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Artikelnummer Druckstufe PN (Bar) Nennweite DN Material Innendurchmesser (mm) Außendurchmesser (mm)
00460018060-R-28LSLE Flachdichtring aus 28 LS-LE
46x18x6 mm, DN10/PN10-40
nach DIN EN1514-1
40 10 Teadit 28LS-LE 18 46

Beschreibung

Die Diffusionssperre am Innendurchmesser ist das entscheidende Konstruktionsmerkmal der TEADIT 28LS-LE: Sie begrenzt die Querschnittsdiffusion und senkt die Leckagerate nach TA Luft/VDI 2440 auf 1×10⁻⁶ mbar·l/(s·m) — auch wenn die Flächenpressung gering ist. Damit sind die Dichtungen besonders für druckempfindliche Verbindungen mit Kunststoffflanschen geeignet, wo klassische Flachdichtungswerkstoffe die nötige Dichtheitsklasse nicht erreichen.

Der Werkstoff ist 100 % reines, multidirektional expandiertes PTFE (ePTFE). Die multidirektionale Faserstruktur verhindert den Kaltfluss, der bei ungefülltem PTFE unter Druckbelastung auftritt, und sorgt für Dimensionsstabilität auch bei erhöhten Temperaturen. Der Temperaturbereich reicht von -268 °C bis +260 °C (kurzzeitig +315 °C); der Druckbereich von Vakuum bis 200 bar.

Die chemische Beständigkeit entspricht dem gesamten pH-Bereich 0–14. Ausnahmen sind geschmolzene Alkalimetalle und elementares Fluor. Die Dichtungen sind für CIP- und SIP-Prozesse zugelassen und werden nach GMP-Anforderungen gefertigt. Zertifikate des Fraunhofer Instituts bestätigen die Eignung für pharmazeutische und lebensmitteltechnische Anwendungen.

TEADIT 28LS-LE wird nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 produziert. Die Prägung auf der Dichtungsoberfläche ermöglicht die eindeutige Identifikation eingebauter Dichtungen. Das Material altert nicht — eine zeitlich unbegrenzte Lagerung ist möglich.

Merkmale

  • Werkstoff100 % reines multidirektionales ePTFE
  • FarbeReinweiß, Oberfläche geprägt
  • Dicke (nach DIN 28091-1)3,0 mm / 6,0 mm
  • Temperaturbereich-268 °C bis +260 °C (kurzzeitig bis +315 °C)
  • DruckbereichVakuum bis 200 bar
  • pH-Beständigkeit0–14
  • Leckagerate TA Luft / VDI 24401×10⁻⁶ mbar·l/(s·m)
  • Leckagerate DIN 3535-6 (40 bar, N₂)< 0,001 ml/min
  • Zugfestigkeit (ASTM F 152)> 20 MPa
  • Druckstandsfestigkeit (DIN 52913)> 15 MPa
  • Kaltstauchwert εKSW (DIN 28090-2)35–40 %
  • Kaltrückverformung εKRW (DIN 28090-2)> 3 %
  • Warmsetzwert εWSW (DIN 28090-2)< 15 %
  • Kompressibilität ASTM F 36M (34,5 MPa)> 45 %
  • Rückfederung ASTM F 36M (34,5 MPa)> 10 %
  • Kriechverhalten ASTM F 38 (100 °C)≤ 22 %
  • Berechnungsfaktor m (ASTM, 3,0 mm)2
  • Mindestpressung y Stress (ASTM, 3,0 mm)750 psi
  • Normen / AbmessungenEN 1514-1, ASME B16.21
  • PrüfungEN 13555
  • ZulassungenFDA 21 CFR 177.1550, EG 1935/2004, EU 10/2011, USP Plastic Class VI, TA Luft, WRAS, NSF/ANSI/CAN 61 (nur gekennzeichnete Produkte)
  • Fertigungnach GMP, DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 14001

Vorteile

  • Diffusionssperre am Innendurchmesser senkt die Leckagerate auf 1×10⁻⁶ mbar·l/(s·m) nach TA Luft/VDI 2440 — auch bei minimaler Flächenpressung.
  • Multidirektionale ePTFE-Struktur verhindert Kaltfluss und sichert die Dimensionsstabilität auch bei erhöhten Betriebstemperaturen bis +260 °C.
  • Chemisch beständig im gesamten pH-Bereich 0–14 — geeignet für aggressivste Säuren und Laugen ohne Werkstoffwechsel.
  • FDA 21 CFR 177.1550, EU 1935/2004 und USP Class VI zertifiziert — einsetzbar in pharmazeutischen, lebensmitteltechnischen und kosmetischen Prozessen ohne zusätzliche Freigabeschritte.
  • CIP- und SIP-geeignet — kein Ausbau der Dichtung für Reinigung und Sterilisierung erforderlich.
  • Geeignet für Kunststoffflansche, da die Dichtheit bereits bei niedrigster Flächenpressung erreicht wird und keine Flanschbeschädigung durch Überpressung entsteht.
  • Nicht alternd — zeitlich unbegrenzte Lagerfähigkeit ohne Einschränkung der Dichtfunktion.
  • Prägung auf der Dichtungsoberfläche erlaubt die Identifikation eingebauter Dichtungen ohne Ausbau.

