gleitfläche Ø d1Ra 0,1–0,4 µm, Rt max. 4 µm
  • Rautiefe statische Flächen Ø D1/D2Ra max. 1,6 µm, Rt max. 10 µm
  • Rautiefe Stirnfläche L1Ra max. 3,2 µm, Rt max. 16 µm
  • Einbauschräge C (d1 ≤ 19 mm)min. 0,5 mm
  • Einbauschräge C (d1 > 19 mm)min. 1,0 mm
  • Einbauradius r1 max.0,4 mm
  • Durchmesserbereich d116 bis 160 mm
  • MedienLuft, Druckflüssigkeiten auf Mineralölbasis; HFC/HFD auf Anfrage
  • Formelzeichen
  • d1Stangendurchmesser (Gleitfläche, Toleranz f9)
  • D1Gehäusebohrung (Toleranz H8)
  • L1Einbautiefe (Toleranz +0,5/-0)
  • L2Gesamtlänge des Abstreifers
  • SWandstärke

Vorteile

  • Abstreiflippe aus hochverschleißfestem Polyurethan hält auch bei radialen Stangen-Auslenkungen sicher an der Gleitfläche — kein Abstreifverlust bei exzentrischer Stangenführung
  • Polyurethan-Element und korrosionsgeschützter Metallkäfig sind zusammenvulkanisiert — die Verbindung löst sich nicht durch Betriebsdrücke oder Vibrationen
  • Metallkäfig bietet mechanische Stabilität in der Einbauzone und verhindert axiales Herauswandern des Abstreifers aus der Aufnahmebohrung
  • Geeignet für leichte, mittlere und schwere Hydraulikanwendungen — eine Bauform abdeckt ein breites Belastungsspektrum ohne Sondervarianten
  • Abmessungen für ISO 6195-B und japanische Einbauräume im Standardprogramm — kein Sonderteil für asiatische Maschinenbaureihen erforderlich
  • Vorzugsgrößen d1 16–160 mm ab Lager lieferbar — kurze Beschaffungszeiten auch für wiederkehrende Wartungsbedarfe

Einsatzgebiete

Hydraulikzylinder in Mobilhydraulik
A860 wird in Auslegern, Stielen und Hubzylindern von Baggern und Radladern eingesetzt. Abmessungen für japanische Einbauräume (♢) decken gängige asiatische Maschinenbaureihen direkt ab.
Hydraulikzylinder in Industriemaschinen
Geeignet für Hub-, Spann- und Vorschubzylinder in Pressen, Werkzeugmaschinen und Handlingeinheiten, wo Mineralöl als Druckmedium und Dauerbetrieb gefordert sind.
Bauwesen und Tiefbaumaschinen
Einbau in Stiel- und Löffelzylinder von Hydraulikbaggern sowie in Teleskopstützen und Hubmasten. Der Abstreifer hält Schmutz, Sand und Wasser aus dem Zylinderinneren fern.
Agrarmaschinen und Forstmaschinen
Verwendung in Hubwerks-, Lenkzylinder und Auslegerzylindern, die wechselnden Temperaturen (-40°C) und Verschmutzungen durch Erde und Pflanzenmaterial ausgesetzt sind.
Stationäre Hydraulikaggregate
Einsatz an Kolbenstangen von Hydraulikzylindern in Fertigungsanlagen, wo saubere Medien (Mineralöl) und geregelte Temperaturen den vollen Betriebsbereich bis +100°C ausnutzen.
Pneumatikzylinder mit Ölnebel-Schmierung
A860 ist für Luft ausgelegt und schützt Pneumatikzylinder-Stangen vor eindringendem Staub und Schmutz in Montage- und Handlingsanlagen.

Do's and Dont's

Do's:
  • Abstreifer bis zur Montage in der Originalverpackung lassen — kühl, trocken und lichtgeschützt lagern
  • Einbaubohrung und Stange vor Montage reinigen und auf Grate, Riefen und Beschädigungen prüfen
  • Hülse beim Einpressen verwenden, damit die Abstreiflippe nicht verformt oder eingeschnitten wird
  • Stange auf korrekte Oberflächenrauheit (Ra 0,1–0,4 µm) und Toleranz (f9) prüfen
  • Bei Wasser-, HFA- oder HFB-Medien Temperaturlimit -20°C bis +50°C einhalten
  • HFC-, HFD- und Sondermedien vor dem Einsatz mit HENNLICH-Technik abstimmen
Don'ts:
  • Abstreifer nicht schräg oder verkippt in die Bohrung einlegen — Verkanten beschädigt die Abstreiflippe dauerhaft
  • Keine scharfen Werkzeuge oder Schraubenzieher beim Einsetzen verwenden — Polyurethan reißt bei Kerben an
  • Nicht in HFC- oder HFD-Flüssigkeiten einsetzen, ohne vorher die Medienverträglichkeit zu prüfen
  • Temperaturbereich -40°C bis +100°C (Mineralöl/Luft) nicht überschreiten — oberhalb +100°C verliert Polyurethan Formstabilität
  • Gleitgeschwindigkeit von 1,0 m/s nicht dauerhaft überschreiten

