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Artikelnummer Querschnitt (mm) Garnmaterial maximale Temperatur (°C) maximale Umfangsgeschwindigkeit (m/s) Verpackungseinheit (kg) Gewicht pro 10 Meter (kg) Länge pro Verpackungseinheit (m)
1212-72D PTFE-Faser-Packung
12 mm vierkant
FDA-Zulassung
12 PTFE 280 12 3 3,02 10

Beschreibung

Die Type 72D ist aus expandiertem PTFE-Garn gefertigt, das mit hochreinen mineralischen Füllstoffpartikeln gefüllt und diagonal geflochten wird. Die Behandlung mit FDA-konformem Mineralöl senkt den Reibungskoeffizienten auf ein Minimum, sodass Wellen und Schonhülsen nahezu ohne Abrieb laufen. Der mineralische Füllstoff im Garn erhöht die Wärmeleitfähigkeit der Packung und verbessert die Schmierstoffaufnahme, was das Verhalten bei kurzzeitigem Trockenlauf verbessert.

Durch die chemische Beständigkeit von PTFE ist die Packung für nahezu alle Medien im pH-Bereich 0-14 einsetzbar, einschließlich konzentrierter Säuren und Laugen. Nicht geeignet ist die Type 72D für geschmolzene Alkalimetalle, Fluorverbindungen bei hohen Temperaturen und Drücken sowie für reinen Sauerstoff.

Der Temperaturbereich reicht von -100 °C bis +280 °C. Bei rotierenden Anwendungen beträgt der maximale Betriebsdruck 20 bar bei Wellengeschwindigkeiten bis 12 m/s; bei oszillierenden Anwendungen bis 30 bar. Die dichte Struktur und gute Verformbarkeit der Packung ermöglichen niedrige Leckagewerte bereits bei geringem Anpressdruck der Stopfbuchsbrille, ein Nachziehen ist kaum notwendig.

Die Type 72D ist nach FDA sowie EU-Verordnung 1935/2004 für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln und pharmazeutischen Wirkstoffen zugelassen und erfüllt US 21 CFR 170.39. Das Produkt ist frei von tierischen Ursprungsstoffen (ADI-frei) und BSE/TSE-frei.

Merkmale

  • WerkstoffExpandiertes PTFE-Garn mit hochreinen mineralischen Füllstoffen
  • BehandlungFDA-konformes Mineralöl
  • KonstruktionDiagonal geflochten
  • Temperaturbereich-100 °C bis +280 °C
  • Druck rotierendbis 20 bar
  • Druck oszillierendbis 30 bar
  • Geschwindigkeit (rotierend)bis 12 m/s
  • pH-Bereich0-14
  • ZulassungenFDA, EU-Verordnung 1935/2004, US 21 CFR 170.39
  • BSE/TSE-Statusfrei von tierischen Ursprungsstoffen (ADI-frei)

Vorteile

  • Extrem niedriger Reibungskoeffizient von expandiertem PTFE verhindert Wellenabrieb und macht den Einsatz von Schonhülsen in vielen Fällen überflüssig.
  • Verbesserte Wärmeleitfähigkeit durch mineralischen Füllstoff ermöglicht kurzzeitigen Trockenlauf ohne sofortige Beschädigung der Packung.
  • Dichte Packungsstruktur erreicht niedrige Leckagewerte bereits bei geringem Anpressdruck; Nachziehen der Stopfbuchsbrille kaum notwendig.
  • Chemisch beständig gegen nahezu alle Medien im pH-Bereich 0-14, einschließlich aggressiver Säuren und Laugen.
  • FDA-konform nach EU-Verordnung 1935/2004 und US 21 CFR 170.39 für Lebensmittel-, Trinkwasser- und Pharmaprozesse zugelassen.
  • Frei von tierischen Ursprungsstoffen (ADI-frei) und BSE/TSE-frei für pharmazeutische Reinraumanforderungen.

Einsatzgebiete

Kreiselpumpen in der Chemie- und Verfahrenstechnik
Die Type 72D dichtet Kreiselpumpen ab, die aggressive Fördermedien wie Säuren, Laugen oder organische Lösungsmittel fördern, da PTFE im gesamten pH-Bereich 0-14 beständig ist.
Rührwerke und Mischer
Für langsam rotierende und oszillierende Wellen in Rührbehältern und Mischtanks, wo korrosive oder hygiensensitive Medien verarbeitet werden.
Ventile und Schieber in Prozessanlagen
Abdichtung von Spindelarmaturen in Absperr- und Regelventilen, wo geringe Reibung und lange Wartungsintervalle gefordert sind.
Lebensmittelverarbeitungs- und Abfüllanlagen
In Pumpen und Mischern für Lebensmittel zulässig, da die Packung FDA-konform, ADI-frei und BSE/TSE-frei ist.
Pharmazeutische Produktionsanlagen
Für Pumpen und Reaktorrührwerke in der Wirkstoffproduktion, wo Rückstandsfreiheit und Einhaltung von EU 1935/2004 vorgeschrieben sind.
Trinkwasser- und Wasserversorgungsanlagen
In Pumpen und Armaturen der Trinkwasserversorgung, wo Lebensmitteltauglichkeit und vollständige chemische Beständigkeit gefordert sind.
Wasser- und Abwasserbehandlung
Für Pumpen in Kläranlagen und der Wasseraufbereitung, wo stark schwankende pH-Werte und aggressive Reinigungsmedien auftreten.