Einsatzgebiete

Pharmazeutische Produktion
In Rohrleitungssystemen und Reaktorflanschen pharmazeutischer Anlagen, wo FDA 21 CFR 177.1550 und USP Class VI Zulassung sowie GMP-konforme Fertigung gefordert sind. Die Dichtung verträgt CIP- und SIP-Reinigungszyklen ohne Ausbau.
Lebensmittel- und Getränkeindustrie
An Flanschverbindungen in Abfüllanlagen, Mischbehältern und Pasteurisierungsanlagen, wo EU 1935/2004 und FDA-Konformität Pflicht sind. Die chemische Inertheit verhindert Kontamination des Mediums.
Kunststoffflanschverbindungen
Überall dort, wo PP-, PVDF- oder GFK-Flansche eingesetzt werden und nur geringe Schraubenanzugsmomente möglich sind. Die Diffusionssperre erreicht die Dichtheitsklasse auch bei niedrigster Flächenpressung.
Chemische Prozessanlagen
An Flanschverbindungen für aggressive Säuren und Laugen (pH 0–14), Lösungsmittel, Oxidationsmittel und konzentrierte Chemikalien, wo kein anderer Flachdichtungswerkstoff die chemische Beständigkeit erfüllt.
Wasser- und Abwassertechnik (Trinkwasser)
In Rohrleitungssystemen mit Trinkwasserzulassung (WRAS, NSF/ANSI/CAN 61) an Armaturen, Absperrschiebern und Rohrleitungsflanschen.
Emaillierte Flansche und Glasflansche
An empfindlichen emaillierten oder Glasflanschen, bei denen übermäßige Schraubenanzugmomente den Flansch beschädigen würden. Die geringe erforderliche Mindestpressung schützt den Flansch.
Vakuumanlagen und Tieftemperaturanwendungen
In Prozessanlagen mit Vakuumbetrieb oder kryogenen Medien bis -268 °C, wo die Gasdurchlässigkeit des Dichtungswerkstoffs kritisch ist und Leckageraten unter TA-Luft-Niveau gefordert werden.
TA-Luft-pflichtige Flanschverbindungen
An Flanschverbindungen, die der TA Luft oder VDI 2440 unterliegen, z.B. in der Petrochemie oder bei emissionsrelevanten Fluiden. Die Leckagerate von 1×10⁻⁶ mbar·l/(s·m) erfüllt die geforderten Grenzwerte.

Do's and Dont's

Do's:
  • Dichtung vor der Montage auf Beschädigungen und Verformungen prüfen
  • Flanschflächen vor dem Einbau reinigen und auf Fremdpartikel kontrollieren
  • Schrauben kreuzweise in mehreren Runden gleichmäßig anziehen
  • Nach dem ersten Betriebszyklus Schrauben nachziehen (außer bei emaillierten Flanschen)
  • Lagerung trocken, kühl und vor UV-Strahlung und Ozon geschützt
  • Nur zertifizierte (NSF-gekennzeichnete) Produkte in NSF/ANSI/CAN-61-Anwendungen einsetzen
Don'ts:
  • Nicht mit geschmolzenen Alkalimetallen oder elementarem Fluor einsetzen — diese greifen ePTFE an
  • Keine scharfen oder spitzen Werkzeuge bei Montage und Demontage verwenden — Beschädigung der Dichtoberfläche vermieden werden
  • Dichtung nicht verdrehen oder überdehnen beim Einlegen in die Flanschverbindung
  • Bei Kunststoffflanschen die maximal zulässige Flanschbelastung nicht überschreiten — Mindestpressung reicht für dichte Verbindung aus
  • Bereits eingebaute, beschädigte oder verdrehte Dichtungen nicht weiterverwenden — Dichtung tauschen