Montage

  1. Aufnahmebohrung und Einführschräge vor der Montage auf Schmutz, Metallspäne und Beschädigungen prüfen. Alle Kanten müssen gratfrei und gut verrundet sein.
  2. Abstreifer gerade (nicht verkanten) in die Einführschräge der Aufnahmebohrung einlegen. Die Einführschräge C muss mindestens 0,5 mm (d1 ≤ 19 mm) bzw. 1,0 mm (d1 > 19 mm) betragen; der Einlaufradius r1 darf 0,4 mm nicht überschreiten.
  3. Abstreifer mit einer passenden Hülse gleichmäßig einpressen, damit die Abstreiflippe nicht beschädigt wird. Keinen punktuellen Druck auf die Lippe ausüben.
  4. Gleit- und Passflächen vor der Montage mit sauberem, verträglichem Fett einstreichen (empfohlen: HENNLICH Dichtungsfett HZ103). Das Fett schützt die Lippe beim ersten Anlauf vor Trockenlauf.
  5. Kolbenstange auf die geforderte Oberflächenrauheit prüfen: Ra 0,1–0,4 µm, Rt max. 4 µm. Zu raue oder zu glatte Stangen verkürzen die Lebensdauer des Abstreifers.

FAQ

Bis zu welcher Temperatur ist der PU-Abstreifer A860 dauerhaft einsetzbar?

Bei Mineralöl und Luft als Medium beträgt der Betriebstemperaturbereich -40°C bis +100°C. In Wasser sowie HFA- und HFB-Flüssigkeiten gilt ein eingeschränkter Bereich von -20°C bis +50°C. Bei höheren Temperaturen verliert Polyurethan an Formstabilität und die Lebensdauer sinkt deutlich.

Kann der A860 mit HFC- oder HFD-Hydraulikflüssigkeiten verwendet werden?

Die Eignung für HFC-, HFD- und andere Sondermedien muss im Einzelfall geprüft werden. Grundsätzlich ist der Abstreifer für Mineralöl und Luft ausgelegt. Bei Einsatz in schwerentflammbaren Flüssigkeiten empfiehlt HENNLICH eine vorherige Abstimmung mit dem technischen Außendienst.

Welche Oberflächenrauheit muss die Kolbenstange für den A860 aufweisen?

Die Gleitfläche (Ø d1) muss eine Rautiefe von Ra 0,1–0,4 µm und Rt max. 4 µm aufweisen. Zu glatte Stangen (Ra unter 0,1 µm) behindern die Schmierfilmbildung und führen zu Trockenlauf; zu raue Stangen erhöhen den Abrieb an der Abstreiflippe.

Was unterscheidet den A860 von einem Abstreifer ohne Metallkäfig?

Der Metallkäfig des A860 sorgt für eine definierte Presspassung in der Aufnahmebohrung (Toleranz H8) und verhindert axiales Herauswandern unter Betriebsdruck. Reine Kunststoff-Abstreifer können bei Druckstößen oder Vibrationen aus der Nut wandern, was bei Einpresstypen wie dem A860 durch den formschlüssigen Sitz ausgeschlossen ist.

Welche Einbauschräge ist an der Aufnahmebohrung erforderlich?

Bei Stangendurchmessern d1 ≤ 19 mm beträgt die Mindesteinführschräge C = 0,5 mm, bei d1 > 19 mm mindestens C = 1,0 mm. Der Einlaufradius r1 darf maximal 0,4 mm betragen. Zu scharfe Kanten beschädigen die Abstreiflippe beim Einpressen dauerhaft.

Deckt der A860 auch Einbauräume nach ISO 6195-B ab?

Ja. Bestimmte Größen im A860-Programm entsprechen der ISO-Norm 6195-B und sind in der Maßtabelle entsprechend gekennzeichnet. Zusätzlich enthält das Programm Abmessungen für typische japanische Einbauräume (♢), die in asiatischen Baumaschinen und Mobilhydraulik-Anwendungen verbreitet sind.

Warum soll der Abstreifer mit einer Hülse eingedrückt werden und nicht direkt mit einem Werkzeug?

Die Abstreiflippe aus Polyurethan reagiert empfindlich auf Kerben und punktuelle Druckbelastung. Eine Einpresshülse verteilt die Kraft gleichmäßig auf den Metallkäfig, sodass die Lippe nicht eingeschnitten oder dauerhaft verformt wird. Das gilt besonders bei kleinen Stangendurchmessern, wo der Abstreifer nur wenig Führung in der Bohrung hat.