Zum Hauptinhalt springen
Sie haben das Produkt erfolgreich für die Anfrage vorgemerkt.
Sie haben das Produkt erfolgreich von Ihrer Anfrage-Liste entfernt.
Artikelnummer Querschnitt (mm) Garnmaterial maximale Temperatur (°C) maximale Umfangsgeschwindigkeit (m/s) Verpackungseinheit (kg) Gewicht pro 10 Meter (kg) Länge pro Verpackungseinheit (m)
0505-73A Aramidfaser-Packung
5 mm vierkant (3/16")
5 Aramid 280 15 1 0,38 26

Dokumente

Beschreibung

Typ 73A ist eine geflochtene Stopfbuchspackung aus Aramid-Endlosfaser (Diagonalgeflecht), die mit PTFE imprägniert und mit Hochtemperatur-Silikonöl geschmiert ist. Die PTFE-Imprägnierung senkt den Reibungskoeffizienten und erlaubt Wellenumlaufgeschwindigkeiten bis 15 m/s. Gegenüber PTFE-imprägnierten Asbestpackungen bietet Typ 73A eine höhere mechanische Beständigkeit und bessere chemische Resistenz.

Der Temperaturbereich reicht von -100°C bis +280°C. Der zulässige Betriebsdruck liegt bei 35 bar (rotierend), 200 bar (oszillierend) und 250 bar (statisch). Der pH-Bereich umfasst 2–12, was den Einsatz in einem breiten Spektrum industrieller Medien wie Wasser, Ölen, Lösungsmitteln, Bitumen und Melasse ermöglicht.

Die hohe mechanische Belastbarkeit von Aramid erlaubt den Einsatz bei abrasiven oder kristallisierenden Medien wie Sand, Schlamm, Salzwasser und Abwasser. Wegen der Abrasivität des Aramids empfehlen wir eine Wellenoberflächenhärte von mindestens 60 HRC. Typ 73A ist als Meterware sowie als vorgepresste Ringe (45°- oder 90°-Schnitt) lieferbar.

Nicht geeignet für stark konzentrierte Säuren und Laugen, Alkalimetalle und Sauerstoff.

Merkmale

  • WerkstoffAramid-Endlosfaser, PTFE-imprägniert, Hochtemperatur-Silikonöl
  • FlechtartDiagonalgeflecht
  • Temperaturbereich-100°C bis +280°C
  • Druck rotierendbis 35 bar
  • Druck oszillierendbis 200 bar
  • Druck statischbis 250 bar
  • Geschwindigkeitbis 15 m/s
  • pH-Bereich2–12
  • Wellenoberflächenhärte≥ 60 HRC empfohlen
  • ZertifizierungTA-Luft, API 622/624/607, ISO 15848, BAM-geprüft
  • LieferformMeterware oder vorgepresste Ringe (45° oder 90° Schnitt)

Vorteile

  • Höhere mechanische Beständigkeit als PTFE-imprägnierte Asbestpackungen, geeignet für abrasive und kristallisierende Medien wie Sand, Schlamm und Salzwasser.
  • PTFE-Imprägnierung reduziert den Reibungskoeffizienten und ermöglicht Wellenumlaufgeschwindigkeiten bis 15 m/s.
  • Breiter Temperatureinsatzbereich von -100°C bis +280°C ohne Werkstoffwechsel.
  • Einsetzbar bei pH 2–12, daher geeignet für schwach saure bis alkalische Prozessmedien in der Chemie, Papier- und Zellstoffindustrie sowie in Raffinerien.
  • Zertifiziert nach TA-Luft, API 622/624/607, ISO 15848 und BAM-geprüft für den Einsatz in emissionsrelevanten Anwendungen.
  • Lieferbar als Meterware oder als vorgepresste Ringe für schnellen Einbau ohne aufwändiges Ablängen vor Ort.

Einsatzgebiete

Kreiselpumpen in der Zellstoff- und Papierindustrie
Typ 73A dichtet rotierende Wellen in Kreiselpumpen ab, die Schlamm, Fasersuspensionen oder Schwarzlauge fördern. Die Abrasionsbeständigkeit von Aramid schützt die Packung bei faserhaltigem oder partikelbelastetem Medium.
Kolbenpumpen in Raffinerien und der Petrochemie
Bei oszillierenden Bewegungen bis 200 bar ist die Packung für Hochdruckkolbenpumpen geeignet, die Kohlenwasserstoffe, Öle oder Lösungsmittel fördern.
Rührwerke und Mischer in der chemischen Industrie
In Reaktorbehältern und Mischern mit schwach sauren bis alkalischen Medien (pH 2–12) dichtet Typ 73A rotierende Rührwerkswellen zuverlässig ab.
Ventile und Regelarmaturen in Kraftwerken
Für Spindelabdichtungen an Regel- und Absperrventilen, wo Temperaturen bis 280°C und Dampfbeständigkeit gefordert sind.
Pumpen in der Zuckerindustrie
Geeignet für Melasse und andere viskose, kristallisierende Medien, bei denen die mechanische Belastbarkeit von Aramid den Packungsverschleiß gering hält.
Abwasser- und Schlammpumpen in der kommunalen Entsorgung
Sand, Schlamm und Salzwasser sind typische abrasive Medien in Abwasserpumpen; die Aramid-Faser widersteht diesen Beanspruchungen dauerhaft.
Pumpen in der pharmazeutischen Industrie und im Stahlwerk
Einsetzbar bei Prozesstemperaturen bis 280°C in Stahlwerken (z. B. Kühlwasser, Schlackenpumpen) sowie in Pharmabetrieben mit wässrigen Medien im neutralen bis schwach sauren Bereich.