Montage

  1. Dichtflächen beider Flansche auf Verunreinigungen, Kratzer und Korrosionsrückstände prüfen und gegebenenfalls reinigen. Öl- und fettfreie Oberflächen sind Voraussetzung für korrekte Dichtwirkung.
  2. Dichtung prüfen: keine Beschädigungen, Einrisse oder Verformungen. Die Prägung muss vollständig lesbar sein.
  3. Dichtung zentrisch zwischen den Flanschen einlegen. Bei Kunststoffflanschen auf gleichmäßige Auflage achten — keine Kantenpressungen.
  4. Schrauben in zwei bis drei Anzugsrunden kreuzweise gleichmäßig anziehen, bis die Mindestflächenpressung erreicht ist. Die Mindestpressung y nach ASTM beträgt 750 psi für die 3,0-mm-Ausführung. Anzugsmomente nach Flanschnorm und Druckklasse berechnen.
  5. Nach dem ersten Betriebszyklus (Temperatur- und Druckwechsel) Schrauben nachziehen, da ePTFE beim ersten Einpressen nachgibt. Bei emaillierten Flanschen kein Nachziehen empfohlen.
  6. Bei CIP/SIP-Anwendungen: Schraubenanzugsmomente nach jedem Sterilisationszyklus kontrollieren, sofern der Flanschhersteller dies vorschreibt.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen ePTFE und ungefülltem PTFE bei Flachdichtungen?

Ungefülltes PTFE neigt unter Druckbelastung zum Kaltfluss, wodurch die Flächenpressung über Zeit abnimmt und Leckagen entstehen können. Multidirektional expandiertes PTFE (ePTFE) hat eine mikroporöse Faserstruktur, die den Kaltfluss verhindert und die Dimensionsstabilität auch bei höheren Temperaturen und Drücken sichert. Die TEADIT 28LS-LE weist einen Kriechkennwert nach ASTM F 38 von ≤ 22 % auf.

Was bewirkt die Diffusionssperre am Innendurchmesser?

Die Diffusionssperre am Innendurchmesser der TEADIT 28LS-LE verhindert, dass Medien durch die poröse ePTFE-Struktur quer durch den Dichtungsquerschnitt diffundieren. Ohne Diffusionssperre können selbst bei ausreichender Flächenpressung gasförmige oder niedrigviskose Medien durch das Dichtungsmaterial hindurchtreten. Die Diffusionssperre senkt die Leckagerate auf 1×10⁻⁶ mbar·l/(s·m) nach TA Luft/VDI 2440.

Bis zu welcher Temperatur ist die TEADIT 28LS-LE dauerhaft einsetzbar?

Der Dauertemperaturbereich reicht von -268 °C bis +260 °C. Kurzzeitig sind Temperaturen bis +315 °C möglich. Nach unten ist ePTFE auch für kryogene Anwendungen geeignet — die Materialstruktur bleibt auch bei sehr tiefen Temperaturen flexibel und dichtend.

Für welche Medien ist die TEADIT 28LS-LE nicht geeignet?

Die Dichtung ist im gesamten pH-Bereich 0–14 chemisch beständig. Nicht geeignet ist sie für geschmolzene Alkalimetalle (z.B. Natrium, Kalium) und elementares Fluor — diese greifen die PTFE-Struktur an. Für alle anderen industriellen Chemikalien, Säuren, Laugen, Lösungsmittel und Gase ist sie geeignet.

Ist TEADIT 28LS-LE für CIP- und SIP-Prozesse zugelassen?

Ja. Die Dichtung ist für CIP (Cleaning-in-Place) und SIP (Sterilising-in-Place) ausgelegt. Die FDA 21 CFR 177.1550 und EU 1935/2004 Zulassungen gelten auch für diese Reinigungsverfahren. Nach Sterilisationszyklen die Schraubenanzugsmomente kontrollieren, sofern der Flanschhersteller dies vorschreibt.

Wie wird die Mindestflächenpressung für die 3,0-mm-Ausführung berechnet?

Der Berechnungsfaktor m nach ASTM beträgt 2 für die 3,0-mm-Ausführung; die Mindestpressung y Stress beträgt 750 psi. Diese Werte fließen in die Flanschberechnung nach ASME oder EN ein. Die niedrige Mindestpressung ermöglicht den Einsatz an Kunststoffflanschen, ohne die maximal zulässige Flanschbelastung zu überschreiten.

Kann die Dichtung wiederverwendet werden?

TEADIT empfiehlt, ePTFE-Flachdichtungen nicht wiederzuverwenden, da die Dichtungsgeometrie nach dem ersten Einpressen dauerhaft verändert wird. Eine ausgebaute Dichtung sollte durch eine neue ersetzt werden, um die zertifizierten Leckagegrenzwerte sicherzustellen.

Warum ist die Lagerzeit unbegrenzt?

ePTFE altert nicht: Es gibt keine Polymerkettenspaltung, keine Oxidation und keine Hydrolyse bei Umgebungsbedingungen. Das Material bleibt ohne Einschränkung der mechanischen und chemischen Eigenschaften lagerfähig, sofern es trocken, kühl und vor UV-Strahlung und Ozon geschützt gelagert wird.