Do's and Dont's

Do's:
  • Packungsringe einzeln einlegen und Stöße aufeinanderfolgender Ringe um je 90° versetzen
  • Beim Anfahren geringe Tropfleckage als Kühlung zulassen und Brille erst danach schrittweise nachziehen
  • Stopfbuchsraum vor der Montage reinigen und auf Verschleiß oder Beschädigungen prüfen
  • Packung kühl, trocken und lichtgeschützt lagern
  • pH-Bereich 0-14 und Temperaturbereich -100 °C bis +280 °C einhalten
Don'ts:
  • Nicht bei geschmolzenen Alkalimetallen einsetzen
  • Nicht bei Fluorverbindungen unter hohen Temperaturen und Drücken verwenden
  • Nicht für Anwendungen mit reinem Sauerstoff geeignet
  • Stopfbuchsbrille nicht so stark anziehen, dass keinerlei Leckage entsteht; Trockenlauf beschädigt die Welle und die Packung
  • Packungsringe nicht mit scharfen Werkzeugen oder Messern schneiden, die die PTFE-Fasern quetschen

Montage

  1. Stopfbuchsraum und Welle auf Kratzer, Rost und Schmutz prüfen und reinigen. Wellendurchmesser und Innendurchmesser der Stopfbuchse messen; korrekte Querschnittsgröße ermitteln: Querschnitt = (Innendurchmesser der Stopfbuchse minus Wellendurchmesser) / 2.
  2. Packungsmeter auf einem Dorn mit dem Wellendurchmesser abwickeln und Ringe auf Gehrung (45°) mit einer scharfen Säge oder Gehrungslade schneiden. Quetschungen der PTFE-Fasern am Schnittende vermeiden.
  3. Packungsringe einzeln in die Stopfbuchse einlegen und jeden Ring gleichmäßig eindrücken. Stöße aufeinanderfolgender Ringe um je 90° versetzen, damit keine durchgehende Leckagelinie entsteht.
  4. Stopfbuchsbrille gleichmäßig handfest anziehen. Anlage in Betrieb nehmen; geringe Tropfleckage während der Einlaufphase zulassen, da diese zur Kühlung der Packung notwendig ist.
  5. Brille nach der Einlaufphase schrittweise nachziehen, bis die gewünschte Leckagemenge erreicht ist. Bei Type 72D ist weiteres Nachziehen im Dauerbetrieb in der Regel nicht mehr erforderlich.

FAQ

Warum muss die Stopfbuchsbrille bei der Type 72D kaum nachgezogen werden?

Durch die dichte Struktur und gute Verformbarkeit der expandierten PTFE-Packung werden niedrige Leckagewerte bereits bei geringem Anpressdruck erreicht. Die Eigenschmierung durch das FDA-konforme Mineralöl im Garn erhält die Dichtwirkung über lange Betriebszeiträume, ohne dass die Brille regelmäßig nachgestellt werden muss.

Welche Medien sind für die Type 72D nicht geeignet?

Die Type 72D ist nicht einsetzbar bei geschmolzenen Alkalimetallen, Fluorverbindungen unter hohen Temperaturen und Drücken sowie bei reinem Sauerstoff. Für alle anderen Medien im pH-Bereich 0-14 kann die Packung verwendet werden, einschließlich aggressiver Säuren und Laugen.

Kann die Type 72D in Lebensmittel- und Pharmaprozessen eingesetzt werden?

Ja. Die Packung ist nach FDA sowie EU-Verordnung 1935/2004 für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln und pharmazeutischen Wirkstoffen zugelassen und erfüllt US 21 CFR 170.39. Sie ist ADI-frei (keine tierischen Ursprungsstoffe) und BSE/TSE-frei, was den Einsatz in sensiblen Prozessen der Lebensmittel- und Pharmaindustrie zulässt.

Bis zu welcher Wellengeschwindigkeit ist die Type 72D für Rotationsanwendungen ausgelegt?

Bei rotierenden Anwendungen ist die Packung für Wellengeschwindigkeiten bis 12 m/s ausgelegt. Der maximale Betriebsdruck beträgt 20 bar bei rotierendem Betrieb und 30 bar bei oszillierendem Betrieb.

Was ist der Unterschied zwischen der Type 72D und einer Graphit-Stopfbuchspackung?

Die Type 72D aus expandiertem PTFE ist im gesamten pH-Bereich 0-14 beständig und für Lebensmittel- und Pharmaprozesse zugelassen. Graphit-Packungen wie Type 77A erreichen höhere statische Drücke (bis 300 bar) und Temperaturen (bis +450 °C), sind aber nicht lebensmittelkonform und für stark oxidierende Medien eingeschränkt. Bei chemisch aggressiven oder hygienisch sensiblen Medien ist die Type 72D zu bevorzugen.

Wie werden die Packungsringe auf die richtige Länge geschnitten?

Die Packungsmeter werden auf einem Dorn mit dem Wellendurchmesser abgewickelt, sodass jeder Ring den Wellenumfang einmal vollständig umschließt. Die Ringe werden auf Gehrung (45°) mit einer scharfen Säge oder Gehrungslade geschnitten; stumpfe Klingen quetschen die PTFE-Fasern am Schnittende und verschlechtern die Dichtwirkung.