Do's and Dont's

Do's:
  • Wellenoberflächenhärte von mindestens 60 HRC sicherstellen, da Aramid abrasive Eigenschaften hat.
  • Stopfbuchse vor der Montage vollständig reinigen und auf Beschädigungen prüfen.
  • Packungsringe mit versetzten Stößen (je 90°) einlegen, um gleichmäßige Dichtwirkung zu erzielen.
  • Leichte Tropfleckage im Betrieb zulassen, um Überhitzung durch Reibungswärme zu verhindern.
  • Packung kühl, trocken und lichtgeschützt lagern.

Don'ts:
  • Nicht mit stark konzentrierten Säuren oder Laugen einsetzen.
  • Nicht in Kontakt mit Alkalimetallen oder flüssigem Sauerstoff verwenden.
  • Packungsmaterial nicht durch Klopfen oder Pressen auf ein abweichendes Maß bringen.
  • Keine Sägebewegungen beim Ablängen der Packung verwenden.
  • Stopfbuchsbrille nicht vollständig abdichten: fehlende Leckage führt zur Überhitzung und beschleunigtem Packungsverschleiß.

Montage

  1. Alle alten Packungsringe vollständig aus der Stopfbuchse entfernen. Buchse sorgfältig reinigen und auf Riefen oder Rückstände prüfen; betroffene Stellen nachpolieren.
  2. Wellendurchmesser und Querschnitt der Stopfbuchse messen. Nur Packungsmaterial verwenden, das den Abmessungen entspricht. Ein leichtes Untermaß von 0,1–0,4 mm ist zulässig, Übermaß ist zu vermeiden.
  3. Spalt zwischen Welle und Gehäuse kontrollieren: maximal 0,2 mm. Bei größerem Spalt kann die Packung unter Druck extrudiert werden.
  4. Packung mit einem scharfen Messer in einem Schnitt auf 45° ablängen. Keine Sägebewegungen, um Ausfransungen zu vermeiden. Eine Schneidlehre sichert den korrekten Schnittwinkel.
  5. Ringe einzeln mit der Schnittstelle voran um die Welle legen und rechtwinklig zur Wellenachse mit einem geeigneten Eindrückwerkzeug (ein- oder zweiteilige Hülse) einpressen. Stöße der einzelnen Ringe jeweils um 90° versetzen.
  6. Stopfbuchsbrille gleichmäßig anziehen. Eine leichte Tropfleckage ist notwendig, um Reibungswärme abzuführen und Überhitzung der Packung zu verhindern.
  7. Nach jedem Verspannungsvorgang mehrere Minuten warten, damit sich die Ringe anpassen. Anschließend Brillenkraft kurz lösen, Welle oder Spindel einige Male betätigen und Packung danach erneut auf Betriebsdruck verspannen.

FAQ

Bis zu welcher Temperatur ist die Typ-73A-Packung dauerhaft einsetzbar?

Typ 73A ist dauerhaft bei Temperaturen von -100°C bis +280°C einsetzbar. Diese Grenzwerte gelten für Dauerbetrieb; kurzzeitige Überschreitungen sind nicht spezifiziert und sollten mit HENNLICH abgestimmt werden.

Welche Wellenoberflächenhärte wird für den Einsatz von Typ 73A empfohlen?

Wegen der abrasiven Eigenschaften von Aramid empfehlen wir eine Wellenoberflächenhärte von mindestens 60 HRC. Weichere Wellenoberflächen können durch die Packung stärker verschleißen, was die Dichtwirkung langfristig beeinträchtigt.

Für welche Medien ist Typ 73A nicht geeignet?

Typ 73A ist nicht geeignet für stark konzentrierte Säuren und Laugen, Alkalimetalle sowie Sauerstoff. Der zulässige pH-Bereich liegt bei 2–12. Für Medien außerhalb dieses Bereichs stehen andere Packungstypen zur Verfügung.

Warum ist eine Tropfleckage bei Stopfbuchspackungen notwendig?

Eine leichte Tropfleckage ist bewusst vorgesehen, um Reibungswärme zwischen Packung und Welle abzuführen. Ohne diese Kühlung überhitzt die Packung und verschleißt schnell. Die Stopfbuchsbrille darf daher nicht so fest angezogen werden, dass die Leckage vollständig unterbunden wird.

Kann Typ 73A bei abrasiven Medien wie Sand oder Schlamm eingesetzt werden?

Ja. Die hohe mechanische Belastbarkeit von Aramid macht Typ 73A besonders geeignet für abrasive und kristallisierende Medien wie Sand, Schlamm, Salzwasser und Abwasser. Voraussetzung ist die empfohlene Wellenoberflächenhärte von mindestens 60 HRC.

Wie unterscheidet sich Typ 73A von PTFE-imprägnierten Graphitpackungen?

Typ 73A verwendet Aramid-Endlosfaser statt Graphit als Grundwerkstoff. Das ergibt eine höhere mechanische Festigkeit und bessere Beständigkeit gegen abrasive Partikel im Medium. Graphitpackungen (z. B. Typ 77A) eignen sich dagegen für höhere Temperaturen bis 450°C und einen breiteren pH-Bereich (0–14), sind aber bei stark abrasiven Medien anfälliger für Verschleiß.