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Artikelnummer Querschnitt (mm) Garnmaterial maximale Temperatur (°C) maximale Umfangsgeschwindigkeit (m/s) Gewicht pro 10 Meter (kg) Verpackungseinheit (kg) Länge pro Verpackungseinheit (m)
1818-75C Acrylfaser-PTFE-Packung
18 mm vierkant
18 Acryl 230 12 4,49 5 11

Beschreibung

Die Stopfbuchspackung Typ 75C besteht aus diagonal geflochtenem Acrylfaser-Garn, das vollständig mit PTFE-Dispersion imprägniert und zusätzlich mit Silikonöl behandelt ist. Der Aufbau erzeugt eine weiße Packung mit hoher Volumendichte bei gleichzeitig weicher, geschmeidiger Konsistenz.

Der niedrige Reibungskoeffizient durch die PTFE-Imprägnierung schont Wellen und Schonhülsen. Die Eigensmierung reduziert den Wartungsaufwand und verlängert die Standzeiten der Stopfbuchse.

Einsetzbar von -100 °C bis +230 °C bei einem pH-Bereich von 2–12. Zulässig für rotierende Anwendungen bis 20 bar und 12 m/s, statisch bis 50 bar. Verträglich mit Wasser, Dampf, verdünnten Säuren und Laugen, Chemikalien und Gasen.

Nicht geeignet für stark konzentrierte Säuren und Laugen, Sauerstoff sowie Farben und Lacke.

Merkmale

  • FaserAcrylfaser, diagonal geflochten
  • ImprägnierungPTFE-Dispersion, vollständig imprägniert
  • ZusatzbehandlungSilikonöl
  • Farbeweiß
  • Temperaturbereich-100 °C bis +230 °C
  • Max. Geschwindigkeit (rotierend)12 m/s
  • Max. Druck (rotierend)20 bar
  • Max. Druck (statisch)50 bar
  • pH-Bereich2–12
  • LieferformMeterware oder vorgepresste Ringe (45° oder 90° Schnitt)

Vorteile

  • Niedriger Reibungskoeffizient durch vollständige PTFE-Imprägnierung: schont Wellen und Schonhülsen im Dauerbetrieb.
  • Weich und geschmeidig durch Silikonöl-Behandlung: passt sich der Packungsraum-Geometrie an und dichtet auch bei leichten Unebenheiten ab.
  • Chemisch beständig im pH-Bereich 2–12: einsetzbar mit Wasser, Dampf, verdünnten Säuren und Laugen sowie Gasen.
  • Breiter Temperatureinsatzbereich von -100 °C bis +230 °C: geeignet für Tief- und Hochtemperaturprozesse gleichermaßen.
  • Lebensmitteltaugliche Ausführung: einsetzbar in der Pharma-, Lebensmittel- und Zellstoffindustrie.

Einsatzgebiete

Kreiselpumpen in der Chemieindustrie
Typ 75C dichtet Stopfbuchsen an Kreiselpumpen ab, die verdünnte Säuren, Laugen oder Chemikalienlösungen fördern, da die PTFE-Imprägnierung im pH-Bereich 2–12 beständig ist.
Zentrifugalpumpen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie
Geeignet für Pumpen in der Lebensmittelverarbeitung und Pharmafertigung, wo niedrige Reibung und Sauberkeit gefordert sind.
Industrieventile mit Stopfbuchsabdichtung
Eingesetzt in Absperrventilen und Regelventilen, die Wasser, Dampf oder chemische Medien führen, bei Temperaturen bis +230 °C.
Mischer und Kneter in der Zellstoff- und Papierindustrie
Dichtet rotierende Wellen in Mixern und Knetern ab, die mit Fasersuspensionen, verdünnten Prozesschemikalien und Wasser arbeiten.
Pumpen in Wasseraufbereitungsanlagen
Einsetzbar an Kreiselpumpen in der Wasseraufbereitung und Abwassertechnik bei Dauerbetrieb mit Wasser und verdünnten Chemikalien.
Dampfventile und -schieber
Geeignet für Ventile in Dampfsystemen bis +230 °C, wo die Kombination aus PTFE-Imprägnierung und Silikonöl die Packung auch bei Temperaturwechseln geschmeidig hält.

Do's and Dont's

Do's:
  • Packung kühl, trocken und UV-geschützt lagern.
  • Packungsringe vor der Montage auf den richtigen Querschnitt prüfen.
  • Stöße benachbarter Ringe um 90° versetzen.
  • Nach dem Anfahren Leckage kontrollieren und Brille schrittweise nachziehen.
  • Nur mit Medien im bestätigten pH-Bereich 2–12 einsetzen.
Don'ts:
  • Nicht mit stark konzentrierten Säuren oder Laugen einsetzen.
  • Nicht für Sauerstoff-Anwendungen verwenden.
  • Nicht mit Farben, Lacken oder lackhaltigen Medien in Kontakt bringen.
  • Packungsbrille nicht so fest anziehen, dass keine Leckage mehr auftritt: vollständige Leckagefreiheit führt zu Überhitzung und Wellenverschleiß.
  • Keine scharfen Werkzeuge beim Einlegen der Ringe verwenden; Fasern nicht beschädigen.

Montage

  1. Stopfbuchsenraum reinigen und auf Beschädigungen sowie Korrosion prüfen.
  2. Welle oder Schonhülse auf Rauheit und Laufspuren kontrollieren; bei Riefen vor der Montage nacharbeiten.
  3. Packungsringe auf den korrekten Querschnitt zuschneiden (45° oder 90° Gehrungsschnitt), sodass die Stoßflächen satt anliegen.
  4. Einzelne Ringe nacheinander einlegen, jeweils um 90° versetzt, damit die Stöße nicht übereinander liegen.
  5. Packungsbrille gleichmäßig anziehen, bis eine geringe, kontrollierte Leckage auftritt. Nicht zu fest anziehen: Überpressung erhöht Reibung und beschädigt die Welle.
  6. Nach dem Anfahren die Leckage beobachten und die Brille bei Bedarf schrittweise nachstellen, bis die gewünschte Leckagemenge erreicht ist.

FAQ

Welche Medien sind mit der Packung Typ 75C verträglich?

Typ 75C ist beständig gegen Wasser, Dampf, verdünnte Säuren und Laugen (pH 2–12), Chemikalien und Gase. Nicht geeignet ist sie für stark konzentrierte Säuren und Laugen, Sauerstoff sowie Farben und Lacke.

Bis zu welcher Temperatur kann Typ 75C eingesetzt werden?

Der Einsatzbereich reicht von -100 °C bis +230 °C. Für Anwendungen oberhalb von +230 °C sind Hochtemperaturpackungen auf Graphit- oder Keramikfaserbasis erforderlich.

Welcher maximale Druck ist zulässig?

Bei rotierenden Anwendungen bis 20 bar, bei oszillierenden oder statischen Anwendungen bis 50 bar. Die maximale Wellengeschwindigkeit bei rotierendem Einsatz beträgt 12 m/s.

Warum soll die Stopfbuchse nach dem Anfahren eine geringe Leckage zeigen?

Eine geringe, kontrollierte Leckage kühlt und schmiert die Packung und verhindert Überhitzung der Welle. Vollständige Leckagefreiheit durch übermäßiges Anziehen führt zu erhöhtem Reibungsverschleiß an Welle und Packung.

Was ist der Unterschied zwischen Typ 75C (Acryl/PTFE) und Typ 72B (PTFE/PTFE)?

Typ 75C verwendet Acrylfaser als Trägermaterial mit PTFE-Imprägnierung und ist bis +230 °C einsetzbar. Typ 72B besteht vollständig aus PTFE-Faser und ist für höhere Drücke (bis 150 bar statisch) und einen breiteren pH-Bereich (0–14) ausgelegt, mit einer höheren Temperaturgrenze von +280 °C.

Kann Typ 75C in Lebensmittel- oder Pharmabetrieben verwendet werden?

Ja. Die Kombination aus PTFE-Imprägnierung und Silikonöl ist für Anwendungen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie geeignet. Für spezifische Zulassungsanforderungen (z. B. FDA) sollte die aktuelle Produktdokumentation geprüft werden.